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Scheidbogen

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Datei:REI St Zeno 23.jpg
Scheidbögen in der Kirche St. Zeno nach der Gotisierung 1518–1520

Der Scheidbogen (auch Scheidebogen) ist ein Bogen, der als Arkade das Mittelschiff einer Kirche vom Seitenschiff scheidet,<ref>Günther Wasmuth (Hrsg.): Wasmuths Lexikon der Baukunst, Bd. 4: P – Zyp. Wasmuth, Berlin 1932, S. 293.</ref> oder ein Bogen zwischen zwei benachbarten Seitenschiffen.<ref>Wilfried Koch: Baustilkunde – Europäische Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart. Sonderausgabe, Orbis Verlag, München 1988, ISBN 3-572-05927-5, S. 447.</ref> Er findet sich vor allem in Hallenkirchen.<ref>Art. Scheidbogen. In: Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart, 4. Aufl. 2005, S. 411.</ref> Ein Scheidbogen kann durch eine Scheidbogenrippe konstruktiv ersetzt oder dekorativ betont werden.<ref>Art. Scheidbogenrippe. In: Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart, 4. Aufl. 2005, S. 411.</ref> In diesem Fall spricht man – statt von einem Scheidbogen – auch von einer Scheidrippe.<ref>Dieter Kimpel, Robert Suckale: Die gotische Architektur in Frankreich, 1130–1270. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1985, S. 24.</ref>

Scheidbögen als Elemente von Gewölben und der Wandgliederung[Bearbeiten]

Scheidbögen begrenzen ein Joch in der Längsrichtung.<ref>Art. Gewölbe. In: Nikolaus Pevsner, Hugh Honour, John Fleming: Lexikon der Weltarchitektur. 2., erweiterte Aufl. 1987, ISBN 3-7913-0652-9, S. 230–232, hier S. 231.</ref> Ein Paar Gurtbögen, die das Joch in der Querrichtung abschließen, und ein Paar Scheidbögen ergeben ein Kreuzgewölbe.<ref>Günther Binding: Architektonische Formenlehre. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 4., überarbeitete und ergänzte Aufl. 1998, S. 122.</ref> Mit den Gurtbögen sowie den Pfeilern bzw. Säulen an den vier Ecken bilden die Scheidbögen ein Gewölbefeld als das Grundelement eines Gewölbes.<ref>Art. Gewölbefeld. In: Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart, 4. Aufl. 2005, S. 213.</ref>

Eine von Scheidbögen getragene Mauer heißt Scheidmauer.<ref>Wilfried Koch: Baustilkunde. Prestel, München, 32. Aufl. 2014, ISBN 978-3-7913-4997-8, S. 159.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Art. Scheidbogen. In: Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur (= Kröners Taschenausgabe. Band 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X, S. 411.
  • Scheidbogen. In: Hans-Joachim Kadatz: Wörterbuch der Architektur, Seemann, Leipzig, 2. Aufl. 1988, ISBN 3-363-00393-5, S. 237.
  • Scheidbogen. In: Wilfried Koch: Baustilkunde. Europäische Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart. Mosaik-Verlag, München 1982, ISBN 3-570-06234-1, S. 447.

Fußnoten[Bearbeiten]

<references />