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Tafelblatt

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Tafelblatt
Datei:Astilboides tabularis Rodgersia aesculifolia 4380.JPG

Tafelblatt (Astilboides tabularis)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Gattung: Astilboides
Art: Tafelblatt
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Astilboides
(Hemsl.) Engl.
Wissenschaftlicher Name der Art
Astilboides tabularis
(Hemsl.) Engl.
Datei:大葉子 Astilboides tabularis -華沙大學植物園 Warsaw University Botanic Garden- (36362737081).jpg
Blütenstand

Das Tafelblatt (Astilboides tabularis) ist die einzige Pflanzenart aus der Gattung Astilboides in der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Tafelblatt ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1,5 Meter erreicht. Es bildet Rhizome aus, die bis 35 Zentimeter lang werden.<ref name="FoC"/>

Der lange Blattstiel ist stachelig-drüsig. Die gelappte bis grob gezähnte, weiche Blattspreite ist schild- sowie kreisförmig, spitz bis zugespitzt, am Rand unregelmäßig gesägt und hat einen Durchmesser von bis über 90 Zentimeter. Sie ist ober- und unterseits steif, borstig drüsig-behaart und besitzt sieben handförmige Hauptadern.<ref name="FoC"/>

Der im unteren Teil stachelige, rötlich–grüne Blütenstandsstiel weist kleinere handförmig gelappte Blätter auf und erscheint erst lange nach dem Laubaustrieb.<ref name="FoC"/> Der Blütenstand ist eine 15 bis 20 Zentimeter lange, vielblütige Rispe.

Die kleinen und kurz gestielten Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Es sind 4 bis 5 Kelchblätter vorhanden. Die 4 bis 5 Kronblätter sind weiß oder lila gefärbt. Die Anzahl der etwas vorstehenden Staubblätter beträgt (6 bis) 8, die der halbunterständigen Fruchtblätter mit kurzen Griffeln 2 (bis 4).

Blütezeit ist im Juni, in China August bis September.<ref name="FoC"/> Es werden kleine, 6–7 Millimeter große und vielsamige Kapselfrüchte mit beständigen Griffeln, Staubblattresten und Kelch gebildet. Die kleinen, etwa 2 Millimeter langen Samen sind kurz geflügelt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 34 oder 36.<ref name="FoC"/>

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Tafelblatt kommt in Nordchina (Jilin und Liaoning)<ref name="FoC"/> und Nordkorea in Hangwäldern und Tälern an feuchten Orten vor.

Nutzung[Bearbeiten]

Das Tafelblatt wird selten als Zierpflanze für Bach- und Teichränder genutzt. Es ist seit spätestens 1887 in Kultur.

Belege[Bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Tafelblatt (Astilboides tabularis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FoC">Pan Jintang; James Cullen: Astilboides Engler. In: Flora of China, vol. 8, Saxifragaceae. Astilboides</ref> </references>