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Sebastian Brehm

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Datei:Brehm Foto.jpg
Sebastian Brehm (2021)

Sebastian Brehm (* 18. Oktober 1971 in Nürnberg<ref>Zur Person. CSU, abgerufen am 29. September 2017.</ref>) ist ein deutscher Politiker (CSU). Er war von 2017 bis 2025 Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Nürnberg-Nord.

Familie[Bearbeiten]

Sebastian Brehm wurde als Sohn des Steuerberaters Peter Brehm geboren. Brehm ist evangelischer Konfession, verheiratet und Vater von zwei Kindern.<ref name="nordbayern.de" /><ref name="bundestag/bio" /><ref name="sebastianbrehm.de/Lebenslauf" />

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Er wuchs in Nürnberg auf und absolvierte 1991 das Abitur an der Rudolf-Steiner-Schule Nürnberg.<ref name="nordbayern.de">Klaus Tscharnke: Kommunalwahlen: CSU kürt Brehm zum OB-Kandidaten. In: nordbayern.de. Verlag Nürnberger Presse, 15. März 2013, abgerufen am 17. November 2019.</ref><ref name="bundestag/bio" /> Die Waldorfschule im Nürnberger Stadtteil St. Jobst hat einen anthroposophischen Hintergrund. Brehm leistete im Anschluss seinen einjährigen Wehrdienst im Nachschubbataillon 4 im oberpfälzischen Amberg und erreichte den Dienstgrad Hauptgefreiter.<ref name="sebastianbrehm.de/Lebenslauf">Sebastian Brehm: Lebenslauf. In: sebastianbrehm.de. Sebastian Brehm, 2019, abgerufen am 17. November 2019.</ref> Anschließend studierte er ab 1992 Betriebswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen/Nürnberg und schloss 1998 sein Studium erfolgreich als Diplom-Kaufmann ab.<ref name="bundestag/bio" /><ref name="sebastianbrehm.de/Zur-Person">Sebastian Brehm: Sebastian Brehm. In: sebastianbrehm.de. 2019, abgerufen am 16. November 2019.</ref> Nachfolgend begann er unmittelbar mit der Ausbildung zum Steuerberater und erhielt 2003 die Zulassung.<ref name="bundestag/bio" /> Erste berufliche Erfahrungen sammelte Brehm in der Steuerkanzlei seines Vaters. Die Nürnberger Steuerkanzlei führte er danach in dritter Generation weiter.<ref name="sebastianbrehm.de/Zur-Person" /> Brehm arbeitete trotz seines Bundestagsmandats als Steuerberater und zudem fungierte er während seines Mandats als Geschäftsführer von drei Steuerberatungsgesellschaften.<ref>Claudia von Salzen: Jeder vierte Abgeordnete verdient sich etwas dazu. In: Der Tagesspiegel. Verlag Der Tagesspiegel GmbH, 16. August 2019, abgerufen am 17. November 2019.</ref> Er gehörte damit zu den Abgeordneten mit den höchsten Nebeneinkünften.<ref name=":0" />

Brehm war bis zum 31. Januar 2018 Mitglied im Aufsichtsrat der Messe Nürnberg GmbH und im Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Nürnberg mbH (kurz wbg). Im Klinikum Nürnberg zählte er bis 2018 zum Mitglied des Verwaltungsrates. Auch bei der Sparkasse Nürnberg wirkte er als Mitglied des Verwaltungsrates von 2008 bis Mai 2018 mit.<ref name="bundestag/bio" />

Seit dem 1. März 2026 ist Sebastian Brehm Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn. Er gehört damit zu den drei Aufsichtsratsmitgliedern, die von den Bundestagsfraktionen der schwarz-roten Koalition vorgeschlagen wurden.<ref>Neubesetzung der Anteilseignerbank im Aufsichtsrat der Deutsche Bahn AG erfolgreich auf den Weg gebracht. Bundesministerium für Verkehr, 4. Februar 2026, abgerufen am 25. Februar 2026.</ref>

Partei[Bearbeiten]

Datei:Sebastian Brehm im Bundestag.jpg
Brehm im Bundestag

Im Alter von 16 Jahren trat Brehm 1988 in die Schülerunion und die Junge Union ein. Zwei Jahre später wurde er zum Vorsitzenden des Stadtverbands Nürnberg der Schülerunion im Bezirksverband Nürnberg/Fürth/Schwabach gewählt. Den Vorsitz übte er bis 1992 aus. Von 1996 bis 1998 war Brehm Kreisvorsitzender der Jungen Union Nürnberg-Ost. Den Bezirksvorsitz der Jungen Union, Bezirksverband Nürnberg/Fürth/Schwabach hatte er von 1998 bis 2004 inne. Von 2003 bis 2005 war er stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern.<ref name="bundestag/bio" /><ref name="sebastianbrehm.de/Zur-Person" />

Seit 1992 gehört er der Mittelstandsunion (MU) an und ist seit 2013 Kreisvorsitzender der Verbands Nürnberg-Ost.<ref name=".bundestag.de/518666-518666">Sebastian Brehm, CDU/CSU. Deutscher Bundestag, abgerufen am 17. September 2019.</ref> 2017 wurde er zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der MU und zum Mitglied des Bundesvorstands Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) gewählt. Er gehört darüber hinaus der Steuerkommission der MIT an. 2022 wurde Sebastian Brehm zum Vorsitzenden der Mittelstands-Union Bayern gewählt.

Seit 2007 ist er Schatzmeister des CSU-Bezirksverband Nürnberg/Fürth/Schwabach und seit 2013 Kreisvorsitzender der CSU Nürnberg-Ost.<ref name=".bundestag.de/518666-518666">Sebastian Brehm, CDU/CSU. Deutscher Bundestag, abgerufen am 17. September 2019.</ref>

Im September 2021 wurde Sebastian Brehm auf dem Parteitag der CSU als Landesschatzmeister in das Präsidium gewählt und ist seitdem Mitglied des engeren Parteivorstandes.<ref>Wahlen: Parteitag bestätigt CSU-Chef Söder mit großer Mehrheit. In: Die Zeit. 10. September 2021, abgerufen am 23. November 2021.</ref>

Kommunalpolitik[Bearbeiten]

Von 2002 bis 2017 war Brehm Mitglied des Nürnberger Stadtrates.<ref name="bundestag/bio" /> Er war als finanzpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion in verschiedenen Stadtratsgremien wie Ältestenrat, Rechnungsprüfungsausschuss, Ausschuss für Stadtplanung und Werkausschuss Servicebetrieb Öffentlicher Raum vertreten.<ref>Sebastian Brehm. CSU Stadtratsfraktion Nürnberg, abgerufen am 16. November 2019.</ref> Im Jahre 2009 übernahm Brehm den Fraktionsvorsitz im Nürnberger Stadtrat. 2017 gab er diesen an den stellvertretenden Kreisvorsitzender der CSU, Marcus König, ab.<ref name=".bundestag.de/518666-518666" /><ref>Andreas Franke und Sabine Stoll: OB-Wahl in Nürnberg: CSU schickt König und Lehner ins Rennen. In: Nürnberger Nachrichten. nordbayern.de, 29. Mai 2019, abgerufen am 16. November 2019.</ref> 2013 wurde er als Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahlen 2014 in Nürnberg aufgestellt.<ref>CSU will mit Sebastian Brehm Nürnberger Rathaus zurückerobern. In: Focus Online. (focus.de [abgerufen am 29. September 2017]).</ref> Mit lediglich 24,1 Prozent der Stimmen erzielte er jedoch das schlechteste Ergebnis eines Nürnberger CSU-Kandidaten in der Nachkriegszeit.<ref>Olaf Przybilla: Achtung, Söder! Kommunalwahl in Nürnberg. In: Süddeutsche Zeitung. 19. März 2014, abgerufen am 28. August 2019.</ref> Das selbst gesteckte Ziel des Erreichens der Stichwahl verfehlte er, da der ehemalige Oberbürgermeister Ulrich Maly 67,1 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte.<ref>Kommunalwahlen in Bayern. In: Der Tagesspiegel. 16. März 2014, abgerufen am 17. November 2019.</ref>

Bundestag[Bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2017 trat er im Wahlkreis Nürnberg Nord (244) an und gewann mit 45.340 Stimmen (31,3 Prozent) das Direktmandat als Nachfolger von Dagmar Wöhrl.<ref>Ergebnis und Wahlsieger im Wahlkreis 244. In: Welt Online. 25. September 2017, abgerufen am 16. November 2019.</ref> Für die CDU/CSU-Fraktion war Brehm im 19. Deutschen Bundestag ordentliches Mitglied im Finanzausschuss und stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss sowie im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.<ref name="bundestag/bio">Abgeordnete: Sebastian Brehm, CDU/CSU. Deutscher Bundestag, abgerufen am 16. November 2019.</ref><ref>Biografien. Deutscher Bundestag, abgerufen am 10. April 2020.</ref>

Darüber hinaus war Brehm finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der CSU im Deutschen Bundestag und leitet den Arbeitskreis III (Finanzen und Haushalt) der CSU-Landesgruppe.<ref>Arbeitskreise/Sprecher. CSU-Landesgruppe, abgerufen am 23. November 2021.</ref> Brehm setzte sich 2019 für die Senkung von Unternehmenssteuern bei Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften ein und begründete dies mit dem internationalen Wettbewerb und der konjunkturellen Abkühlung.<ref>Union kontert SPD und will Unternehmenssteuern senken: „Billige Neiddebatte“. In: FAZ. 23. August 2019, abgerufen am 28. August 2019.</ref> Er zielte auf eine Reduzierung des Körperschaftsteuersatzes von 15 auf 10 Prozent.<ref>Albert Funk: Union will Belastung massiv senken. In: Tagesspiegel Online. 23. August 2019, abgerufen am 28. August 2019.</ref>

Bei der Bundestagswahl 2021 konnte er mit 28,5 Prozent der Erststimmen sein Direktmandat mit einem Vorsprung von 5,9 Prozentpunkten zur Zweitplatzierten verteidigen.<ref>Gewählte in Landeslisten der Parteien in Bayern. Der Bundeswahlleiter, abgerufen am 4. November 2021.</ref>

Laut einer Auswertung des Zeitraums Herbst 2017 bis 31. Juli 2019 durch Spiegel und abgeordnetenwatch.de von Angaben, die jeder Parlamentarier über seine Einnahmen durch Nebentätigkeiten machen muss, führt Sebastian Brehm die Liste mit mindestens 1.383.500,00 Euro an.<ref name=":0">Das sind die Topverdiener im Bundestag. Spiegel Online</ref> Stand August 2020 hatte Brehm seit seinem Einzug in den Bundestag mindestens drei Millionen Euro aus Nebentätigkeiten erhalten und hatte damit die höchsten Einnahmen aus Nebentätigkeiten unter den Abgeordneten zum Zeitpunkt der Erhebung.<ref>Sven Becker, Timo Lehmann, Ann-Katrin Müller, Nicola Naber, Marcel Pauly, Sven Röbel, Michael Sontheimer: Wie unabhängig sind unsere Abgeordneten? In: Der Spiegel. Nr. 33, 2020 (online).</ref> Auch 2022 bezog er aus Nebentätigkeiten 2.653.673 Euro ein und führte damit weiterhin die Liste der Abgeordneten mit den höchsten Nebeneinkünften an.<ref>Lisa Dittrich: Diese zehn Abgeordneten haben 2022 nebenbei am meisten Geld verdient. 7. August 2023, abgerufen am 10. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bei der Bundestagswahl 2025 holte er mit 30,2 Prozent die meisten Erststimmen im Wahlkreis. Wegen ungenügender Zweitstimmendeckung reichte das jedoch nach der Wahlrechtsreform 2023 nicht für den Wiedereinzug in den Bundestag.<ref>dpa: Nürnberg: Sebastian Brehm gewinnt Wahlkreis, trotzdem bittere Pleite. In: t-online.de. 24. Februar 2025, abgerufen am 25. Februar 2025.</ref><ref>Die Bundeswahlleiterin: Ergebnisse Nürnberg-Nord - Die Bundeswahlleiterin. In: bundeswahlleiterin.de. Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Sebastian Brehm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Ehrenvorsitzende:
Edmund Stoiber | Theo Waigel | Horst Seehofer

Gewählte Mitglieder des Parteivorstandes:
Markus Söder | Martin Huber | Dorothee Bär | Melanie Huml | Angelika Niebler | Manfred Weber | Katrin Albsteiger | Tanja Schorer-Dremel | Tobias Schmid | Sebastian Brehm | Hans Reichhart | Markus Pannermayr | Astrid Freudenstein | Alexander Dobrindt | Ilse Aigner | Anja Weisgerber | Alexander Radwan | Albert Füracker | Joachim Herrmann | Klaus Holetschek | Manuel Knoll | Ludwig Spaenle | Volker Ullrich | Mechthilde Wittmann | Christian Bernreiter | Benedikt Lika | Markus Oesterlein | Steffen Vogel | Michael Frieser | Emmi Zeulner | Silke Launert | Martina Englhardt-Kopf | Melissa Goossens | Marlene Mortler | Daniela Ludwig | Bernd Sibler | Winfried Bausback | Siegfried Walch | Thomas Ebeling | Raimund Kneidinger | Sebastian Straubel | Josef Zellmeier | Anna-Maria Auerhahn | Rena Schimmer | Thomas Goppel | Josef Rohrmoser | Daniel Artmann

Kraft Amtes im Parteivorstand:
Alexander Hoffmann | Ulrike Scharf | Petra Högl | Franz Meyer | Bernd Posselt Vorlage:Klappleiste/Ende

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