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Seelhausen

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Seelhausen ist eine moderne Wüstung, die sich nordöstlich von Delitzsch an der Grenze von Sachsen zu Sachsen-Anhalt befand und 1987 dem Braunkohleabbau durch den Tagebau Goitzsche zum Opfer fiel. Heute erinnert nur noch der Seelhausener See an das einstige Dorf.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Flur des ehemaligen Orts Seelhausen liegt heute im Seelhausener See südlich des Großen Goitzschesees. Sie befindet sich im Landkreis Nordsachsen im Freistaat Sachsen an der Grenze zum Land Sachsen-Anhalt. Der heutige Seelhausener See gehört im Unterschied zum Ort auch zu einem Teil zu Sachsen-Anhalt.

Geschichte[Bearbeiten]

In Seelhausen, das bis 1815 der zum kursächsischen Amt Delitzsch gehörte,<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.</ref> besaßen die Herren von Schönfeld auf Löbnitz ein Vorwerk und waren die Gerichtsherren. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam Seelhausen zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem es bis 1952 gehörte.<ref>Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2024; abgerufen am 16. August 2025.</ref> Im Zuge der Kreisreform in der DDR 1952 wurde Seelhausen dem neu zugeschnittenen Kreis Delitzsch im Bezirk Leipzig zugeteilt.

Am 1. Dezember 1973 erfolgte die Eingemeindung in den südlichen Nachbarort Sausedlitz.<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref><ref>Seelhausen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Mit der Erweiterung des nördlich gelegenen Tagebaus Goitzsche, Abbaufeld Rösa, wurde die Gemeinde Sausedlitz mit Seelhausen im Jahr 1980 zum Bergbauschutzgebiet erklärt. Die MIBRAG kaufte 1983 erzwungenermaßen Wald- und Ackerflächen auf. Wegen des geplanten Braunkohleabbaus begann 1986 in Sausedlitz und Seelhausen die Umsiedlung der Bewohner. Während Seelhausen im darauf folgenden Jahr überbaggert (devastiert) wurde,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Seelhausen auf www.devastiert.de (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive)</ref> blieb Sausedlitz aufgrund der politischen Wende und der damit einhergehenden Änderung der Energiepolitik dieses Schicksal zum größten Teil erspart. Am 1. März 1994 wurde Sausedlitz in die Gemeinde Löbnitz eingegliedert, wodurch die Seelhausener Flur seitdem zu Löbnitz gehört.<ref>Sausedlitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>

Seelhausen heute[Bearbeiten]

Nach der im Jahr 2000 begonnenen und 2005 beendeten Flutung des Tagebaurestlochs Seelhausen befindet sich die Flur des Orts in dem nach dem Ort benannten Seelhausener See.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Koordinaten: 51° 35′ 6,8″ N, 12° 25′ 20″ O

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