Schunkeln
Schunkeln ist die Bezeichnung für eine rhythmische Bewegung im Takt eines dazu gesungenen Liedes oder zu Musik – meist im 3/4-Takt. Dabei haken die Teilnehmer sich mit den Armen unter und bewegen sich auf der Stelle seitwärts hin und her,<ref name="dwds">schunkeln. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.Vorlage:Abrufdatum</ref> oft wird auch nur im Sitzen der Oberkörper bewegt.<ref name="DeutscheWelle">Schunkeln. Deutsche Welle, 2026, abgerufen am 6. April 2026.</ref> Das Schunkeln ist überwiegend im deutschen Sprachraum verbreitet (in der Schweiz fast gar nicht) und hat sich hier als Brauch vor allem im Karneval<ref name="DeutscheWelle" /> und bei Veranstaltungen mit volkstümlicher Musik etabliert.<ref>Stars der volkstümlichen Musik: Schunkeln mit Jesus. In: evangelisch.de. Portal des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik, abgerufen am 6. April 2026.</ref>
Etymologisch wird der Begriff im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm vom Verb schaukeln und dem Substantiv Schaukel<ref name="dwds" /> abgeleitet, die regional früher auch als Schunkel bezeichnet wurde, vor allem im Dialekt Thüringens und im Obersächsischen.<ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref><ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref> In der Enzyklopädie von Johann Georg Krünitz aus dem 18. Jahrhundert ist das Verb schuckeln in der Bedeutung „schnell schaukeln“ verzeichnet,<ref>Vorlage:Krünitz</ref> ebenso im Wörterbuch der hochdeutschen Mundart bei Johann Christoph Adelung (1793).<ref>Vorlage:Adelung-1793</ref> Als tanzähnliche Bewegung war das Schunkeln bis ins 19. Jahrhundert zumindest unter dieser Bezeichnung nicht bekannt.<ref>Wie man „schunkeln“ in einem Satz verwendet. IDM 2026, abgerufen am 6. April 2026.</ref>
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Menschen beim Schunkeln, 1953 in Leipzig
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Schunkeln bei der Beerdigung des Hoppeditz als traditioneller Ausklang des Düsseldorfer Karnevals
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />