Zum Inhalt springen

Sedlitzer See

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sedlitzer See
Sedlišćański jazor
Datei:Senftenberg Sedlitzer See Panorama 2024.jpg
Panorama, aufgenommen vom Aussichtsturm Rostiger Nagel (2024)
Geographische Lage Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Zuflüsse Schwarze Elster
Abfluss Schwarze Elster
Orte am Ufer Sedlitz, Lieske
Ufernaher Ort Senftenberg
Daten
Koordinaten 51° 32′ 44″ N, 14° 5′ 54″ OKoordinaten: 51° 32′ 44″ N, 14° 5′ 54″ O
 {{#coordinates:51,545427777778|14,098327777778|primary
dim=4115 globe= name=Sedlitzer See region=DE-BB type=waterbody
  }}
Höhe über Meeresspiegel 101 m
Fläche 13,3 km²
Maximale Tiefe 27 m

Besonderheiten

künstlich angelegter See, Tagebaurestsee

Der Sedlitzer See ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein See in der Seenkette Lausitzer Seenland und befindet sich auf dem Gebiet des brandenburgischen Landkreises Oberspreewald-Lausitz in der Niederlausitz unmittelbar an der Grenze zu Sachsen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Nowa drogowa tofla, Pśi Sedlišćańskem pśistawje - Pśi Sedlišćańskem zalewje.jpeg
Neues Straßenschild am Parkplatz des künftigem Sedlitzer Hafen

Mit einer Wasserfläche von 1330 Hektar ist er der größte von 30 künstlichen Seen, die im Zuge der Rekultivierung des Braunkohletagebaugebiets der Lausitz entstehen. Er entstand aus dem ehemaligen Tagebau Sedlitz und dürfte zusammen mit dem Schwielochsee der größte in Brandenburg sein. Neben einer großen geschlossenen Wasserfläche im Nordosten verfügt der Sedlitzer See im Süden und Westen über zwei wurmfortsatzartige Buchten. Er ist innerhalb der Seenkette über den Ilse-Kanal mit dem brandenburgischen Großräschener See und seit 2003 mit dem brandenburgisch-sächsischen Geierswalder See (Sornoer Kanal) und dem Partwitzer See (Rosendorfer Kanal) verbunden.

Mit dem Erreichen des Zielpegels des Sedlitzer Sees war die Flutungsphase der Seenkette abgeschlossen. Die Flutung des Sedlitzer Sees sollte ursprünglich 2015, nach Planungen von 2020 im Jahr 2023 abgeschlossen sein. Die Flutung wurde letztendlich 2025 abgeschlossen, am 24. April 2026 wurde der See zum Baden und für die Schifffahrt freigegeben.<ref>Sedlitzer See. Lausitzer Seenland, abgerufen am 2. Mai 2026.</ref> Ende Juni 2026 ging der Ableiter Sedlitz in Betrieb, die Seenkette entwässert seitdem bedarfsabhängig darüber in die Schwarze Elster.<ref>https://www.lmbv.de/probebetrieb-fuer-sedlitzer-ableiter-durch-lmbv-begonnen/</ref>

Touristische Projekte[Bearbeiten]

Datei:Senftenberg Rostiger Nagel 2024 (1).jpg
Rostiger Nagel
Datei:Nagelinfo.jpg
Informationen zum Aussichtsturm

Der Sedlitzer See soll zum verkehrstechnisch am besten ausgebauten See der Seenkette entwickelt werden. Am westlichen Ablauf, südlich der Ortslage Sedlitz, wird ein Wasserlandeplatz für Leichtflugzeuge geplant. Auch Ferienwohnungen und Wohnimmobilien sind an dieser Stelle geplant. Ein weiteres touristisch nutzbares Gebiet wird im Nordosten des Sees südöstlich der Ortslage Lieske und südlich der B 156 ausgewiesen, auch hier sollen Ferienwohnungen gebaut werden. Westlich von Lieske und ebenso mit direktem Zugang zur Bundesstraße soll am See auch ein Campingplatz entstehen.

Am Sornoer Kanal wurde am 23. Oktober 2008 im Themenjahr „Seensucht Lausitz“ der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land ein 30 Meter hoher Aussichtsturm aus Cortenstahl eingeweiht, die „Landmarke Lausitzer Seenland“, umgangssprachlich meist als „Rostiger Nagel“ bezeichnet.<ref>Preisgekrönter Aussichtsturm im Seenland klangvoll eröffnet. IBA, LMBV, Stadt Senftenberg und Ministerium für Infrastruktur und Raumentwicklung Land Brandenburg, 23. Oktober 2008, abgerufen am 14. Juni 2026.</ref> Der Name kommt von der rotbraunen Patina aus Eisenoxid, die im Laufe der Zeit noch zunehmen soll. Diese rostrote Färbung des Stahls soll an die industrielle Vergangenheit des Lausitzer Seenlands erinnern. Die Kosten betrugen in etwa 1,25 Millionen Euro. Im Jahr 2026 wurde im Zuge der Umgestaltung des Turmumfeldes ein Schwimmsteg auf dem Sedlitzer See gebaut.

Am 15. Juni 2010 begannen Bauarbeiten für den 1197 Meter langen Ilse-Kanal für kleinere Schiffe zwischen Sedlitzer und Großräschener See. Er unterquert die vier Gleise der Bahnlinie Senftenberg-Cottbus und die Bundesstraße 169. Das Projekt kostete 12 Millionen Euro.<ref>Schiffstunnel zum Ilse-Bergbausee geplant. DPA Meldung bei der Märkischen Oderzeitung, 18. Januar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal;.</ref><ref>Am 15. Juli beginnt Tunnelbau am Überleiter 11. Abgerufen am 5. Januar 2011.</ref><ref>Überleiter 11 Vom Ilse-See zum Sedlitzer See. (PDF; 331 kB) Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. Januar 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.zweckverband-lsb.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>

Im Juni 2026 wurden die fünf Seen in der Lausitz – Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See – als „5-Seen-Verbund“ miteinander verbunden.<ref>Diese fünf Seen in der Lausitz sind jetzt miteinander verbunden (29. Juni 2026)</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Sedlitzer See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive />