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Sandy Ryan

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Sandy Ryan Vorlage:SportPicto
Daten
Geburtsname Sandy Ryan
Geburtstag 16. September 1993
Geburtsort Derby (Derbyshire)
Nationalität Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Gewichtsklasse Halbweltergewicht
Stil Linksauslage
Größe 1,77 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 13
Siege 9
K.-o.-Siege 3
Niederlagen 3
Unentschieden 1
Profil in der BoxRec-Datenbank
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Commonwealth Games 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europaspiele 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 IBA-Weltmeisterschaften
Silber 2014 Jeju-si Halbweltergewicht
Logo der Commonwealth Games Federation
 Commonwealth Games
Gold 2018 Gold Coast Weltergewicht
 Europaspiele
Bronze 2015 Baku Halbweltergewicht
Europameisterschaften
Bronze 2016 Sofia Leichtgewicht

Sandy Ryan (* 16. September 1993 in Derby) ist eine englische Boxerin. Sie war von April 2023 bis September 2024 Weltmeisterin der WBO im Weltergewicht und ist seit Februar 2026 Weltmeisterin des WBC im Halbweltergewicht.

Amateurkarriere[Bearbeiten]

Sandy Ryan begann im Alter von 15 Jahren mit dem Boxsport und trainierte im One Nation Amateur Boxing Club unter Clifton Mitchell. Ihr größter Erfolg im Nachwuchs war der Gewinn der Silbermedaille im Leichtgewicht bei der Jugend-Europameisterschaft 2010 in Sangatte, als sie im Finale gegen Anastassija Beljakowa unterlegen war.<ref>European Womens Youth Championships 2010</ref>

Ihren größten Erfolg erzielte sie bei der Weltmeisterschaft 2014 in Jeju-si, als sie die Silbermedaille im Halbweltergewicht erkämpfen konnte. Nach Siegen gegen Bianka Nagy, Gülsüm Tatar, Simone Sitar und Sudaporn Seesondee, hatte sie im Finale erneut gegen Anastassija Beljakowa verloren. Zusammen mit Lisa Whiteside, die Silber im Fliegengewicht gewonnen hatte, wurde sie die einzige britische Medaillengewinnerin dieser WM.<ref>World Women Championships 2014</ref>

Bei den Europaspielen 2015 in Baku schied sie im Halbfinale des Halbweltergewichts erneut gegen Beljakowa aus und gewann Bronze, in einem der Vorkämpfe hatte sie Yelena Vıstropova besiegt.<ref>European Games 2015</ref> 2016 unterlag sie im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Astana gegen Yang Wenlu, hatte jedoch zuvor Darja Abramowa geschlagen.<ref>World Women Championships 2016</ref> Im gleichen Jahr gewann sie das Feliks Stamm Tournament in Warschau und eine Bronzemedaille im Leichtgewicht bei der Europameisterschaft in Sofia. Sie hatte dabei unter anderem Sandra Kruk, Aneta Rygielska und Agnes Alexiusson bezwungen, ihre Halbfinalniederlage bei der EM erlitt sie gegen Mira Potkonen.<ref>Feliks Stamm Memorial 2016</ref><ref>European Women Championships 2016</ref> 2017 schied sie bei den EU-Meisterschaften in Roccaporena im Viertelfinale des Weltergewichts gegen Nadine Apetz aus.<ref>European Union Women Championships 2017</ref>

2018 siegte sie bei den Commonwealth Games in Gold Coast gegen Lovlina Borgohain, Marie-Jeanne Parent sowie Rosie Eccles und gewann damit die Goldmedaille im Weltergewicht.<ref>Commonwealth Games 2018</ref> Bei den Europameisterschaften in Sofia verlor sie jedoch im Achtelfinale gegen Assunta Canfora<ref>European Women Championships 2018</ref> und bei der Weltmeisterschaft in Neu-Delhi bereits in der Vorrunde gegen Angela Carini.<ref>World Women Championships 2018</ref>

Auch 2019 unterlag sie im Viertelfinale der Europameisterschaft von Alcobendas gegen Rosie Eccles<ref>European Women Championships 2019</ref> und in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Ulan-Ude gegen Christina Desmond.<ref>World Women Championships 2019</ref>

Profikarriere[Bearbeiten]

Im März 2021 unterzeichnete sie einen Profivertrag bei STN Sports<ref>British amateur star Sandy Ryan to make pro debut</ref> und im Mai 2021 bei Matchroom Boxing.<ref>Sandy Ryan signs with Matchroom promotions</ref> Ihr Profidebüt gewann sie am 31. Juli 2021 nach Punkten gegen Kirstie Bavington.<ref>Sandy Ryan Outclasses Kirstie Bavington</ref>

Am 12. März 2022 verlor sie in ihrem vierten Kampf per Mehrheitsentscheidung nach Punkten gegen die Argentinierin Érica Farías, gewann jedoch den Rückkampf am 6. August 2022 einstimmig und wurde dadurch WBC International Champion.<ref>Erica Farias Shocks Sandy Ryan With Split Decision</ref><ref>Sandy Ryan scores revenge vs Farias</ref> Im November 2022 gelang ihr eine Titelverteidigung gegen Anahí Sánchez.<ref>Sandy Ryan Dominates Anahi Sanchez</ref>

Am 22. April 2023 schlug sie die Kanadierin Marie-Pier Houle einstimmig beim Kampf um den vakanten WBO-Weltmeistertitel im Weltergewicht.<ref>Sandy Ryan Outclasses Marie Pier Houle</ref> In ihrem nächsten Kampf am 23. September 2023 erreichte sie ein Unentschieden gegen die US-amerikanische WBC- und WBA-Weltmeisterin Jessica McCaskill.<ref>Sandy Ryan-Jessica McCaskill title fight ends in split draw</ref>

Am 27. September 2024 verlor sie ihren WBO-Titel durch eine Punktniederlage an Mikaela Mayer und verlor auch das Rematch im März 2025.<ref>Mikaela Mayer defeats Sandy Ryan by unanimous decision</ref>

Am 21. Februar 2026 boxte sie in Nottingham um den vakanten WBC-Weltmeistertitel im Halbweltergewicht und siegte per Mehrheitsentscheidung nach Punkten gegen die Mexikanerin Karla Ramos Zamora.<ref>Briton Ryan becomes two-weight world champion</ref>

Sonstiges[Bearbeiten]

Ihr Bruder Dave Ryan war zwischen 2007 und 2016 ebenfalls Profiboxer.<ref>Dave Ryan, BoxRec</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />