Zum Inhalt springen

Schloss Ditzingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Ditzingen Schloss.jpg
Schloss Ditzingen

Schloss Ditzingen ist ein wesentlich im 15. und 16. Jahrhundert errichtetes Schloss in Ditzingen im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Es ist Kulturdenkmal gemäß § 28 DSchG BW.

Beschreibung[Bearbeiten]

Das noch heute von einem – trockengelegten – Graben umgebene einstige Wasserschloss ist in dem erhaltenen, etwa quadratischen Sockel mit drei kleinen Ecktürmen erkennbar; darauf befindet sich im Westen ein zweigeschossiges Hauptgebäude mit oberer Etage aus Fachwerk und Krüppelwalmdach. Ein vermutlich ehemaliges Wirtschaftsgebäude ist mit dem Hauptbau durch einen Zwischentrakt verbunden, sodass ein zweiflügeliges Gebäude entsteht. Die Anlage ist ummauert und mit einem Graben umgeben.<ref name="OAB">Beschreibung des Oberamts Leonberg. Herausgegeben von dem Königlich statistisch-topographischen Bureau, Stuttgart, Müller, 1852, S. 106.</ref> Das Schloss liegt in der Mitte eines etwa 2 Hektar großen, zum Schlossgelände gehörigen Parks;<ref name ="Heimatbuch">Stadt Ditzingen [Hrsg.]: Heimatbuch Ditzingen. Eigenverlag, Ditzingen 1966, S. 148.</ref>; eine dort befindliche Fachwerkscheuer aus dem 17. oder 18. Jahrhundert brannte am 23. Juli 1979<ref>Freiwillige Feuerwehr Ditzingen | Drehleiter |  . Abgerufen am 22. Januar 2025.</ref> ab.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Schloss wurde 1420 von den Herren von Gültlingen auf den Fundamenten einer abgegangenen Wasserburg des 12. oder 13. Jahrhunderts errichtet.<ref name="OAB" /><ref name="Heimatbuch" /> Im Jahre 1543 wurde die Anlage teilweise zerstört, jedoch ein Jahr später unter württembergischem Besitz wieder aufgebaut.<ref name="Dehio">Dagmar Zimdars [Bearb.]: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Baden-Württemberg I. Deutscher Kunstverlag, Berlin und München 1993, ISBN 3-422-03024-7, S. 142.</ref><ref name="PDF">Stadt Ditzingen: Historischer Stadtrundgang der Stadt Ditzingen (PDF; 3,6 MB). Eingesehen am 14. Februar 2014.</ref> 1550 wurde Wilhelm von Janowitz mit dem Schloss belehnt. Seine Nachkommen verkauften es 1665 an die Herren von Münchingen.<ref name="PDF" /> 1693 wurde das Schloss nochmals teilzerstört, jedoch wieder aufgebaut.<ref name="Dehio" /> 1891 kam es im Erbgang in den Besitz der Freiherren Hiller von Gaertringen.<ref name="PDF" /> Heute ist der zum Schloss gehörige Park öffentlich zugänglich, das Schloss befindet sich in Privatbesitz.<ref>Ulrich Gräf: Kunst- und Kulturdenkmale im Landkreis Ludwigsburg. Theiss, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0466-7, S. 87.</ref><ref>Stadt Ditzingen: Wichtige Gebäude in Ditzingen. Eingesehen am 14. Februar 2014.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Edelmannshaus Affalterbach | Schloss Aldingen | Burgruine Altroßwag | Burg Altsachsenheim | Altes Schloss Beihingen | Neues Schloss Beihingen | Obere Burg Besigheim | Oberamtei Besigheim | Untere Burg Besigheim | Schloss Bietigheim | Burg Bönnigheim | Steinhaus Bönnigheim | Schloss Ditzingen | Schloss Favorite | Mäuseturm Freudental | Schloss Freudental | Oberes Schloss Geisingen | Unteres Schloss Geisingen | Schloss Großbottwar | Schloss Großsachsenheim | Residenzschloss Grüningen | Schloss Harteneck | Schloss Hemmingen | Schloss Heutingsheim | Schloss Hochberg | Schloss Hochdorf (Eberdingen) | Schloss Hochdorf (Remseck) | Festung Hohenasperg | Burg Hoheneck | Schloss Hohenstein | Holderburg | Schloss Höpfigheim | Schloss Kaltenstein | Mittleres Schloss Kleinbottwar | Unteres Schloss Kleinbottwar | Schloss Kleiningersheim | Schlössle Kleinsachsenheim | Landschloss Korntal | Burg Lichtenberg | Residenzschloss Ludwigsburg | Burg Marbach | Schloss Marienwahl | Seeschloss Monrepos | Schloss Münchingen | Freihof Mundelsheim | Burg Nippenburg | Schloss Nippenburg | Kleines Schlössle Nußdorf | Schloss Nußdorf | Schloss Oßweil | Schloss Remseck | Schloss Riet | Burg Schaubeck | Schloss Schöckingen | Oberes Schlössle Sersheim | Stadionsches Schloss | Steinheimer Schlössle | Schloss Steinächle | Schloss Unterriexingen

Abgegangen: Aldinger Schlössle | Burg Bietigheim | Burg Bromberg | Burg Dauseck | Burg Eselsberg | Oberes Schloss Freudental | Burg Gründelbach | Reichsburg Grüningen | Burg Heimerdingen | Burg Hohenscheid | Jagdschloss Kirbachhof | Burg Kleinsachsenheim | Burg Neuroßwag | Burg Ottmarsheim | Burg Owenbuhel | Remminger Schlössle | Burg Richtenberg | Burgstall Rotenberg | Wasserschloss Schwieberdingen | Unteres Schlössle Sersheim | Schlüsselburg | Burg Steinheim (am Lehrhof) | Burg Steinheim (Murr) | Burg Vehingen | Wallburg Walheim | Burg Wolfsölden | Burg Wunnenstein

Warttürme: Wartturm Besigheim | Türmle Untermberg

Wehrkirchen: Wehrkirche Affalterbach | Wehrkirche Beihingen | Wehrkirche Benningen | Wehrkirche Bissingen | Wehrkirche Erdmannhausen | Wehrkirche Großingersheim | Wehrkirche Großsachsenheim | Wehrkirchhof Hessigheim | Wehrkirche Kleinsachsenheim | Wehrkirche St. Alexander (Marbach)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Koordinaten: 48° 49′ 41,5″ N, 9° 4′ 4,8″ O

 {{#coordinates:48,8282|9,068|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BW
   |type=landmark
  }}