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Steinbrechgewächse

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Steinbrechgewächse
Datei:Illustration Saxifraga granulata0.jpg

Knöllchen-Steinbrech (Saxifraga granulata) und Rispen-Steinbrech (Saxifraga paniculata), Illustration

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Steinbrechgewächse
Wissenschaftlicher Name
Saxifragaceae
Juss.

Die Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida).

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Es sind ein-, zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Sie können Rhizome oder Stolonen ausbilden. Einige Arten sind sukkulent. CAM wurde bei einigen Arten nachgewiesen.

Die Laubblätter sind meistens wechselständig, bei Chrysosplenium, Lithophragma, Mitella, einigen Saxifraga gegenständig, meist in grundständigen Rosetten oder manchmal am Stängel verteilt angeordnet. Es kann ein Blattstiel vorhanden sein. Die Blattspreite ist meist einfach oder selten bei in Astilbe, Lithophragma, Tiarella zusammengesetzt. Der Blattrand ist glatt, gebuchtet, gesägt, gezähnt, bewimpert oder drüsig-bewimpert. Nebenblätter sind vorhanden oder fehlen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln oder zu zweit bis 300 (selten bis zu über 1000) in endständigen, einfachen oder zusammengesetzten, meist traubigen, rispigen oder zymösen in Blütenständen zusammen. Es können Hochblätter vorhanden sein.

Die fünfzähligen und meist radiärsymmetrischen Blüten sind zwittrigen oder selten bei einigen Astilbe-Arten und Saxifraga-Arten eingeschlechtig. Viele Saxifraga-Arten besitzen zygomorphe Blüten. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist frei oder mehr oder weniger mit dem Fruchtknoten verwachsen. Es sind meist fünf (vier bis sechs) freie Kelchblätter und meist fünf (vier bis sechs) freie Kronblätter vorhanden, die gelappt oder ungelappt sein können. Meistens sind ein oder zwei Kreise mit je fünf fertilen Staubblättern vorhanden, es können insgesamt zwei bis zehn sein. Aber bei der Gattung Milzkraut (Chrysosplenium) sind die Blüten vierzählig mit nur einem Blütenhüllblattkreis und zwei Kreisen mit je vier Staubblättern. Die meist zwei oder seltener drei ober- bis unterständigen Fruchtblätter sind unten verwachsen und oben frei. Die meist drei, selten zwei Griffel sind frei und kürzer als der Fruchtknoten. Die meisten Saxifragaceae sind homostyl, außer bei den heterostylen Jepsonia.

Die Blütenformel lautet: <math>\star \; K_{5} \; C_{5} \; A_{5+5}</math> oder <math> A_{5} \; G_{\underline{(2)-2} - \underline{(3)-3}}</math> oder <math> G_{\overline{(2)-2} - \overline{(3)-3}} </math>

Die Kapselfrüchte oder Balgfrüchte enthalten zwei bis zweihundert Samen. Die winzigen bis kleinen Samen enthalten ölhaltiges Endosperm und einen kleinen, geraden Embryo.

Datei:Astilbe arendsii1.jpg
Zusammengesetzte Laubblätter und Blütenstand einer Prachtspiere (Astilbe arendsii)
Datei:Heuchera 1.jpg
Ausschnitte eines Blütenstandes eines Purpurglöckchens (Heuchera × brizoides)
Datei:Chrysosplenium pilosum var sphaerospermum2.jpg
Die vierzähligen Blüten von Chrysosplenium pilosum var. sphaerospermum
Datei:Rodgersia aesculifolia.jpg
Habitus, zusammengesetzte Laubblätter und Blütenstand des Kastanienblättrigen Schaublattes (Rodgersia aesculifolia)
Datei:Tiarella cordifolia2.jpg
Herzblättrige Schaumblüte (Tiarella cordifolia)

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Familie der Saxifragaceae wurde 1789 unter dem Namen „Saxifragae“ von Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum, S. 308 aufgestellt. Typusgattung ist Saxifraga Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. Molekulargenetische Untersuchungen führten dazu, dass einige Gattungen, die beispielsweise noch bei Soltis & Soltis 1997<ref>Douglas E. Soltis & Pamela S. Soltis: Phylogenetic Relationships in Saxifragaceae Sensu Lato: A Comparison of Topologies Based on 18S rDNA and rbcL Sequences. In: American Journal of Botany, Volume 84, Issue 4, 1997, S. 504–522.</ref> hier eingeordnet waren, in anderen Familien eingeordnet sind. Ebenfalls führten die Forschungsergebnisse im 21. Jahrhundert dazu, dass einige Gattungen geteilt, erweitert oder neu aufgestellt wurden. Dies ist noch nicht abgeschlossen und teilweise noch in Diskussion.

Die Arten der Familie der Saxifragaceae kommen in den gemäßigten Klimazonen, insbesondere auf der Nordhalbkugel vor. In Nordamerika kommen 23 Gattungen mit etwa 158 Arten vor. In Mitteleuropa ist diese Familie durch die Gattungen Milzkraut (Chrysosplenium) und Steinbrech (Saxifraga) vertreten.

Die Familie der Saxifragaceae enthält 33 bis 38 Gattungen mit 540 bis 600 Arten:<ref name="GRIN" />

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • David Allardice Webb, Richard J. Gornall: Saxifrages of Europe, with notes on African, American and some Asiatic species. London 1989.
  • Elizabeth Fortson Wells, Patrick E. Elvander: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 8: Magnoliophyta: Paeoniaceae to Ericaceae. Oxford University Press, New York und Oxford, 2009, ISBN 978-0-19-534026-6. Saxifragaceae., S. 43–108 - textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
  • Jia-bin Deng, Bryan T.Drew, Evgeny V. Mavrodiev, Matthew A. Gitzendanner, Pamela S. Soltis, Douglas E. Soltis: Phylogeny, divergence times, and historical biogeography of the angiosperm family Saxifragaceae. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 83, 2014, S. 86–98. doi:10.1016/j.ympev.2014.11.011

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="FoNA2009"> Elizabeth Fortson Wells, Patrick E. Elvander: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 8: Magnoliophyta: Paeoniaceae to Ericaceae. Oxford University Press, New York und Oxford, 2009, ISBN 978-0-19-534026-6. Saxifragaceae., S. 43–108 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FoC2010"> Jin-tang Pan, Cuizhi Gu, Shumei Huang, Chao-fen Wei, Shu-ying Jin, Lingdi Lu, Shinobu Akiyama, Crinan Alexander, Bruce Bartholomew, James Cullen, Richard J. Gornall, Ulla-Maj Hultgård, Hideaki Ohba & Douglas E. Soltis: , In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 8: Saxifragaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010. Saxifragaceae. S. 269 ff - textgleich online wie gedrucktes Werk. (noch mit Gattungen die in andere Familien gehören) </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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