Sigrid Hupach
Sigrid Hupach (* 9. September 1968 in Leinefelde) ist eine deutsche Politikerin (Thüringen.Gerecht, zuvor Bündnis Sahra Wagenknecht und Die Linke). Von 2013 bis 2017 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit September 2024 ist sie Mitglied des Thüringer Landtags, seit September 2026 als Vorsitzende der Thüringen.Gerecht-Fraktion.
Leben[Bearbeiten]
Sigrid Hupach absolvierte nach der Polytechnischen Oberschule Geschwister Scholl in Birkungen eine Ausbildung zur Facharbeiterin für Schreibtechnik. Sie war dann zunächst als Sekretärin und kaufmännische Angestellte tätig. Nach dem Besuch der Fachoberschule Wirtschaft in Mühlhausen 1993/1994 schloss sich von 1995 bis 2000 ein Studium der Architektur an der Fachhochschule Erfurt sowie ein Studium der Philosophie an der Georg-August-Universität an. Sie war dann freiberuflich tätig.<ref name="LinkeimBundestag">Sigrid Hupach. Fraktion DIE LINKE im Bundestag, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 3. April 2026.</ref>
Aufgrund von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Erfurt wegen Unfallfluchtverdacht wurde ihre Immunität als Abgeordnete im März 2025 aufgehoben.<ref>Staatsanwaltschaft kann ermitteln: Immunität von BSW-Abgeordneter in Thüringen aufgehoben. In: MDR Thüringen. Mitteldeutscher Rundfunk, 26. März 2025, abgerufen am 27. April 2025.</ref>
Hupach ist alleinerziehend und hat drei Söhne.
Politik[Bearbeiten]
Der Partei Die Linke gehörte sie ab 2007 an. Ab 2009 war sie Abgeordnete im Kreistag des Landkreises Eichsfeld. Ab November 2011 war sie Landesvorstandsmitglied der Linken in Thüringen.<ref name="Quelle2">Sigrid Hupach: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Politisches Engagement ( vom 4. April 2017 im Internet Archive), abgerufen am 4. April 2017</ref> Hupach war ab 2012 Wahlkreismitarbeiterin des Landtagsabgeordneten Jörg Kubitzki.
Bei der Bundestagswahl 2013 war Hupach Direktkandidatin im Bundestagswahlkreis Eichsfeld – Nordhausen – Unstrut-Hainich-Kreis I, wo sie deutlich gegen Manfred Grund (CDU) unterlag, zog jedoch aufgrund ihres Listenplatzes 5 auf der Landesliste Thüringen in den Bundestag ein. Hupach war eine von sieben Parlamentarischen Geschäftsführern der Linksfraktion im Deutschen Bundestag.
Zur Bundestagswahl 2017 kandidierte sie erfolglos im Bundestagswahlkreis Eisenach – Wartburgkreis – Unstrut-Hainich-Kreis. Da ihre Partei in Thüringen nur noch drei Mandate errang, verfehlte sie auch über die Landesliste der Linken, auf der sie wiederum auf Platz 5 kandidiert hatte, den Wiedereinzug in den Bundestag.
Im Januar 2024 wechselte sie zur neugegründeten Partei Bündnis Sahra Wagenknecht,<ref>Parteien - Erfurt - Linke-Oberbürgermeisterin wechselt zu Wagenknecht-Bündnis. In: sueddeutsche.de. 19. Januar 2024, abgerufen am 28. Januar 2024.</ref> bei der sie am 15. März 2024 zur stellvertretenden Landesvorsitzenden des Thüringer Landesverbandes gewählt wurde.<ref>Thüringer BSW-Landesverband gegründet: Katja Wolf in der Doppelspitze. In: MDR Thüringen. 15. März 2024, abgerufen am 15. März 2024.</ref> Bei der Landtagswahl in Thüringen 2024 zog Hupach über die Landesliste des BSW in den Thüringer Landtag ein.<ref>Wahlen in Thüringen, Landtagswahl 2024 in Thüringen – endgültiges Ergebnis, Abgeordnete im Landtag. Thüringer Landesamt für Statistik, abgerufen am 28. September 2024.</ref> Am 18. März 2026 wurde sie als Nachfolgerin von Frank Augsten zur Vorsitzenden der BSW-Fraktion gewählt.<ref>BSW-Fraktion im Thüringer Landtag hat neue Spitze. In: mdr.de. 18. März 2026, abgerufen am 18. März 2026.</ref> Am 4. September 2026 gab Hupach gemeinsam mit acht anderen Abgeordneten ihren Austritt aus dem BSW bekannt.<ref>Zehn weitere Abgeordnete der BSW-Fraktion verlassen Partei - Brombeer-Koalition soll fortgesetzt werden. In: mdr.de. 4. September 2026, abgerufen am 4. September 2026.</ref> Seit September 2026 ist sie Mitglied der Partei Thüringen.Gerecht sowie Vorsitzende der gleichnamigen neugegründeten Fraktion im Thüringer Landtag.<ref>BSW-Landtagsfraktion aufgelöst und als „Thüringen gerecht“ neu gegründet. In: MDR.de. Mitteldeutscher Rundfunk, 9. September 2026, abgerufen am 10. September 2026.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- Website von Sigrid Hupach
- Sigrid Hupach auf abgeordnetenwatch.de
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Kurzbiografie auf der Website des Thüringer Landtags
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hupach, Sigrid |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (Thüringen.Gerecht, BSW, Die Linke), MdL, MdB |
| GEBURTSDATUM | 9. September 1968 |
| GEBURTSORT | Leinefelde |
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- Bundestagsabgeordneter (Thüringen)
- Die-Linke-Parteivorstand
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- Thüringen.Gerecht-Mitglied
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Deutscher
- Geboren 1968
- Frau