Zum Inhalt springen

Senningerberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Senningerberg (deutsch)
Sennengerbierg (lux.)Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname
Gemeinde Niederanven
Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Luxemburg/Kanton zu ISO-Code_type:city(1888)&title=Senningerberg 49° 39′ N, 6° 14′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Luxemburg/Kanton zu ISO-Code_type:city(1888) 49° 38′ 58″ N, 6° 13′ 34″ O
 {{#coordinates:49,649444444444|6,2261111111111|primary
dim=10000 globe= name=Senningerberg region=Vorlage:Infobox Gemeinde in Luxemburg/Kanton zu ISO-Code type=city
  }}
Einwohner: 1888 (1. Jan. 2025)<ref>Registre national des personnes physiques RNPP : Population par localité - Population per locality. Abgerufen am 5. Oktober 2025.</ref>
Senningerberg (Luxemburg)
Senningerberg (Luxemburg)
Lage von Senningerberg in Luxemburg
Datei:Alter Wasserturm Senningerberg 01.jpg
Alter Wasserturm
Datei:WassTuer2.JPG
Neuer Wasserturm
Datei:Kapelle Senningerberg 01.jpg
Lorettokapelle
Datei:Senningen 01.jpg
Römischer Kalkbrennofen zwischen Senningen und Senningerberg

Senningerberg ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Niederanven (luxemburgisch: Nidderaanwen) im Großherzogtum Luxemburg und gehört zum Kanton Luxemburg. Das Dorf hat 1708 Einwohner (Stand: 2021).

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischen Senningen und Senningerberg findet sich ein römischer Kalkofen, der 1938 aufgefunden wurde.<ref> Geschichtsfrënn vun der Gemeng Nidderaanwen. Niederanven V. (Luxembourg: Saint-Paul, 2005), 83. 1999 wurde diese Vermutung nach Überprüfung durch die Universität zu Köln bestätigt.</ref> Anhand eines Holzstücks, das neben dem Kalkofen gefunden wurde, konnten ein Betriebszeitraum zumindest um etwa 65 und 75 n. Chr. festgelegt werden.<ref> Geschichtsfrënn vun der Gemeng Nidderaanwen. Niederanven V. (Luxembourg: Saint-Paul, 2005), 88-99.</ref><ref> Geschichtsfrënn vun der Gemeng Nidderaanwen. Natur, Kultur und Geschichte in der Gemeinde Niederanven: Die Lehrpfade von Senningen. (Pétange: Imprimerie Heintz, 2002), 10.</ref> Da es in der Umgebung keine Kalkvorkommen gibt, wird davon ausgegangen, dass dieser Standort vor allem aufgrund der guten Verkehrsanbindungen ausgewählt wurde, da die Römerstraße zwischen Reims und Trier bei Sennigen verlief und Trier wohl ein guter Absatzmarkt für den gebrannten Kalk war.<ref> Geschichtsfrënn vun der Gemeng Nidderaanwen. Niederanven V. (Luxembourg: Saint-Paul, 2005), 95-99.</ref>

Der Name des Ortes wird zum ersten Mal im Jahre 1842 auf dem ursprünglichen Kataster erwähnt. Senningerberg erlebte durch die Inbetriebnahme der Schmalspurbahn von Luxemburg nach Echternach 1904 einen ersten maßgeblichen Aufschwung. Senningerberg und der Grünewald wurden dadurch zu einem leicht erreichbaren Ausflugsort der Bevölkerung der Stadt Luxemburg und Umgebung. Bis dahin war der Ort mit nur 22 Häusern und 4 Gutshöfen (dem Parishof, dem Münsterhof, dem Franzosengrund und dem Höhenhof) schwach besiedelt.

Durch die Eisenbahn war es nun auch möglich, Steinbrüche anzulegen und die Steine zu versenden. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts waren auf dem Senningerberg mehrere große Steinbrüche in Betrieb. Hinzu kamen Gastronomiebetriebe für die Ausflügler (z. B. Station Senningen gegenüber dem Bahnhof, Café Wiltzius, Café de la Gare oder das Hotel-Restaurant Tonnar).

Durch das Anwachsen der Bevölkerung war auch eine Verbesserung der lokalen Infrastruktur erforderlich. 1916/1917 wurden Wasserleitungen verlegt und 1918 der alte Wasserturm errichtet.<ref>Senningerberg, Geschichtsfrënn vun der Gemeng Nidderaanwen.</ref>

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Demographische Entwicklung<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Composition de la population (Memento vom 3. März 2016 im Internet Archive)</ref><ref>Population par localité - Population per locality. In: data.public.lu. Abgerufen am 13. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
1900 1960 1973 1979 1982 1992 2000 2002 2005 2015 2021
95 302 626 1.021 1.111 1.601 1.654 1.603 1.526 1.620 1.708

Verkehr[Bearbeiten]

Von 1904 bis 1954 bestand die Schmalspurbahn Luxemburg–Echternach, die im Volksmund Charly genannt wurde. Von den Bahnhöfen Senningerberg und Hostert ist nur noch der Bahnhof von Hostert erhalten. Auf der früheren Eisenbahnstrecke des Charly führt heute größtenteils der Radweg von Luxemburg nach Echternach.

Ganz in der Nähe des abgebrochenen alten Bahnhofsgebäudes der Station Senningerberg steht seit 1975 nunmehr der Sebes-Wasserturm (erbaut 1973 bis 1975, im Volksmund auch der Pilz genannt).<ref>Senningerberg, Geschichtsfrënn vun der Gemeng Nidderaanwen.</ref>

Wirtschaft[Bearbeiten]

Senningerberg ist Sitz der Meyer Neptun S.à.r.l., der Konzernobergesellschaft der Meyer-Werftengruppe.<ref>Stefan Wenzel, Meta Janssen-Kucz: Kleine Anfrage zur kurzfristigen schriftlichen Beantwortung gemäß § 46 Abs. 2 GO LT, Niedersächsischer Landtag, 16. September 2020</ref>

Religion[Bearbeiten]

1947 wurde eine Kapelle auf Initiative des Pfarrers Jos Biwer aus gehauenen Sandsteinen gebaut. Am 12. Oktober 1947 wurde die Kapelle Unserer Lieben Frau von Loretto geweiht. 2001 wurde die Kapelle zu einem Mehrzwecksaal (salle polyvalente) umgebaut. Eine ältere Kapelle steht in der Rue des Romains, die der Schmerzhaften Gottesmutter geweiht ist und 1911 von Nikolaus Adam im neugotischen Stil errichtet wurde.<ref>Senningerberg, Geschichtsfrënn vun der Gemeng Nidderaanwen.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Senningerberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />