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Schloss Vogtareuth

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Datei:Vogtareuth, RO - Kirchpl Nr 8 Schloss v S.JPG
Schloss Vogtareuth
Datei:Schloss Vogtareuth.PNG
Lageplan von Schloss Vogtareuth auf dem Urkataster von Bayern

Das denkmalgeschützte<ref>Liste der denkmalgeschützten Objekte in Vogtareuth</ref> Schloss Vogtareuth (auch Vogteigebäude Vogtareuth genannt) befindet sich in der oberbayerischen Gemeinde Vogtareuth im Landkreis Rosenheim (Kirchplatz 8) unmittelbar westlich der Pfarrkirche St. Emmeram. Die Anlage ist unter der Aktennummer D-1-87-181-6 als Baudenkmal verzeichnet. „Untertägige frühneuzeitliche Befunde im Bereich von Schloss Vogtareuth mit zugehörigem Wirtschaftshof und barocker Gartenanlage“ werden zudem als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-1-8039-0173 geführt.

Geschichte[Bearbeiten]

In einer Urkunde von 959 des Kaisers Otto I.<ref>RI II,1 n. 271, in: Regesta Imperii Online. Abgerufen am 26. Oktober 2025.</ref> an das Erzbistum Salzburg wird ein Graf Warmunt als einer der hiesigen Besitzer genannt, der im gleichen Jahr den locus Riuti iuxta aebum in pago Sundargque (Vogtareuth) an das Kloster Sankt Emmeram tradierte. Das Gebiet war Rodungsland und wurde von Barschalken als Rodungsbauern urbar gemacht.<ref>Historischer Atlas Bayern, 1970, S. 16</ref> Der Rotulus von 1031 nennt folgende Orte: Vogtareuth, Könbarn, Wölkham, Söchternau, Buch. Salland, weitere Vergaben an den clericus und an den villicus ergeben zusammen 112 1/2 Huben.<ref name=":0">Egon Johannes Greipl: Zur Grundherrschaft des Reichsstifts St. Emmeram zu Regensburg im 18. Jahrhundert. In: heimatforschung-regensburg.de. Abgerufen am 26. Oktober 2025.</ref>

Das Kloster Sankt Emmeram gehörte zudem zu den reichen Grundherren im Landgericht von Rosenheim. Seine Besitzungen bezogen sich auf Entleiten, Fussen, Gehering, Graben, Högering, Höhensteig, Kleinholzen, Kobel, Kragling, Kreut, Murnau, Oberwöhrn, Oed, Rögling, Spieln, Waldering, Westerndorf und Wurmsdorf<ref>Historischer Atlas Bayern, 1978, S. 116</ref>. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich die Propstei „Ruit“, das spätere Vogtareuth, zu einer geschlossenen Hofmark des Klosters. Ein Vertrag von 1526 zwischen dem Landesherrn, dem Herzogtum Bayern, und der Probstei regelte u. a. die Ausübung der Forst- und Fischrechte. 1539 entstand ein neues Vogteigebäude, das nach dem Ortsbrand von 1702 1703–04 wieder errichtet wurde. 1786 erreichte das Reichsstift St. Emmeram unter Fürstabt Frobenius Forster die Reichsunmittelbarkeit für Vogtareuth, verzichtete dafür im Gegenzug auf die Grundherrschaft für die außerhalb des Landgerichtes Kling liegenden Anwesen.<ref name=":0" />

Durch die Säkularisation kam 1803 die Propstei Vogtareuth an den Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg. Mit dem Pariser Vertrag von 1810 wurde das Fürstentum Regensburg in das Königreich Bayern eingegliedert und 1811 wurde das Propsteigericht aufgelöst.

Datei:DEU Vogtareuth COA.svg
Wappen der Gemeinde Vogtareuth

Das Wappen der Gemeinde Vogtareuth, ein in Rot und Silber gespaltenes Schild mit Schlüssel und Palmzweig, entspricht dem Wappen des Reichsabtei St. Emmeram.

Schloss Vogtareuth heute[Bearbeiten]

Das alte Vogteigebäude ist bei dem großen Ortsbrand am 4. Oktober 1702 zugrunde gegangen. 1703–04 wurde es unter Verwendung von Mauern des 1539 entstandenen Vorgängerbaus wieder aufgebaut.

Heute ist das ehemalige Vogteigebäude ein dreigeschossiger, schindelgedeckter Walmdachbau mit Flacherkern und einem rundbogigen Marmorportal aus dem 16. Jahrhundert. Zu dem Schloss gehört eine Schlossökonomie, ein erdgeschossiger, schindelgedeckter Walmdachbau, der gleichzeitig mit dem Schloss erbaut und auch wieder errichtet worden ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard van Dülmen: Historischer Atlas Bayern. Altbayern Reihe I, Heft 26: Traunstein. (Hrsg. Kommission für bayerische Landesgeschichte). Verlag Michael Lassleben (Kallmünz), München 1970.
  • Gertrud Diepolder, Richard van Dülmen & Adolf Sandberger: Historischer Atlas Bayern. Altbayern Reihe I, Heft 38: Rosenheim (Hrsg. Kommission für bayerische Landesgeschichte). München: Verlag Michael Lassleben (Kallmünz) 1978.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Schloss Vogtareuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Koordinaten: 47° 56′ 52,7″ N, 12° 10′ 57,1″ O

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