Sandra Flunger
| Sandra Flunger Vorlage:SportPicto | |||||||||||||||||||
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| Flunger bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2023 in Oberhof | |||||||||||||||||||
| Verband | |||||||||||||||||||
| Geburtstag | 31. März 1982 | ||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||
| Beruf | Biathlontrainerin | ||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | ||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||
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Sandra Flunger (* 31. März 1982) ist eine österreichische Biathlontrainerin. Sie ist seit 2026 Cheftrainerin der deutschen Nationalmannschaft der Frauen. Zuvor war sie in Österreich und von 2018 bis 2026 in der Schweiz tätig.
Werdegang[Bearbeiten]
Aktive Zeit[Bearbeiten]
Als Nichte des mehrmaligen Olympiateilnehmers und WM-Medaillengewinners Alfred Eder kam Flunger früh mit dem Biathlonsport in Kontakt. Sie besuchte die nordische Skihauptschule und die Höhere Internatsschule in Saalfelden und gehörte während ihrer Schulzeit dem Biathlon-Landeskader an.<ref name="platzhirsch">Silke Burgsteiner: Ein Leben für den Biathlon-Sport. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) In: Platzhirsch. März 2018, S. 10–12.</ref> In mehreren Rennen des Europacups der Juniorinnen platzierte sie sich unter den besten Zehn und startete 2002 sowie 2003 bei den Juniorenweltmeisterschaften. Bei ihrer zweiten Teilnahme erreichte sie als 28. des 12,5-Kilometer-Einzelrennens ihr bestes Resultat.
Ihre größten Erfolge erreichte Flunger national. Bei den Österreichischen Meisterschaften 2002 gewann sie mit Selina Spitz und Andrea Grossegger als erste Vertretung des Bundeslandes Salzburg den Titel im Staffelrennen. Im Einzel wurde sie zudem Vizemeisterin hinter Nicole Pfluger. 2003 wiederholte sie den Titelgewinn im Staffelrennen an der Seite von Selina Spitz und Daniela Biechl, im Sprint wurde sie Zweite hinter Anna Sprung. 2004 gewann sie mit Spitz und Sarah Stanonik nochmals Bronze im Staffelrennen.
Mit 21 Jahren beendete Flunger ihre aktive Karriere und begründete dies später damit, es sei absehbar gewesen, „dass das nichts wird“.<ref name="platzhirsch" /> Nach ihrem Rücktritt studierte sie in Salzburg Sport und Deutsch auf Lehramt.<ref name="bw">Jochen Willner: Historisches Double. In: Biathlonworld. Nr. 53/2020, S. 84–87. Verfügbar als PDF (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.).</ref>
Trainerin[Bearbeiten]
Flunger lehrte bereits während ihres Studiums als Trainerin an der Nordischen Skimittelschule Saalfelden und übernahm nach einigen Jahren die Position als Cheftrainerin am Skigymnasium.<ref name="platzhirsch" /> In dieser Funktion betreute sie bereits einen Großteil der späteren österreichischen Nationalmannschaft, darunter Lisa Hauser, die 2011 – auch auf Anraten Flungers<ref>Steckbrief von Lisa Hauser auf skikitz.org. Abgerufen am 18. Mai 2020.</ref> – vom Speziallanglauf zum Biathlon wechselte und in den folgenden Jahren sechs Medaillen bei Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften gewann. 2013 stellte der Österreichische Skiverband (ÖSV) Flunger als Trainerin für das Frauen-Nationalteam ein. Im folgenden Jahr waren Hauser und Katharina Innerhofer die ersten österreichischen Biathletinnen, die an Olympischen Spielen teilnahmen, Innerhofer gewann als erste Biathletin des Landes ein Weltcuprennen, und Julia Schwaiger wurde Juniorenweltmeisterin im Einzel. Insgesamt verbesserte sich das österreichische Frauenteam in der Nationenwertung vom 21. Platz in der Saison 2012/13 auf den 10. Rang im Winter 2014/15 (beziehungsweise auf Platz 15 in der Folgesaison).<ref>Nationenwertungen für 2012/13, 2014/15 und 2015/16 in der Datenbank der IBU</ref>
Im Frühjahr 2016 verpflichtete der ÖSV den Norweger Vegard Bitnes als neuen Trainer für das Frauen-Biathlonteam.<ref>Neue Trainer für Österreichs Abfahrer. In: Kleine Zeitung. 28. April 2016.</ref> Bitnes sollte mit Flunger zusammenarbeiten und – mit Blick auf die Heim-Weltmeisterschaften 2017 in Hochfilzen – insbesondere die läuferische Entwicklung der Sportlerinnen voranbringen.<ref>Die Revoluzzer als Selbstzahler. In: Kronen Zeitung. 14. Oktober 2016.</ref> Flunger trennte sich kurz darauf vom Verband und gab als Grund an, sie und Bitnes (der auf geringere Intensität setzte<ref>Gerhard Öhlinger: Das Leben ist wie ein Bumerang. In: Salzburger Nachrichten. 17. Februar 2017, S. 19. Abgerufen via PressReader.</ref>) verfolgten unterschiedliche Trainingsphilosophien.<ref name="nzz">Philipp Bärtsch: Dass Sandra Flunger die Schweizer Biathletinnen trainiert, ist auch eine Emanzipationsgeschichte. In: Neue Zürcher Zeitung. 5. Dezember 2018.</ref> Sie könne nicht „glaubwürdig etwas […] erzählen, hinter dem [sie] nicht stehen“ würde.<ref name="nzz" /> Zusammen mit Alfred Eder baute Flunger die vom ÖSV unabhängige Trainingsgruppe „Biathlonschmiede“ auf, der sich insgesamt fünf Sportler anschlossen, darunter Lisa Hauser, Julia Schwaiger sowie Flungers Cousin und Alfred Eders Sohn Simon Eder. Hauser erreichte zu Saisonbeginn mehrere Top-Ten-Ergebnisse im Weltcup (die sie bei den Weltmeisterschaften in Hochfilzen nicht bestätigen konnte), Simon Eder gewann eine WM-Bronzemedaille im Massenstart sowie eine weitere mit der Staffel. Eder und Hauser feierten zudem gemeinsam in der Single-Mixed-Staffel zwei Weltcupsiege im März und November 2017. Während der zwei Jahre, in denen die Biathlonschmiede als unabhängige Trainingsgruppe existierte, kam es zu mehreren Unstimmigkeiten mit dem ÖSV, Flunger selbst sprach im Nachhinein von „verhärteten Fronten“.<ref name="bw" />
2018 löste Flunger Armin Auchentaller in der Leitung des Biathlon-Frauenteams im Schweizer Skiverband Swiss-Ski ab.<ref name="nzz" /> Die Mannschaft um die drei Schwestern Selina, Elisa und Aita Gasparin sowie Lena Häcki-Groß erreichte im Dezember 2019 erstmals als Staffel das Podest eines Weltcups<ref name="bw" /> und konnte diesen Erfolg im Winter 2019/20 zweimal wiederholen. Die Neue Zürcher Zeitung sprach Flunger im Januar 2020 zu, ihr sei es „gelungen, aus Individualistinnen mit ganz unterschiedlichen Stärken und Bedürfnissen ein schlagkräftiges Team zu bilden“<ref>Christoph Schmid: Die Schweizer Biathletinnen sind auf einmal auch als Team Weltspitze. In: Neue Zürcher Zeitung. 8. Januar 2020.</ref>; Selina Gasparin lobte insbesondere den Fortschritt, den das Team dank Flunger am Schießstand gemacht habe.<ref name="bw" />
Im Frühjahr 2024 wurde Sandra Flunger von Swiss-Ski im Zuge von „Strukturanpassungen“ zur Cheftrainerin einer gemeinsamen Weltcupmannschaft von Männern und Frauen ernannt. Sie teilte sich den Posten mit dem für das Laufen zuständige Kein Einaste, zum Team gehörte zudem der Schießtrainer Andreas Kuppelwieser.<ref>Ilka Schweikl: Biathlon Kurznews: Überraschendes Aus für Remo Krug bei Swiss-Ski. In: xc-ski.de. 27. März 2024, abgerufen am 19. November 2024.</ref> Zum Ende der Saison 2025/26 kündigte Flunger an, die Schweizer Mannschaft zu verlassen.
Im April 2026 wurde Sandra Flunger vom Deutschen Skiverband (DSV) als neue Cheftrainerin der Frauenmannschaft in der Nachfolge von Kristian Mehringer vorgestellt. Als Co-Trainer fungiert Denny Andritzke.<ref>Sandra Flunger wird neue Cheftrainerin der deutschen Biathletinnen. In: xc-ski.de. 13. April 2026, abgerufen am 13. April 2026.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Sandra Flunger in der Datenbank der Internationalen Biathlon-Union (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Flunger, Sandra |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Biathlontrainerin |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1982 |
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