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Sheep (Lied)

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Sheep
Pink Floyd
Veröffentlichung 23. Januar 1977
Länge 10:25
Genre(s) Avantgarde-Rock, Progressive Rock
Autor(en) Roger Waters
Verlag(e) Harvest Records (UK) – Columbia Records (US)
Album Animals

Sheep (englisch für „Schaf“ bzw. „Schafe“) ist ein Lied der britischen Rockband Pink Floyd, das 1977 auf dem Konzeptalbum Animals erschienen ist.<ref>Martin C. Strong, The Great Rock Discography (7th ed.), Edinburgh: Canongate Books. Seite 1177 (2004). ISBN 1-84195-551-5.</ref> Ursprünglich 1974 komponiert, hieß das Stück zuvor Raving and Drooling (dt.: „Wütend und Sabbernd“).

Der Song ist in der Studioversion 10:25 Minuten lang.

Sheep wurde in die 1981 bzw. 2001 erschienenen Best-of-Alben A Collection of Great Dance Songs und Echoes: The Best of Pink Floyd aufgenommen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.James Guthrie, Building a compilation album (Memento vom 2. Juni 2010 im Internet Archive)</ref>

Titelgeschichte[Bearbeiten]

Sheep wurde in Gestalt seiner Urfassung als Raving and Drooling bereits 1974 von Roger Waters geschrieben und bei Pink Floyd-Konzerten desselben Jahres live gespielt. Aus dem zugrundeliegenden Material entwickelte Waters einen strukturell bewusst einfach gehaltenen und eingängigen Song, insoweit ähnlich den Stücken Time oder Money, die 1973 auf dem Album The Dark Side of the Moon erschienen waren.

Musikalisch beginnt der Song mit einer Suggestion. Ein beschwichtigendes und wohlklingendes E-Piano, das mittels Bebung unendlichen Frieden auf einer Schafweide vermittelt, lullt den Hörer ein. Dass die Schlachtbank wartet, kann man nicht erahnen. Autor Roger Waters singt den Text des in e-Moll gehaltenen, melodischen Songs. Wenig auffällig ist das Schlagzeug von Nick Mason, der frei von Spitzen und besonderer Tiefe spielt. David Gilmours Gitarre und Richard Wrights Orgelspiel passen sich der Aufgabe an, in gedämpfter Art und Weise die aufregenden Botschaften Waters’ zu begleiten.<ref>Stuart Shea, Pink Floyd FAQ: Everything Left to Know … and More! – Sheep (1977)</ref>

Textlich lehnte sich Waters erkennbar an George Orwells Roman Farm der Tiere an. Er reduzierte menschliche Gemeinschaftsformen auf drei kategoriale Typen, die Hunde (Dogs), Schweine (Pigs) und Schafe (Sheep). Den stupiden Typ geben die Schafe (Sheep) ab, stellvertretend für Menschen, die kleinlauten Gehorsam und unbedachte Widerstandslosigkeit pflegen, weil sie sich unterjocht fühlen und letztlich deshalb ins Verderben stürzen, weil sie weder links noch rechts nach Auswegen suchen.<ref>Nicholas Schaffner, Saucerful of Secrets, Erstausgabe, London: Sidgwick & Jackson, (1991). ISBN 0-283-06127-8</ref> Waters nimmt dabei einen zudem marxistischen Blickwinkel ein, dahin dass auf den Schafen die Doktrin organisierter „Religion“, als Opium fürs Volk lastet. Neben Sheep entstand 1974 außerdem bereits You've Got to Be Crazy, der Vorläufer zu Dogs. Die Dogs repräsentieren menschliche Rücksichtslosigkeit, die außerhalb aller moralischen Bedenken, in gerissener Manier machtgierige Interessen und maximales Gewinnstreben verfolgt.<ref>Herausgeber: Alan Di Perna, Jeff Kitts, Brad Tolinski: Guitar World Presents Pink Floyd, Seite 27</ref>

Auf die Idee, den Titel Raving and Drooling zu nennen, kam Roger Waters, als er ein Stück des ehemaligen Popsängers und DJs, Jimmy Young im BBC anhörte, welches künstlerisch zerlegt und danach wahllos wieder zusammengesetzt worden war. Diese Version einer Darbietung erachtete Waters als Beitrag zur Darstellung des Zuges von Wahnsinn, wodurch der Titel Raving and Drooling seine inhaltliche Animation erfuhr. Zu diesem Zeitpunkt unterschied sich der Liedtext noch deutlich von dem von Sheep im beschriebenen Sinne.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.What were the original lyrics to Animals? (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ingsoc.com</ref> Ursprünglich war Raving and Drooling ein Jam-Song, der Freiraum für künstlerische Experimente bot. Während das Hauptmotiv stets beibehalten wurde, wurden Gesangspartien von Roger Waters am Ende einer Zeile oder Strophe in gleichlautende Noten am Synthesizer transformiert und verändert fortgeführt, was seiner Stimme mehr Kraft verleiht. Mittels eines Vocoders, einem elektronischen Filter, wurden in den Mittelteilen des Songs die Klangeigenschaften der menschlichen Stimme analysiert und ihr ein anderer Klang aufgeprägt. Dies wird deutlich in dem ab Minute 6:27 einsetzenden Schmähruf auf den Psalm 23: The Lord is my shepherd, I shall not want... He maketh me to hang on hooks in high places. He converteth me to lamb cutlets…. „Der Herr ist mein Hirte“ pervertiert dahin, dass dieser „Herr“ seine Lämmer tatsächlich zur Schlachtbank führt, wohin diese in Ansehung ihres bevorstehenden Endes geradezu hindrängeln. Bis zur Unkenntlichkeit verstellt, scheppert Waters automatisierte Stimme bis zur Minute 7:08.<ref>Herausgeber: Alan Di Perna, Jeff Kitts, Brad Tolinski: Guitar World Presents Pink Floyd, Seite 29</ref>

Sowohl You've Got to Be Crazy als auch Raving and Drooling waren ursprünglich für das zukünftige Album Wish You Were Here vorgesehen, an dessen Werk sich die Band mit Beendigung der Konzertreise 1974 setzen wollte.

Als Dogs und Sheep gelangten die Titel aber erst 1977 auf Animals. Im November 2011 gingen sie in die Experience and Immersion-Versionen von Wish You Were Here, aufgenommen 1974 in Wembley, ein.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pink Floyd To Release New Album Including Unreleased Songs (Memento vom 28. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Pink Floyd Says Reissue Project Will Give 'Complete View' of Its Legacy</ref>

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Bei Live-Auftritten 1977 verstärkte der Bluesrock-Gitarrist Snowy White die Band. Er spielte E-Bass und übernahm Parts von David Gilmour. Mit Ausnahme des Umstandes, dass Richard Wright bei Live-Versionen ein Orgel-Solo hatte, ähnelten sich die Studio- und Live-Versionen sehr.

Personelle Besetzung[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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