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Selendioxid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Struktur von Selendioxid
Allgemeines
Name Selendioxid
Andere Namen
  • Selen(IV)-oxid
  • Selenigsäureanhydrid
Summenformel SeO2
Kurzbeschreibung

weiße, hygroskopische Nadeln<ref name=roempp>Eintrag zu Selendioxid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
EG-Nummer 231-194-7
ECHA-InfoCard 100.028.358
PubChem 24007
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Eigenschaften
Molare Masse 110,96 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name=roempp/>

Dichte

3,95 g·cm−3<ref name=roempp />

Sublimationspunkt

315 °C<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Dampfdruck

16 hPa (70 °C)<ref name="avantorinc">avantorinc: MSDS Selenium dioxide</ref>

Löslichkeit

löslich in Wasser (384 g·l−1 bei 14 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-GefahrstoffkennzeichnungVorlage:CLH-ECHA<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301+331​‐​373​‐​410
P: 260​‐​264​‐​273​‐​301+310​‐​304+340+311​‐​314<ref name="GESTIS" />
MAK

0,02 mg·m−3<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <

Selendioxid (SeO2) ist ein Feststoff, der ab 315 °C sublimiert.<ref name="GESTIS" /> Es bildet sich z. B. bei der Verbrennung von elementarem Selen (Se) mit Sauerstoff.

Andere Oxide des Selens sind Selenmonoxid (SeO) und Selentrioxid (SeO3).

Eigenschaften[Bearbeiten]

Selendioxid bildet glänzende, weiße, sublimierbare Nadeln. Es kristallisiert tetragonal, Vorlage:Raumgruppe mit den Gitterparametern a = 8,36 und b = 5,06 Å bei 286 K.<ref>K. Stahl, J.P. Legros, J. Galy: The crystal structure of SeO2 at 139 and 286 K. In: Zeitschrift für Kristallographie, 202, 1992, S. 99–107, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..</ref> Beim Erhitzen unter Druck bildet sich eine orangegelbe Schmelze.

Selendioxid ist gut wasserlöslich und wirkt hygroskopisch. Mit Wasser bildet es dabei Selenige Säure (H2SeO3), eine mittelstarke Säure, deren Salze Selenite oder Oxoselenate(IV) genannt werden. Diese wirkt weniger reduzierend als die verwandte Schweflige Säure, im sauren Milieu ist sie dagegen ein Oxidationsmittel:

<math>\mathrm{\ H_2 SeO_3 + 4\ H^+ + 4\ e^- \rightleftharpoons\ Se + 3\ H_2 O \qquad \mathit{E}^\circ = +0,74\ V \quad (pH = 0)}</math>

Ebenso leicht löslich ist Selendioxid in Alkohol und konzentrierter Schwefelsäure.

Mit konzentrierten, starken Säuren kann Selendioxid hydrolyseempfindliche Selen(IV)-Verbindungen wie z. B. Selenoxychlorid (SeOCl2) bilden.

Herstellung[Bearbeiten]

Selen(IV)-oxid wird direkt aus den Elementen Selen und Sauerstoff hergestellt oder durch Wasserentzug aus Seleniger Säure.<ref>G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 428–429.</ref>

<math>\mathrm{Se + O_2 \longrightarrow \ SeO_2}</math>
<math>\mathrm{H_2SeO_3 \longrightarrow \ SeO_2 + H_2O}</math>

Verwendung[Bearbeiten]

Selendioxid wird als Oxidationsmittel bei der Synthese organischer Substanzen wie z. B. der Riley-Oxidation eingesetzt.

Selendioxid ist in vielen schnell bzw. kalt Brünierungen für Metalle enthalten.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Selendioxid ist wie Selen und seine Verbindungen stark giftig. Der MAK-Wert beträgt 0,02 mg/m³ (gemessen als einatembarer Aerosolanteil).<ref name="GESTIS" /> Seine Aufnahme kann durch die intakte Haut erfolgen. Erforderlicher Arbeitsschutz: Staubschutzmaske, Gummihandschuhe, Absaugung und Belüftung am Arbeitsplatz.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />