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Schmersau

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Schmersau
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(70)&title=Schmersau 52° 46′ N, 11° 35′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(70) 52° 45′ 35″ N, 11° 35′ 20″ O
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Höhe: 28 m ü. NHN
Fläche: 5,87 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 70 (31. Dez. 2024)<ref name="EW-2024" />
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1974
Eingemeindet nach: Gladigau
Postleitzahl: 39606
Vorwahl: 039392
Schmersau (Sachsen-Anhalt)
Schmersau (Sachsen-Anhalt)
Lage von Schmersau in Sachsen-Anhalt
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Schmersau gehört zur Ortschaft Gladigau und ist ein Ortsteil der kreisangehörigen Hansestadt Osterburg (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />

Geographie[Bearbeiten]

Schmersau, ein Straßendorf mit Kirche, liegt 11 Kilometer westlich von Osterburg und zwei Kilometer südwestlich von Gladigau, mit dem es über die Kreisstraße 1074 verbunden ist; diese führt in östlicher Richtung nach Orpensdorf und Flessau.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Nachbarorte sind Hagenau im Westen, Gladigau im Nordwesten, Orpensdorf und Rönnebeck im Nordosten, Natterheide im Südosten, sowie Späningen und Biesenthal im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter bis Neuzeit[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1337 erstmals urkundlich als smersowe erwähnt, beim Verkauf eines verlassenen Hofes durch Rule von Bismark an den Ortsschulzen.<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Smersowe und Smersow aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Weitere Nennungen sind 1406 das dorpe to Smersow und 1687 Schmersow.<ref name="HOB-12" />

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort geplündert und teilweise zerstört.<ref name="HP" /> Beckmann berichtete 1753 über diese Verhältnisse im grossen Krieg: der örtliche Pfarrer war 13 Mal ausgeplündert worden.<ref name="Beckmann-2" />

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Das Dorf gehörte bis 1807 zum Stendalschen Kreis, danach bis 1813 zum Landkanton Osterburg im Königreich Westphalen, ab 1816 kam die Gemeinde in den Kreis Osterburg, den späteren Landkreis Osterburg in der preußischen Provinz Sachsen.<ref name="HOB-12" />

Am 1. April 1939 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Schmersau und Orpensdorf zu einer Gemeinde mit dem Namen Schmersau.<ref name="AB-RB-Magdeburg" />

Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Schmersau in den Kreis Osterburg umgegliedert. Die Gemeinde Schmersau wurde am 1. Februar 1974 aufgelöst und mit ihrem Ortsteil Orpensdorf in die Gemeinde Gladigau eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" /> Am 1. Juli 2009 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinde Gladigau mit anderen Gemeinden zur neuen Einheitsgemeinde Hansestadt Osterburg (Altmark).<ref name="AB-SDL" /> Die Ortsteile Schmersau und Orpensdorf kamen dadurch zur neuen Ortschaft Gladigau und zur Hansestadt Osterburg (Altmark).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 124
1772 129
1790 156
1798 166
1801 178
1818 168
1840 196
1864 209
Jahr Einwohner
1867 [0]211<ref name="HP" />
1871 191
1885 200
1892 [00]199<ref name="Zahn-1928" />
1895 196
1900 [00]195<ref name="Zahn-1928" />
1905 192
1910 [00]186<ref name="Zahn-1928" />
Jahr Einwohner
1925 218
1936 [0]183<ref name="HP" />
1939 262
1946 422
1964 293
1971 271
2011 [00]079<ref name="EW-2012" />
2012 [00]079<ref name="EW-2012" />
Jahr Einwohner
2018 [00]76<ref name="EW-2019" />
2019 [00]74<ref name="EW-2019" />
2020 [00]75<ref name="EW-2020" />
2021 [00]72<ref name="EW-2022" />
2022 [00]76<ref name="EW-2023" />
2023 [00]75<ref name="EW-2023" />
2024 [0]70<ref name="EW-2024" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1971:<ref name="HOB-12" />

Religion[Bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Schmersau, die früher zur Pfarrei Schmersau bei Meßdorf gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Gladigau im Kirchenkreis Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Schmersau stammen aus dem Jahre 1675.<ref name="Machholz" />

Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die evangelische Dorfkirche Schmersau, ein spätromanischer Feldsteinbau aus dem Ende des 12. Jahrhunderts, wurde im 19. Jahrhundert umgebaut.<ref name="HP" />
  • Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.
  • Das Dorfgemeinschaftshaus wird zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr genutzt, die vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Schmersau e. V. unterstützt wird.<ref name="HP" />
  • In Schmersau steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, eine Ziegelsteinwand mit angebrachter Tafel.<ref name="Denkmalprojekt" />

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ernst Kredel jun. (1893–1985), deutscher Offizier und Schriftsteller, geboren in Schmersau

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="AB-RB-Magdeburg">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1939, ZDB-ID 3766-7, S. 6, Nr. 37.</ref>

<ref name="AB-SDL">Landkreis Stendal: Gebietsänderungsvertrag zur Bildung der neuen Gemeinde Hansestadt Osterburg (Altmark). In: Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 2, 28. Januar 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 13–19 (landkreis-stendal.de [PDF; 512 kB; abgerufen am 18. April 2020]).</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Beckmann-2">Johann Christoph Becmann, Bernhard Ludwig Beckmann: Historische Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg. Band 2, 5. Teil, 1. Buch, VII. Kap. Berlin 1753, Spalte 48 (uni-potsdam.de).</ref>

<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 8. Mai 2021.</ref>

<ref name="Denkmalprojekt">Schmersau, Stadt Osterburg (Altmark), Landkreis Stendal. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. Januar 2021, abgerufen am 2. Oktober 2022.</ref>

<ref name="EW-2012">So viele Einwohner zählen die einzelnen Orte. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Osterburg. 12. Januar 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 11. April 2020]).</ref>

<ref name="EW-2019">Nico Maß: Nur noch vierstellig. In: Osterburger Volksstimme. 21. Januar 2020, DNB 1047269554, S. 13.</ref>

<ref name="EW-2020">Nico Maß: Osterburg schrumpft. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 9. Januar 2021, DNB 1047269554, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2022">Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20.</ref>

<ref name="EW-2023">Nico Maß: Zurück im Minus. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 18. Januar 2024, DNB 1047269554, S. 13.</ref>

<ref name="EW-2024">Nico Maß: Osterburg schrumpft. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 8. Januar 2025, DNB 1047269554, S. 13.</ref>

<ref name="Hauptsatzung">Hansestadt Osterburg (Altmark): Hauptsatzung Hansestadt Osterburg (Altmark), § 15 Ortschaftsverfassung vom 3. Juli 2019. 5. Juli 2019, abgerufen am 10. April 2020.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="HP">Corrie Leitz: Der Ortsteil Schmersau stellt sich vor. In: osterburg.de. 2017, abgerufen am 8. Mai 2021.</ref>

<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg">Ernst Haetge: Der Kreis Osterburg (= Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen. Band 4). Hopfer, Burg bei Magdeburg 1938, DNB 361451652, S. 279–281.</ref>

<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 298.</ref>

<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Gladigau. Abgerufen am 28. Oktober 2022.</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

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