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Siewisch

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Siewisch
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname falsch
Stadt Drebkau
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(244)&title=Siewisch 51° 41′ N, 14° 12′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(244) 51° 40′ 44″ N, 14° 12′ 7″ O
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Höhe: 80 m ü. NHN
Fläche: 10,86 km²
Einwohner: 244 (31. Dez. 2016)<ref name="Einwohner">Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis des Landes Brandenburg. Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), abgerufen am 21. Oktober 2020.</ref>
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 03116
Vorwahl: 035602

Siewisch, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist ein Ortsteil<ref>Auflistung als Ortsteil von Drebkau im Kommunalverzeichnis Brandenburg; abgerufen am 2. Mai 2026</ref> der Stadt Drebkau im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Bis zur Eingemeindung am 31. Dezember 2001 war Siewisch eine eigenständige Gemeinde. Der Ort zählt zum amtlichen Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden.

Lage[Bearbeiten]

Siewisch liegt in der Niederlausitz. Benachbarte Orte sind der Gemeindeteil Koschendorf im Norden, Leuthen im Nordosten, Laubst im Südosten, die Stadt Drebkau im Süden, Radensdorf im Südwesten, Casel im Westen sowie Illmersdorf im Nordwesten.

Durch Siewisch verlaufen die Kreisstraßen 7126 und 7127. Knapp zwei Kilometer südlich des Ortes verläuft die Landesstraße 52 von Drebkau nach Calau, östlich von Siewisch verläuft die Bundesstraße 169 von Senftenberg nach Cottbus.

Geschichte[Bearbeiten]

Siewisch wurde im Jahr 1350 unter dem Namen Sywiß erstmals urkundlich erwähnt. 1527 wurde der Ort als Dschiwis bezeichnet. Über den Ortsnamen gibt es verschiedene Deutungsmöglichkeiten. Dieser stammt aus dem Sorbischen und ist entweder zurückzuführen auf das Wort źiwy für wild<ref name="heimatsammlung-drebkau">Siewisch in der Heimatsammlung Drebkau. In: Heimatsammlung-Drebkau.de. Abgerufen am 1. April 2017.</ref> oder geht auf den Personennamen Diwisch zurück.<ref>Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin: Alter - Herkunft - Bedeutung. Be.Bra Wissenschaft, 2005, S. 159.</ref>

Im Ort entwickelte sich ein Rittergut. Das dazugehörige Herrenhaus Siewisch wurde von der Besitzerfamilie von Köckritz errichtet.<ref>Vgl. Brandenburg.RZ.HTW-Berlin.de/Kostbarkeiten: Schlösser im Land Brandenburg - Vergessene Kostbarkeiten?! Stand 2017.</ref> Zu dem Schloss gehörten ein Gutshof und ein Schlosspark.<ref name="heimatsammlung-drebkau"/>

Bis ins 19. Jahrhundert war Siewisch ein überwiegend sorbischsprachiges Dorf. Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Lausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Einwohnerzahl von 225, davon waren 150 Einwohner Sorben (67 %) und 75 Deutsche.<ref name="Muka">Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.</ref> Danach ging der Anteil an Sorbisch sprechenden Einwohnern stark zurück.

Etwa<ref>Paul Ellerholz, u. v. a.: Handbuch des Grundbesitzes im Deutsche Reiche. I. Das Königreich Preussen. I. Lieferung: Provinz Brandenburg. 3. Auflage, Nicolaische Verlags-Buchhandlung Rudolf Stricker, Berlin 1896, S. 22/23.</ref> um 1896 war das Rittergut 297 ha umfangreich. Die Besitzer-Familie von Köckritz hatte genealogisch zuvor schon eine eigene Familienlinie entwickelt und nannte sich teils nach dem Besitz, von Köckritz-Siewisch. Aus dieser Linie stammte auch der Oberstleutnant und Familienchronist Albert Heinrich von Köckritz-Siewisch.<ref>Derselbe: Albert Heinrich von Köckritz-Siewisch: Die Köckritze im Voigtlande, Meissen & Sachsen. H. Prickarts, Mainz 1871.</ref> Auf dem Rittergut wurde Pferdezucht betrieben.<ref>Allgemeiner Anzeiger zum Militär-Wochenblatt. 1901. Nr. 39, E. S. Mittler & Sohn, Berlin 15. Mai 1901, S. 345, u. S. 359.</ref> Im Zeitraum 1929/1930 beinhaltete nach dem letztmalig amtlich publizierte Güter-Adreßbuch der Provinz Brandenburg das alte von Köckritz-Rittergut 368 ha, davon waren 83 ha Wald.<ref>Vgl. Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, Ludwig Hogrefe: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. [1929]. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts, Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII, 4. Auflage, (Letzte Ausgabe-Paul Niekammer-Reihe), Verlag Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 194.</ref> Gutsherr war damals Friedrich von Köckritz.

Im April 1945, während des Zweiten Weltkriegs, wurde Siewisch von russischen Tieffliegern beschossen.<ref>LR-Online.de/Regionen/Cottbus: Mit dem Bauernbrot unterm Arm von Tieffliegern gejagt. Hrsg. Lausitzer Rundschau, Cottbus, 22. April 2015.</ref> Das Herrenhaus Siewisch, welches sich bis 1945 in Besitz der Familie von Köckritz befand, brannte in den letzten Kriegstagen ab.<ref>Brandenburg.RZ.HTW-Berlin.de/Kostbarkeiten: Schlösser im Land Brandenburg - Vergessene Kostbarkeiten?! Stand 2017.</ref> Zu dem Schloss gehörten ein Gutshof und ein Schlosspark.<ref name="heimatsammlung-drebkau"/>

Ernst Tschernik zählte im Jahr 1956 einen sorbischsprachigen Bevölkerungsanteil von nur noch 1,2 %.<ref>Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995.</ref>

Politische Historie[Bearbeiten]

Nach dem Wiener Kongress kam die gesamte Niederlausitz, und somit auch der Ort Siewisch, an das Königreich Preußen. Bis 1952 lag Siewisch im Landkreis Calau (ab 1950 Landkreis Senftenberg). Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Koschendorf nach Siewisch eingegliedert. Am 25. Juli 1952 wurde Siewisch dem neu gebildeten Kreis Cottbus-Land im Bezirk Cottbus zugeteilt und lag nach der Wende im Landkreis Cottbus in Brandenburg. Am 16. Juli 1992 bildete Siewisch zusammen mit sieben weiteren Gemeinden und der Stadt Drebkau das Amt Drebkau/Niederlausitz. Nach der Kreisreform in Brandenburg am 6. Dezember 1993 kam Siewisch zum neu gebildeten Landkreis Spree-Neiße. Am 31. Dezember 2001 wurde Siewisch nach Drebkau eingemeindet.<ref>Siewisch, Źiwize im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Anzahl Einwohner<ref name="StatBB">Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 331 KB) Landkreis Spree-Neiße. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Dezember 2006, abgerufen am 1. April 2017.</ref>
Jahr 187518901910192519331939194619501964197119811985198919952000
Einwohner 251246256213181165218434369326238193180191267

Weblinks[Bearbeiten]

  • Stadt Drebkau: Dorfclub Siewisch e.V.
  • Alle Burgen Index: Herrenhaus Siewisch<ref>Vgl. Herbert Bath: Die Schlösser und Herrenhäuser in Berlin und Brandenburg. Ein Überblick in Text und Bild. Stapp-Verlag-Berlin, Berlin 2001. ISBN 3-87776-068-6.</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Ortsteile
Casel (Kózle) | Domsdorf (Domašojce) | Greifenhain (Maliń) | Jehserig (Jazorki) | Kausche (Chusej) | Laubst (Lubošc) | Leuthen (Lutol) | Schorbus (Skjarbošc) | Siewisch (Źiwize)

Gemeindeteile
Auras (Huraz) | Golschow (Gólašow) | Illmersdorf (Njamorojce) | Klein Oßnig (Wóseńck) | Koschendorf (Kóšnojce) | Löschen (Lěźiny) | Merkur (Merkur) | Papproth (Paprotna) | Radensdorf (Radowašojce) | Rehnsdorf (Radušc) | Steinitz (Šćeńc)

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