Sarah Lesch
Sarah Lesch (* 1. März<ref>Kubus Talk #02 «» Sarah Lesch (Eigene Aussage ab Minute 1:19)</ref> 1986 in Altenburg<ref name="Augsburger Allgemeine">Marc Hettich: Lange wach bleiben mit offenem Herzen. In: Augsburger Allgemeine, 10. Juli 2015.</ref>) ist eine deutsche Liedermacherin.
Privatleben[Bearbeiten]
Sarah Lesch wurde im thüringischen Altenburg geboren und zog im Alter von fünf Jahren mit ihrer Mutter nach Baden-Württemberg. Ihr Vater Ralf Kruse ist ein Leipziger Musiker. Er spielte unter anderem bei Amor & die Kids und dem Original Erzgebirgs-Duo.<ref name="FRIZZ">Volly Tanner: „Ich liebe diesen Wahnsinn“. In: FRIZZ Leipzig, Heft September 2016, S. 8, (Interview).</ref><ref>Sarah Lesch: „Wenn ich Leuten darüber erzähle, was ich erlebt habe, sagen sie: Wow, krass!“ In: Deutsche Mugge. 7. August 2018, abgerufen am 27. Dezember 2018.</ref><ref name=":0">Mathias Wöbking: Ein Bus mit rotzigen Melodien auf der A9: Sarah Leschs erstes Leipziger Album. In: Leipziger Volkszeitung. 31. August 2017, abgerufen am 27. Dezember 2018.</ref> Sie hat väterlicherseits eine Halbschwester und einen Halbbruder, die sie erst während ihrer Zeit als Sängerin kennenlernte.<ref name=":0" />
Lesch schrieb Musik für Kindertheaterstücke<ref>Bio – SARAH LESCH. In: www.sarahlesch.de. Abgerufen am 28. September 2016.</ref> und arbeitete von 2009<ref name="Augsburger Allgemeine" /> bis 2013 als Erzieherin in Tübingen. Seither ist sie vorwiegend als Musikerin tätig.<ref name="SWR">Lindenbergs Panikpreis in Calw: Ritterschlag von Udo für Sarah Lesch | Tübingen | Nachrichten. Abgerufen am 28. September 2016.</ref> Sie ist Mutter eines Sohnes<ref name="ARD">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Sarah Lesch ( vom 13. Oktober 2016 im Internet Archive) ARD-Mediathek, 8. August 2016.</ref> und lebt seit Ende 2015 in Leipzig.<ref name="MDZ">Sarah Lesch: Liedermacherin aus Leipzig gerät wegen Protestsong zwischen die Fronten von rechts und links. In: Mitteldeutsche Zeitung, 27. September 2016.</ref><ref>Ein Bus mit rotzigen Melodien auf der A9: Sarah Leschs erstes Leipziger Album. Leipziger Volkszeitung, 10. August 2017, abgerufen am 12. November 2022.</ref>
Karriere[Bearbeiten]
Leschs Debütalbum mit dem Titel Lieder aus der schmutzigen Küche erschien 2012 in Eigenregie unter dem Alias „Chansonedde“, wurde 2015 von Rummelplatzmusik digital vertrieben und 2016 in Zusammenarbeit mit dem Label Kick The Flame auch als CD aufgelegt. 2015 veröffentlichte sie ihr zweites Studioalbum, Von Musen und Matrosen, bei Rummelplatzmusik unter ihrem bürgerlichen Namen. 2016 nahm das Leipziger Musikunternehmen Kick The Flame sie unter Vertrag. Dort erschien 2017 ihr drittes Studioalbum Da Draussen; im September 2019 folgte mit Den Einsamen zum Troste eine EP bei dem Label Räuberleiter GbR. 2020 publizierte sie mit Der Einsamkeit zum Trotze (bei Kick The Flame) ihr viertes Album, im November des nächsten Jahres folgte Triggerwarnung (bei Räuberleiter GbR).
Mit dem sechsminütigen Song Testament, den Lesch für ihren Sohn schrieb, gewann sie 2016 den in Wien ausgetragenen Protestsongcontest und beim Hermann-Hesse-Festival in Calw den zweiten Platz des Panikpreises. Der Song, der das Kind auf eine ungewisse Zukunft vorbereiten soll, erfuhr daraufhin große Verbreitung im Internet und wurde auch von rechtspopulistischen Websites und rechtsextremen Gruppierungen weiterverbreitet.<ref>Noemi Mihalovici, Marc Röhlig: Diese Musikerin hat einen Protestsong geschrieben. Leider gefällt er rechten Hetzern. Bento.de, 26. September 2016.</ref><ref>Dem Terror trotzt nur Liebe. Liedermacherin Sarah Lesch. In: Deutschlandfunk. 17. März 2017, abgerufen am 1. Juli 2017.</ref> Sie distanzierte sich von dieser Vereinnahmung deutlich.<ref name="MDZ" /> In ihrem Lied Der Kapitän singt sie über die Rettung von 37 Personen aus Seenot mit dem Schiff Cap Anamur durch Stefan Schmidt, ihren ehemaligen Schwiegervater.<ref>Großer Artikel im Schwäbischen Tagblatt, 7. Januar 2015</ref>
Lesch tritt seit 2013/2014 regelmäßig auf, vorwiegend auf kleineren Bühnen. Unter anderem war sie bei den Hamburger Küchensessions oder Inas Nacht zu sehen und trat beim Musikfestival Songs an einem Sommerabend auf.<ref name="ARD" />
2026 erschien in der Leipziger Volkszeitung ein Gastbeitrag von Lesch unter dem Titel Musikerin Sarah Lesch wünscht sich ein Grundeinkommen für Künstler in der Reihe 50 Visionen für Leipzig, in der sie ein bedingtes Grundeinkommen für Bühnenkünstler durch die Stadt Leipzig vorschlug.<ref>Sarah Lesch: Musikerin Sarah Lesch wünscht sich ein Grundeinkommen für Künstler. In: LVZ.de. Leipziger Volkszeitung, 6. Januar 2026, abgerufen am 26. April 2026.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 2015: 1. Platz beim Troubadour Chanson & Liedwettbewerb (als „Chansonedde“)
- 2016: 2. Preis des Panikpreises (Udo-Lindenberg-Hermann-Hesse-Panikpreis)<ref name="SWR" />
- 2016: 1. Platz beim FM4-Protestsongcontest mit dem Song Testament<ref>"Sarah, wir wollen ein Kind von dir!" – fm4.ORF.at. In: fm4.orf.at. Abgerufen am 28. September 2016.</ref>
- 2016: Förderpreis für junge Songpoeten der Hanns-Seidel-Stiftung<ref>Verleihung des Nachwuchsförderpreises für junge Liedermacher in Kloster Banz zum 30. Mal im Rahmen der „Songs“. Pressemitteilung, Hanns-Seidel-Stiftung, 30. Juni 2016.</ref>
- 2017: Förderpreis des Kleinkunstpreis Baden-Württemberg<ref>Kleinkunstpreis an Kabarettist Koczwara. In: Badische Zeitung. 14. Januar 2017, abgerufen am 1. Juli 2017.</ref>
- 2023: Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen<ref>Der Lessing-Preis des Freistaates Sachsen verliehen. In: kamenz.de. Stadt Kamenz, 21. Januar 2023, abgerufen am 22. Januar 2023.</ref>
Diskografie[Bearbeiten]
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- 2012: Lieder aus der schmutzigen Küche (2015 bei Rummelplatzmusik digital und 2016 bei Kick The Flame als CD aufgelegt)
- 2015: Von Musen und Matrosen (Rummelplatzmusik)
- 2017: Da Draussen (Kick The Flame)
- 2020: Der Einsamkeit zum Trotze (Kick The Flame)
- 2021: Triggerwarnung (Räuberleiter GbR)
- 2024: Gute Nachrichten (Meadow Lake Music)
- 2026: Poesie & Widerstand (Listenrecords)<ref>Sarah Lesch: Poesie & Widerstand, Rezension auf soundsandbooks.com vom 15. April 2026, abgerufen am 21. April 2026</ref>
EP
- 2019: Den Einsamen zum Troste (Räuberleiter GbR)
Liederbücher
- Zu den ersten vier Alben gibt es ein Liederbuch mit allen Texten und Akkorden, allen Griffbildern (teilweise auch zur Ukulele) und weiteren exklusiven Gedichten.
Weblinks[Bearbeiten]
- Website von Sarah Lesch
- Sarah Lesch bei Discogs
- Sarah Lesch bei Musik-Sammler.de
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lesch, Sarah |
| ALTERNATIVNAMEN | Chansonedde (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Liedermacherin |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1986 |
| GEBURTSORT | Altenburg |