Zum Inhalt springen

Sandkräuter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Sandkräuter
Datei:Berg-Sandkraut Arenaria montana.jpg

Berg-Sandkraut (Arenaria montana)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Alsinoideae
Gattung: Sandkräuter
Wissenschaftlicher Name
Arenaria
L.

Die Sandkräuter (Arenaria) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Die 150 bis 300 Arten kommen hauptsächlich in den gemäßigten und kälteren Gebieten der Nordhalbkugel (Holarktis) vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Billeder af nordens flora (Plate 346) (8147623000) - A.jpg
Illustration des Quendel-Sandkrauts (Arenaria serpyllifolia)
Datei:Arenaria serpyllifolia W.jpg
Blüte des Quendel-Sandkrauts (Arenaria serpyllifolia)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Es handelt sich um meist kleinere, oft auch polsterbildende, meist einjährige oder ausdauernde, selten zweijährige krautige Pflanzen, seltener auch Halbsträucher. Oft sind Rhizome vorhanden. Die gegenständigen Laubblätter sind ungeteilt und ganzrandig, ansonsten aber von sehr verschiedener Gestalt: lanzettlich bis rundlich. Die Blattspreite besitzt ein oder drei bis fünf Blattadern.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln oder zu wenigen in Blütenständen zusammen, diese weisen meist die Form von Dichasien oder Wickeln auf.

Die meist relativ kleinen, radiärsymmetrischen Blüten sind vier- oder fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf meist vollständig freien und meist grünen Kelchblätter sind 2 bis 5 mm lang. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern der Unterfamilie Alsinoideae sind die fünf meist weißen Kronblätter vorne spitz oder abgerundet, jedoch nicht ausgerandet und nicht in zwei Teile geteilt. Bei manchen Arten fehlen Kronblätter. Es sind zwei Kreise mit je (selten vier bei Arenaria livermorensis oder weniger) meist fünf Staubblättern vorhanden. Die meist drei, selten fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen mit zahlreichen Samenanlagen. Es sind gleich viele 0,5 bis 2 Millimeter lange Griffel wie Fruchtblätter vorhanden.

Die Kapselfrüchte springen mit sechs (oder seltener zehn) kurzen Zähnen auf und enthalten selten nur einen, meist fünf bis 35 Samen. Die braunen bis dunkel braunen oder schwarzen, meist nieren- bis fast kreisförmigen Samen sind ungeflügelt oder schmal geflügelt.

Datei:Arenaria acerosa 4.JPG
Arenaria acerosa
Datei:Arenaria erinacea.jpg
Arenaria aggregata
Datei:Arenaria alfacarensis 2.jpg
Arenaria alfacarensis
Datei:Arenaria balearica 2.jpg
Balearisches Sandkraut (Arenaria balearica)
Datei:Whf white 26.jpg
Arenaria bryophylla in Nepal in einer Höhenlage von 5200 Metern
Datei:Arenaria ciliata a2.jpg
Wimper-Sandkraut (Arenaria ciliata)
Datei:ARENARIA CONIMBRICENSIS - SÒBOL -IB-726 (Arenària de codina).jpg
Arenaria conimbricensis
Datei:Arenaria deflexa.JPG
Arenaria deflexa
Datei:ARENARIA ERINACEA - BÒFIA - IB-223 (Arenària erinàcea).jpg
Arenaria erinacea
Datei:Arenaria grandiflora 7.JPG
Großblütiges Sandkraut (Arenaria grandiflora)
Datei:Arenaria katoana 1.JPG
Arenaria katoana
Datei:Arenaria lanuginosa, the Spreading Sandwort (9364622107).jpg
Arenaria lanuginosa
Datei:Arenaria merckioides var. chokaiensis 2.JPG
Arenaria merckioides
Datei:Arenaria pseudofrigida IMG 3873 kalkarve hotellneset.JPG
Arenaria pseudofrigida
Datei:Arenaria purpurascens 1 (Picos).jpg
Arenaria purpurascens
Datei:Песъчарка.jpg
Arenaria rhodopaea
Datei:Arenaria tetraquetra 4.JPG
Arenaria tetraquetra

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Arenaria wurde durch Carl von Linné aufgestellt. Der botanische Gattungsname Arenaria leitet sich von arena für Sand ab und bezieht sich auf die Standorte einiger Arten. Synonyme für Arenaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Brewerina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray, Cernohorskya Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Á.Löve & D.Löve, Gooringia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F.N.Williams, Gouffeia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Robill. & Castagne ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam. & DC., Spergulastrum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Michx., Willwebera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Á.Löve & D.Löve.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Arenaria gehört zur Tribus Alsineae in der Unterfamilie Alsinoideae innerhalb der Familie Caryophyllaceae.<ref name="GRIN" />

Nah verwandte Gattungen, die von manchen Autoren auch in die Arenaria s. l. eingegliedert werden, sind: Eremogone Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Fenzl (etwa 90 Arten), Mieren (Minuartia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. etwa 175 Arten) und Nabelmieren (Moehringia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. etwa 25 Arten); dann enthält Arenaria s. str. etwa 210 Arten.<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA" /> Dies wird kontrovers diskutiert.

Die 150 bis 300 Arten der Gattung Arenaria sind vor allem in den gemäßigten und kälteren Gebieten der Nordhalbkugel (Holarktis) verbreitet. In China kommen 102 Arten vor, 79 davon nur dort. In Nordamerika sind nur neun Arten heimisch. Einige Arten gibt es auch in den Anden bis nach Patagonien.

Die artenreiche Gattung Arenaria wird in zehn Untergattungen und diese oft in Sektionen und Serien gegliedert. Die Untergattung Odontostemma enthält mehr als die Hälfte der Arten.

Hier eine Auswahl der 150 bis 300 Arenaria-Arten:<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Ronald L. Hartman, Richard K. Rabeler, Frederick H. Utech: Arenaria - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 5 – Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 2, Oxford University Press, New York und Oxford, 2005. ISBN 0-19-522211-3
  • Wu Zhengyi & Warren L. Wagner: Arenaria, S. 40 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 6 – Caryophyllaceae through Lardizabalaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2001. ISBN 1-930723-05-9 (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
  • Arthur Oliver Chater, Geoffrey Halliday: Arenaria L. In:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Euro+Med"> K. Marhold, 2011: Caryophyllaceae. Arenaria. In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="FoNA"> Ronald L. Hartman, Richard K. Rabeler, Frederick H. Utech: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 5 - Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 2, Oxford University Press, New York und Oxford, 2005, ISBN 0-19-522211-3. Arenaria - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Jalas1986"> Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas Florae Europaeae. Band 6 Caryophyllaceae (Alsinoideae und Paronychioideae). Helsinki 1986, ISBN 951-9108-05-X. </ref> <ref name="Mabberley2008"> David John Mabberley: Mabberley’s Plant-Book. A portable dictionary of plants, their classification and uses. 3. Auflage. Cambridge University Press 2008, ISBN 978-0-521-82071-4. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Sandkräuter (Arenaria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien