Schopfhof
Schopfhof Gemeinde Büchenbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(13)&title=Schopfhof 49° 16′ N, 11° 0′ O
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| Höhe: | 386 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 13 (1. Okt. 2019)<ref name="Einwohner">Gemeinde Büchenbach – Büchenbach im Detail. In: Webseite Gemeinde Büchenbach. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. September 2021; abgerufen am 9. September 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91186 | |||||
| Vorwahl: | 09178 | |||||
Schopfhof (fränkisch: Schobfhuf<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 67. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šóbfhūf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Büchenbach im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Schopfhof liegt in der Gemarkung Günzersreuth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geographische Lage[Bearbeiten]
Der Weiler liegt sechs Kilometer südlich von Schwabach und sieben Kilometer westlich von Roth. Westlich steigt das Gelände zum 436 m ü. NHN hohen „Eichelberg“ hin an, einem südlichen Ausläufer des Heidenberges. Östlich liegt der 397 m ü. NHN hohe „Schillbuck“. Südlich des Ortes fällt die Landschaft sanft zum Tal der Aurach hin ab, einem linken Nebenfluss der Rednitz. Im Südosten liegt das Waldgebiet „Fuchslöcher“. Nördlich des Ortes speist ein Wiesenbach, der am Fuß des Heidenberges entspringt, zwei fischwirtschaftlich genutzte Teiche. Ringsum erstrecken sich weitläufig angelegte Agrarflächen, die in den 1970er Jahren im Zuge der Flurbereinigung reorganisiert wurden. Die Kreisstraße RH 5 führt nach Götzenreuth (0,8 km südwestlich) bzw. nach Kühedorf (1,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Schopfhof liegt rings umgeben von ausgedehnten Wasser- und Landschaftsschutzgebieten (des LSG südliches mittelfränkisches Becken, West), gehört aber selbst nicht zu dessen Schutzfläche.<ref>Landschaftsschutzgebiet</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Das Gebiet um Schopfhof war bereits in der nacheiszeitlichen Steinzeit von Menschen besiedelt. Ein etwa 300 Meter östlich des Ortes gelegener und als Bodendenkmal (D-5-6732-0092) geschützter Siedlungsplatz belegt dies. Auch mehrere Siedlungen der Bronze- und vorrömischen Eisenzeit (D-5-6732-0086 und D-5-6732-0091) befanden sich im Umkreis von etwa einem Kilometer.<ref name="Denkmalliste Büchenbach">LfD-Liste für Büchenbach, Seiten 4 und 6</ref> Zur Zeitenwende war das Gebiet der südlichste Ausläufer des Siedlungsgebietes der Narisker. Während der römischen Expansion wurde die Besiedlung aufgegeben, denn der Limes befand sich nur einen strengen Tagesmarsch nach Süden entfernt und die Zeiten wurden zu unruhig. Aus der Völkerwanderung von 300–600 n. Chr. fehlen jegliche Befunde und setzen erst unter den Karolingern sporadisch wieder ein, als Schopfhof dem Sualafeldgau zugehörte.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Geschichte Büchenbach Seite 13 (.pdf) ( des Vorlage:IconExternal vom 16. April 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
1282 wurde der Ort als „Schoppheloch“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="E130">F. Eigler: Schwabach, S. 130.</ref> Das Grundwort des Ortsnamens Loch bezeichnet ein Wald- oder Feuchtgebiet. Die Bedeutung des Bestimmungswortes bleibt unklar.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 67.</ref><ref name="Schopfhof">Schopfhof auf der Website buechenbach.de</ref> Im Salbuch für das eichstättische Pflegamt Abenberg, das ca. 1300 aufgestellt wurde, wurde der Ort als „Schophloch“ erwähnt. Zu dieser Zeit hatte der Bischof dort eine Hube. Um 1400 wurde der Hof gegen ein Gut in Kühedorf eingetauscht. Im 17. Jahrhundert wurde der Einzelhof in zwei Halbhöfe zerschlagen.<ref name="E130"/> Im Jahre 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Schopfhof zwei Anwesen, die beide dem Spital Schwabach unterstanden.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 297.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Schopfhof zur Realgemeinde Götzenreuth. In Schopfhof gab es weiterhin zwei Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Die zwei Halbhöfe hatten das Kastenamt Schwabach und Spital Schwabach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt der Schopfhof die Hausnummern 8 bis 10 des Ortes Götzenreuth.<ref name="E421">F. Eigler: Schwabach, S. 421.</ref> Im Jahre 1802 gab es im Ort zwei Anwesen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 179.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Schopfhof dem Steuerdistrikt Günzersreuth und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Günzersreuth zugeordnet. Am 1. Januar 1972 wurde Schopfhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Büchenbach eingegliedert.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 473 f.</ref><ref>Büchenbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. April 2025.</ref>
Der Ort lebte jahrhundertelang vom Hopfenanbau.<ref name="Schopfhof"/>
Baudenkmal[Bearbeiten]
- Haus Nr. 81⁄2: Wohnstallhaus mit Stallgebäude<ref>Denkmalliste für Büchenbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Kammerstein) gepfarrt.<ref name="E421"/> Die Katholiken waren ursprünglich nach St. Vitus (Veitsaurach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei St. Sebald (Schwabach) zuständig.<ref>Katholische Pfarrei St. Sebald, Schwabach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 28. Mai 2023.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Schopfhöfe. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 179 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Hans Hinterholzinger: Die Geschichte der Anwesen Götzenreuth und Schopfhof. Abenberg-Kammerstein 1987, DNB 881150371.
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 312.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks[Bearbeiten]
- Ortsteile > Schopfhof. In: buechenbach.de. Abgerufen am 3. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Schopfhof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Schopfhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
- Landeanflug auf Gauchsdorf (EDPH) mit schönen Luftaufnahmen vom Heidenberg; Schopfhof ist von 02:00 bis 02:34 links im Bild, Youtube, 04:02
Fußnoten[Bearbeiten]
<references responsive />
Asbach | Aurau | Breitenlohe | Büchenbach | Gauchsdorf | Götzenreuth | Hebresmühle | Kühedorf | Neumühle | Ottersdorf | Schopfhof | Tennenlohe | Ungerthal