Zum Inhalt springen

Schmerzkrankheit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Klassifikation nach ICD-10
F62.8 Sonstige andauernde Persönlichkeitsänderungen
Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom
R52.0 Akuter Schmerz
R52.1 Chronischer unbeeinflussbarer Schmerz
R52.2 Sonstiger chronischer Schmerz
R52.9 Schmerz, nicht näher bezeichnet
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Der Begriff Schmerzkrankheit oder Schmerzsyndrom beschreibt den (in aller Regel chronischen) Schmerz als eigenständiges Krankheitsbild, abgekoppelt und unabhängig von dessen Ursachen.

Definition[Bearbeiten]

Als schmerzkrank bezeichnet man Patienten, bei denen der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren und einen eigenständigen Krankheitswert erlangt hat.<ref>Weiterbildungsordnung der Bayerischen Landesärztekammer vom 1. Januar 2009, pdf</ref>

Im ICD-10 bildet sich die Schmerzkrankheit derzeit nur ungenügend ab.<ref>Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e. V.: Chronischer Schmerz wird durch internationale Diagnose-Klassifikation nicht erfasst, Presse-Mitteilung vom 27. Februar 2006, pdf</ref>

Ursache[Bearbeiten]

Die Ursache des Auftretens einer Schmerzkrankheit ist das langfristige Bestehen von Schmerzzuständen die unabhängig von den Ursachen des Schmerzes zu psychopathologischen Veränderungen führen.<ref name=q1 /> Eine unzureichende Therapie und ein ungeeigneter Umgang mit dem Schmerz (Schmerzbewältigung) kann zu einer Fixierung auf den Schmerz und damit dem Beginn einer Schmerzkrankheit führen.<ref>Strian F.: Schmerz, C.H.Beck, 1996, S. 7ff., ISBN 3-406-40336-0, hier online</ref> Nicht immer sind bei den Betroffenen die Ursachen des Schmerzes offensichtlich.<ref>Hausotter W.: Begutachtung somatoformer und funktioneller Störungen, Urban & Fischer Verlag, 2004, S. 66, ISBN 3-437-22047-0, hier online.</ref>

Auswirkungen[Bearbeiten]

Von der Schmerzkrankheit Betroffene haben häufig eine lange Krankheitsgeschichte hinter sich und leiden oft an einem verminderten Selbstwertgefühl und Depressionen. Die Erkrankung ist eine häufige Ursache für Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit oder gestörte soziale Interaktionen in Familie und Partnerschaft.<ref name=q1>Altmeyer S. 87 ff., e.a.: Theorie und Praxis der systemischen Familienmedizin, Vandenhoeck & Ruprecht, 2003, ISBN 3-525-46173-9, hier online.</ref>

Therapie[Bearbeiten]

In der Therapie stellt die Schmerzkrankheit ursachenunabhängig als eigenständiges Krankheitsbild dar. Die Behandlung sollte interdisziplinär erfolgen.<ref name=q1 />

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein