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Schwalbentangare

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Schwalbentangare
Datei:Tersina viridis - Júlio Castellain - 320321078.jpeg

Schwalbentangare (Tersina viridis), Männchen

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Tangaren (Thraupidae)
Unterfamilie: Dacninae
Gattung: Tersina
Art: Schwalbentangare
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Tersina
Vieillot, 1819
Wissenschaftlicher Name der Art
Tersina viridis
(Illiger, 1811)
Datei:Tersina viridis - Guillermo Debandi - 197935442.jpeg
Schwalbentangare (Tersina viridis), Weibchen
Datei:Tersina viridis map.svg
Verbreitungskarte der Schwalbentangare (Tersina viridis)

Die Schwalbentangare (Tersina viridis) ist mit einer Körperlänge von 14 Zentimetern ein mittelgroßer Vertreter aus der Familien der Tangaren.

Merkmale[Bearbeiten]

Das Männchen hat ein türkisblaues, metallisches schimmerndes Federkleid, der Bauch ist weiß. Um die Augen besitzt es einen schwarzen Farbfleck. Die Beine, die Kehle sind schwarz und der Schnabel ist metallisch silbern gefärbt. Das Weibchen ist leuchtendgrün, die Kehle ist an den Flügeln und am Bauch mit gelben Flecken versehen. Des Weiteren haben sie schwarze kleine Streifen am Bauch, an den Flügelspitzen sowie am Schwanz. Die Kehle und das Gesicht sind bräunlich. Der Bereich um die Augen ist mit grauen kleineren Tupfen versehen, während er beim Männchen völlig schwarz ist. Der mit einem kurzen Harken versehene Schnabel ist metallisch schwarz.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Die Schwalbentangare kommt im Osten von Panama und in Südamerika bis nach Nord-Argentinien vor. Die Vögel bewohnen dort das offene Waldland, die Waldränder, den Galeriewald sowie Sekundärwälder.

Lebensweise[Bearbeiten]

Die geselligen Vögel ziehen in kleineren Trupps von bis zu zwölf Mitgliedern durch die Wälder. Sie ernähren sich von Früchten, die sie am Boden, in den Bäumen suchen oder von Insekten, die sie im Flug fangen.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Während der Balz verneigen sich Männchen und Weibchen voreinander. Das Nest wird in Felshöhlen, Dämmen oder menschlichen Bauwerken wie Brücken selbst angelegt oder es werden vorhandene Höhlen verwendet. Darin legt das Weibchen drei Eier, die Brutdauer beträgt zwischen 12 und 18 Tagen. Danach verbleiben die Jungen noch bis zu drei Wochen im Nest. Vögel, die in höheren Lagen leben, ziehen zur Brutzeit in tieferliegende Gebiete.

Unterarten[Bearbeiten]

Es sind folgende Unterarten bekannt.<ref>IOC World Bird List Tanagers and allies</ref>

Tersina coerulea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vieillot, 1819<ref name="vieillot401">Louis Pierre Vieillot (1819), S. 401–402</ref>, Procnias hirundacea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Swainson, 1821<ref name="swainson401">William Swainson (1821), Tafel 21 & Text</ref>, Procnias cyanotropus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wied-Neuwied, 1820<ref name="wied184">Maximilian zu Wied-Neuwied (1820), S. 184 & 187</ref> und Chelidorhamphus orhycterus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bertoni, AW 1901<ref name="bertoni102">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1901), S. 102–103</ref> werden alle als Synonyme zur Nominatform betrachtet.

Etymologie und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Datei:Zoological Illustrations Volume I Plate 21.jpg
Schwalbentangare illustriert von William Swainson

Die Erstbeschreibung der Schwalbentangare erfolgte 1811 durch Johann Karl Wilhelm Illiger unter dem Namen Hirundo viridis. Als Verbreitungsgebiet gab er das östliche Brasilien an. Außerdem bezog er sich auf L'Hirondelle verte<ref name="temminck245">Coenraad Jacob Temminck (1807), S. 245–246.</ref> von Coenraad Jacob Temminck.<ref name="illiger228"/> 1819 führte Louis Pierre Vieillot die neue Gattung Tersina für sein Synonym Tersina coerulea ein.<ref name="vieillot401"/> Dieser Name leitet sich von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab.<ref>Tersina The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artepitheton viridis stammt von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab.<ref>viridis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Occidentalis hat seinen Ursprung in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>occidentalis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, grisescens in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>grisescens The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, coerulea in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>coerulea The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, hirundacea in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>hirundacea The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> und orhycterus in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).<ref name="bertoni102"/> Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay einen Balg, gesammelt von Adolf Neunteufel (1909–1979) in Samo-ú im Departamento Alto Paraná, zur Verfügung. Für Paraguay nannte er die Unterart Tersina viridis viridis. In der Literatur betrachtete er in Sapucai<ref name="chubb620">Charles Chubb (1910), S. 620.</ref> durch Charles Chubb, in Jagua Rasapa im Distrikt Pirapó<ref name="bertoni102"/> sowie im Departamento Alto Paraná<ref name="bertoni62">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 62.</ref> durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und am Fluss Tebicuary<ref name="wetmore1">Carl Eduard Hellmayr, (1936), S. 1.</ref> durch Carl Eduard Hellmayr einige Nachweise für das Land.<ref name="laubmann153">Alfred Laubmann (1940), S. 153–154.</ref>

Gefährdung[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer weiten Verbreitung und das für diese Vogelart keinerlei Gefährdungen bekannt sind, stuft die IUCN diese Art als nicht gefährdet (Least Concern) ein. Der Populationstrend wurde mit stabil von der IUCN veröffentlicht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnaldo de Winkelried Bertoni: Aves nuevas del Paraguay. Continuación á Azara. In: Anales cientificos paraguayos. Band 1, 1901, S. 1–216 (biodiversitylibrary.org).
  • Ludlow Griscom: A collection of Birds from Cana, Darien. In: Bulletin of the Museum of Comparative Zoology at Harvard College. Band 69, 1929, S. 149–190 (biodiversitylibrary.org).
  • Carl Eduard Hellmayr, Wilfred Hudson Osgood: Catalogue of Birds of the Americas and the Adjacent Islands. In: Field Museum Natural History Publications (Publication 365) (= Zoological Series). Band 13, Nr. 9, 1936, S. 1–258 (biodiversitylibrary.org).
  • Johann Karl Wilhelm Illiger: Prodromus systematis mammalium et avium additis terminis zoographicis utriusque classis, eorumque versione germanica. Sumptibus C. Salfeld, Berlin 1811 (biodiversitylibrary.org).
  • Rupert O. Matthews: Faszinierende Vogelwelt. Karl-Müller-Verlag, Erlangen 1992, ISBN 978-3-86070-320-5, S. 174, 175.
  • Philip Lutley Sclater: Description or a second species of the Genus Procnias. In: Proceedings of the Zoological Society of London. Band 22, 1855, S. 249 (biodiversitylibrary.org – 1854).
  • William Swainson: Zoological illustrations, or, Original figures and descriptions of new, rare, or interesting animals: selected chiefly from the classes of ornithology, entomology, and conchology, and arranged on the principles of Cuvier and other modern zoologists. Band 1. Printed by R. and A. Taylor for Baldwin, Cradock, and Joy; and W. Wood, London 1821 (biodiversitylibrary.org – Publizier vn 1820 bis 1821 in mehreren Lieferungen).
  • Louis Pierre Vieillot: Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle, appliquée aux arts, à l'agriculture, à l'économie rurale et domestique, à la médecine, etc. Par une société de naturalistes et d'agriculteurs. Band 33. Deterville, Paris 1819, S. 401 (biodiversitylibrary.org).
  • Philip Whitfield (Hrsg.): Das große Weltreich der Tiere. Planet Media AG, Zug 1992, ISBN 978-3-8247-8614-5, S. 372,373.
  • Maximilian zu Wied-Neuwied: Reise nach Brasilien in den Jahren 1815 bis 1817; mit zwei und zwanzig Kupfern, neunzehn Vignetten und drei Karten. Band 1. Heinrich Ludwig Brönner, Frankfurt 1820, S. 184, 187 (biodiversitylibrary.org).

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Schwalbentangare (Tersina viridis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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