Semele androgyna
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| Datei:Semele androgyna 2 (scott.zona).jpg
Semele androgyna var. androgyna | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Semele androgyna | ||||||||||||
| (L.) Kunth |
Semele androgyna, auch Klettermäusedorn genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Semele und gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Semele androgyna ist ein immergrüner Strauch, der bis in die Wipfel der Bäume klettert und hierbei eine Länge von bis zu 10 Meter erreicht. Junge Zweige werden zwischen 15 und 30 Zentimeter lang und tragen die zweizeilig angeordneten, blattartigen Phyllokladien. Die Form ist eiförmig oder eilanzettlich, zum Teil gelappt oder herzförmig. Die Oberfläche ist glänzend und die Konsistenz ledrig. Die Laubblätter sind schuppenartig reduziert und trocken.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Semele androgyna ist einhäusig gemischtgeschlechtig (monözisch).<ref>Miguel Ângelo Almeida Pinheiro De Carvalho, Christopher Charles Wilcock, Teresa Maria Marques Dos Santos et al.: A review of the genus Semele (Ruscaceae) systematics in Madeira.</ref> Zwei bis sechs Blüten stehen in Zymen zusammen. Die kleinen, kurz gestielten, cremefarbenen bis gelblichen, meist funktionell eingeschlechtlichen Blüten mit einfacher Blütenhülle, wie auch die rötlichen, meist einsamigen Beeren, stehen bei Exemplaren der westlichen Kanarischen Inseln am Rand der Phyllokladien. Bei der Varietät Semele androgyna var. gayae, die auf Gran Canaria vorkommt, entwickeln sich die Blüten vorwiegend auf der Fläche der Phyllokladien. Die Blütezeit reicht von November bis April. Die weiblichen Blüten sind kleiner. Die Blütenhülle ist im unteren Teil verwachsen mit ausladenden Zipfeln. Der dreikammerige Fruchtknoten bzw. Pistillode ist oberständig mit kurzem Griffel mit leicht gelappter Narbe und die sechs kurzen Staubblätter bzw. Staminodien in der Mitte der Kronröhre sind kurz häutig-röhrig verwachsen.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.<ref name="IPCN" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Semele androgyna ist auf den Kanarischen Inseln mit Ausnahme von Lanzarote und Fuerteventura, außerdem auf Madeira verbreitet. Sie wächst in Lorbeerwäldern in Höhenlagen von 300 bis 1000 Metern.
Systematik[Bearbeiten]
Die Gattung Semele wurde 1844 durch Karl Sigismund Kunth aufgestellt<ref name="WCSP" /> und ist nach Semele, der Mutter des Dionysos benannt.
Die Gattung Semele umfasst drei Arten:<ref name="WCSP" />
- Semele androgyna (L.) Kunth: Es gibt zwei Unterarten:<ref name="WCSP" />
- Semele androgyna Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Kunth subsp. androgyna (Syn.: Ruscus anthopus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Ruscus latifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Semele androgyna var. macrophylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Menezes, Semele androgyna var. conferta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa, Semele androgyna var. laxa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa, Semele tristonis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa): Sie kommt auf den Kanarischen Inseln und auf Madeira vor.<ref name="WCSP" />
- Semele androgyna subsp. pterygophora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(J.G.Costa) M.Â.Carvalho (Syn.: Semele pterygophora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa, Semele pterygophora var. barretiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa, Semele pterygophora var. congeminata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa, Semele pterygophora var. dolichoclados Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa, Semele pterygophora var. elegantissima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa): Diese Neukombination erfolgte 2001. Sie kommt nur auf Madeira vor.<ref name="WCSP" />
- Semele gayae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Webb & Berthel.) Svent. & Kunkel (Syn.: Danae gayae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Webb & Berthel., Ruscus gayae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Webb & Berthel.) Webb & Berthel., Semele androgyna var. gayae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Webb & Berthel.) Burchard): Sie kommt nur auf Gran Canaria vor.<ref name="WCSP" />
- Semele menezesii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa (Syn.: Semele maderensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa, Semele maderensis subsp. portumonizensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa, Semele menezesii var. carinata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa, Semele menezesii var. grabhamii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Costa): Sie kommt nur auf Madeira vor.<ref name="WCSP" />
Literatur[Bearbeiten]
- Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. Über 1600 Pflanzenarten. 2. Auflage. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2002, ISBN 3-440-09361-1.
- Adalbert Hohenester, Walter Welss: Exkursionsflora für die Kanarischen Inseln. Mit Ausblicken auf ganz Makaronesien. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1993, ISBN 3-8001-3466-7 (rjb.csic.es).
- Miguel Ângelo Almeida Pinheiro De Carvalho, Christopher Charles Wilcock, Teresa Maria Marques Dos Santos et al.: A review of the genus Semele (Ruscaceae) systematics in Madeira. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 146, Nr. 4, 2004, S. 483–497, doi:10.1111/j.1095-8339.2004.00351.x (dort sind es in Madeira zwei Arten in der Gattung).
- James Cullen, Sabina G. Knees, H. Suzanne Cubey: The European Garden Flora. Second Edition, Volume I, Cambridge Univ. Press, ISBN 978-0-521-76147-5, S. 168 f.
Weblinks[Bearbeiten]
- Steckbrief bei Universität Hamburg.
- Verwendung als Zierpflanze (PDF) bei Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="IPCN"> Semele androgyna bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> </references>