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Scheftheimer Wiesen

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Scheftheimer Wiesen bei Darmstadt

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Datei:Scheftheimer Wiesen.jpg
Lage Hessen, Deutschland
Fläche 166,07 ha
Kennung 1411008
WDPA-ID 165373
Natura-2000-ID {{#property:p3425}}
Geographische Lage 49° 53′ N, 8° 43′ OKoordinaten: 49° 52′ 45″ N, 8° 43′ 25″ O
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Einrichtungsdatum 1993
Datei:Hessen Rossdorf and Ober-Ramstadt from north IMG 8306.JPG
Luftaufnahme der Scheftheimer Wiesen (untere Bildhälfte, 2015)

Die Scheftheimer Wiesen sind ein 1993 eingerichtetes Naturschutzgebiet von 166,07 ha Größe im Oberwald östlich von Darmstadt in Hessen.

Lage[Bearbeiten]

Die Scheftheimer Wiesen liegen südöstlich des Jagdschlosses Kranichstein zwischen der Dieburger Straße und der Bundesstraße 26. Sie beginnen nahe dem Steinbrücker Teich, der früher zur Wasserversorgung der Kranichsteiner Fasanerie diente. Die Wiesen ziehen sich entlang des Ruthsenbachs nach Südosten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die offenen Flächen der Wiesen dienten den Landgrafen von Hessen-Darmstadt im 16. und 17. Jahrhundert zum sogenannten Eingestellten Jagen, bei dem die Jäger bequem von Holztribünen das Wild erlegen konnten. Die weitere Nutzung nach dem Ende des Jagdbetriebs durch die Landesherren als Ackerflächen wurde im Gegensatz zu dem westlich der Wiesen gelegenen Oberfeld später aufgegeben. Es entwickelten sich Feuchtbiotope, die nunmehr geschützt sind.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Datei:Menhire Scheftheimer Wiesen.jpg
Menhiranlage am Ruthsenbach in der Nähe von Rossdorf

Im südöstlichsten Teil des Naturschutzgebietes befindet sich eine aus 14 wieder zusammengesetzten und aufgerichteten Granitblöcken (Megalithen) bestehende Anlage mit der Bezeichnung Menhiranlage von Darmstadt.<ref>Das hessische Stonehenge in der FAZ vom 15. November 2015, S. 46</ref> An der Bernhardsackerschneise liegen einige Hügelgräber.

Etymologie[Bearbeiten]

Historisch belegte Namensformen in Darmstadt:

  • Zu Scheftheim (1521)
  • uf schiffthum (ca. 1550)
  • vf Schefftum (1569)
  • am Schiffthumer weg (1581)
  • im Schaffthumb (1634)
  • Scheftheimer Schlag (1634)
  • Am Scheftheimer Weg links (1634)

Scheftheim ist eine urkundlich nicht belegte, wüst gefallene Siedlung in der Gemarkung Darmstadt.<ref> {{Internetquelle | hrsg= Hessisches Institut für Landesgeschichte | url= {{LAGIS/WeblinksZ|OL|13660}} | titel= Scheftheim, Stadt Darmstadt | titelerg= {{LAGIS/Datenbanknamen|OL }} (Stand: {{FormatDate|2018-08-24 }})| werk= Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS) |abruf-verborgen=0 | abruf= 2020-06-01 }}</ref> Der -heim-Name geht wohl auf ein (unklares) schwach belegtes mhd. schift für eine „abschüssige Stelle“ zurück.

Schefter ist eine historisch belegte Namensform in Darmstadt-Arheilgen:

  • Scheftirstrudin (14. Jahrhundert), wohl Strut „Buschwald“ es könnte aber auch eine früh verkürzte Form des Wüstungsnamens Scheftheim sein; wahrscheinlich aber ein früher Beleg für dialektal Schaftern als Bezeichnung für den Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense).

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Ramge: Südhessisches Flurnamenbuch, Hessische Historische Kommission Darmstadt, 2002, S. 809.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Naturschutzgebiet Scheftheimer Wiesen bei Darmstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Naturschutzgebiet
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Datei:Wappen Darmstadt.svg

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