Simondys
Simondys ist ein Ort<ref>Bau-Planung der Gemeinde Handewitt, S. 15, vom: 21. April 2011; abgerufen am: 10. August 2018</ref> an der deutsch-dänischen Grenze, der zu großen Teilen zu Handewitt, teilweise zu Harrislee sowie zu einem kleinen Teil zum dänischen Gebiet Bau gehört.<ref>Falk-Stadtplan: Flensburg und Umgebung von 2013, 7. Auflage sowie Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pilgerroute. Ochsenweg. Karte 10 ( des Vorlage:IconExternal vom 20. Juli 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Simondysvej 4 sind Hofanlagen beim Hof Simondysvej 11</ref>
Lage[Bearbeiten]
Die Streusiedlung liegt östlich von Ellund und wird sowohl durch die deutsch-dänische Grenze, wie auch durch die Gemeindegrenze von Harrislee und Handewitt aufgeteilt. Südlich von Simondys liegt Gottrupel. Zu Simondys gehören die Adressen Ellund-Ost 1<ref>Auf Landkarten ist explizit der Hof Ellund-Ost 6 als Teil von Simondys eingezeichnet. Vgl. Falk-Stadtplan: Flensburg und Umgebung von 2013, 7. Auflage sowie Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pilgerroute. Ochsenweg. Karte 10 ( des Vorlage:IconExternal vom 20. Juli 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> bis Ellund-Ost 11. Bei der Adresse Ellund-Ost 2 befindet sich die Haltestelle Ellund-Simondys der Linie 1537.<ref>Fahrplan für Simondys, Handewitt-Ellund in Handewitt und Haltestelle Ellund Simondys in Handewitt, jeweils abgerufen am: 10. August 2018</ref> Bei Ellund-Ost 11 befindet sich der „Solarpark Simondys“ (Lage
{{#coordinates:54,800359|9,335752|
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|name=Solarpark Simondys
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}}).<ref>Flensburger Tageblatt: Handewitt will noch stärker auf Photovoltaik setzen, vom: 8. Mai 2012; abgerufen am: 10. August 2018</ref> Auf dänischer Seite der Grenze gehört der Hof Simondysvej 15<ref>Falk-Stadtplan: Flensburg und Umgebung von 2013, 7. Auflage sowie Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pilgerroute. Ochsenweg. Karte 10 ( des Vorlage:IconExternal vom 20. Juli 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> zu Simondys. Die Adresse Simondysvej 1–9 am Anfang der Straße werden allgemein nicht mehr zu Simondys gerechnet.<ref>Falk-Stadtplan: Flensburg und Umgebung von 2013, 7. Auflage sowie Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pilgerroute. Ochsenweg. Karte 10 ( des Vorlage:IconExternal vom 20. Juli 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Simondysvej 4 sind Hofanlagen beim Hof Simondysvej 11</ref> Der Hof Simondysvej 11 liegt offensichtlich am Rande von Simondys und trägt den Namen „Petersminde“.<ref>Falk-Stadtplan: Flensburg und Umgebung von 2013, 7. Auflage sowie Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pilgerroute. Ochsenweg. Karte 10 ( des Vorlage:IconExternal vom 20. Juli 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Vgl. dict.cc. dänisch-deutsch: minde sowie Ziegeleimuseum Cathrinesminde</ref> Der Simondysvej benennt also in erster Linie den „Weg nach Simondys“.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Namensbestandteil „-dys“ im Siedlungsnamen verweist auf ein Großsteingrab. Großsteingräber in Dänemark werden „Dysse“ genannt.<ref>Wir in Harrislee. SPD-Ortverein Harrislee. Harrisleer Geschichte: Simondys, S. 2; abgerufen am: 11. August 2018</ref> Bei Simondys befanden sich früher 22 Grabhügel aus der Zeit von 3.500 bis 1.000 v. Chr. (Jungstein- und ältere Bronzezeit), von denen heute noch fünf erhalten sind. Zu diesen gehören das Großsteingrab Rovhoj sowie die zwei Harrisleer Langbetten.<ref>Wir in Harrislee. SPD-Ortverein Harrislee. Harrisleer Geschichte: Simondys, S. 2; abgerufen am: 11. August 2018</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ochsenweg ( des Vorlage:IconExternal vom 15. März 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., S. 4; abgerufen am: 10. August 2018</ref>
Das Alter von mindestens einem der Höfe lässt sich auf die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurückverfolgen.<ref>Kirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 296</ref> Im Jahr 1723 soll in Simondys eine Schule errichtet worden sein,<ref>Thomas Pantléon, Gemeinde Harrislee (Hrsg.): Chronik – 650 Jahre Harrislee – 1352-2002. Horst Dieter Adler 2002, S. 436</ref><ref>Unsere Gemeinde. Informationen aus Harrislee. 50. Jahrgang, Nr. 2, Sommer 2017, S. 55; abgerufen am: 11. August 2018</ref> die offenbar als gemeinsame Schule für Harrislee, Ellund und Gottrupel diente. 1731 kam es in einer Schulversammlung zwischen den Gemeinden zum Streit hinsichtlich des Unterhalts und der Auswahl der Lehrer der Schule. Der Streit soll in einer wüsten Schlägerei gemündet sein, in welcher die Gemeinde Harrislee unterlag.<ref>Unsere Gemeinde. Informationen aus Harrislee. 50. Jahrgang, Nr. 2, Sommer 2017, S. 55; abgerufen am: 11. August 2018</ref> Aus den Jahren 1803 bis 1833 ist überliefert, dass beim Hof Simondys eine neue Schule errichtet wurde, die von den Dörfern Harrislee, Ellund, Gottrupel und Fröslee als eine Gemeinschaftsschule unterhalten wurde.<ref>Thomas Pantléon, Gemeinde Harrislee (Hrsg.): Chronik – 650 Jahre Harrislee – 1352-2002. Horst Dieter Adler 2002, S. 438</ref><ref>Unsere Gemeinde. Informationen aus Harrislee. 50. Jahrgang, Nr. 2, Sommer 2017, S. 55; abgerufen am: 11. August 2018</ref> Eine Nebenschule für die jüngeren Schüler existierte zeitgleich im Dorf Harrislee.<ref>Thomas Pantléon, Gemeinde Harrislee (Hrsg.): Chronik – 650 Jahre Harrislee – 1352-2002. Horst Dieter Adler 2002, S. 438 und 337</ref> Wegen der langen Schulwege der Kinder aus Harrislee, Ellund, Fröslee und Gottrupel wurde die Gemeinschaftsschule Simondys letztlich im Jahr 1833 aufgegeben.<ref>Thomas Pantléon, Gemeinde Harrislee (Hrsg.): Chronik – 650 Jahre Harrislee – 1352-2002. Horst Dieter Adler 2002, S. 439</ref><ref>Vgl. Harrislee. Fundstellenübersicht, vom: 13. März 2016; abgerufen am: 10. August 2018</ref> Harrislee richtete sich 1934 im eigenen Dorf, in der Berghofstraße, eine neue Schule ein.<ref>Thomas Pantléon, Gemeinde Harrislee (Hrsg.): Chronik – 650 Jahre Harrislee – 1352-2002. Horst Dieter Adler 2002, S. 439</ref>
Nach dem Ersten Weltkrieg kam es zur Volksabstimmung von 1920 in Schleswig. Durch die danach neu eingerichtete deutsch-dänische Grenze wurde Simondys in einen dänischen und einen deutschen Teil geteilt. Einer der Landwirte von Simondys hatte einen persönlichen Antrag bei der zuständigen Kommission in Flensburg gestellt, trotz des Abstimmungsergebnisses, von Deutschland ausgegliedert und bei Dänemark eingegliedert zu werden. Sein Begehren wurde auf Grund der herrschenden politischen Lage genehmigt, weshalb der Grenzverlauf bei Simondys einen kleinen Haken bildet.<ref>Kirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 296</ref> (Ein ähnlicher Fall LAG übriges bei Wilmkjer vor.)
Ende der 1950er Jahre richtete die Bundeswehr einen Truppenübungsplatz am südöstlichen Rand von Simondys ein, das heute als Naturerlebnisraum Stiftungsland Schäferhaus dient. Die Einrichtung des Truppenübungsplatzes zerstörte wohl keine Teile der Siedlungsbebauung von Simondys.<ref>Vgl. Karte Flensburg-Nord von 1926/36</ref> In den 1960/70er Jahren wurde des Weiteren die A7 gebaut, welche seitdem des westlichen Rand von Simondys durchkreuzt.<ref>Flensburger Tageblatt: Autobahnbau 1976: A7 bis nach Dänemark: Der Norden findet den Anschluss, vom: 11. Oktober 2015; abgerufen am: 11. August 2018</ref> Im 20. Jahrhundert bestand am östlichen Rand von Simondys zudem, an der Ecke Ellunder Weg/Mühlenweg, zunächst ein Kieswerk,<ref>Wir in Harrislee. SPD-Ortverein Harrislee. Harrisleer Geschichte: Simondys, S. 2; abgerufen am: 11. August 2018</ref> das später zur Deponie der Firma Balzersen umgenutzt wurde.<ref>Deponie Balzersen (Seite der Firma)</ref> Auf der Deponie Balzersen wurden in der Folgezeit Bauschutt und Grünabfälle deponiert.<ref>Karte von Harrislee, abgerufen am: 11. August 2018</ref> 1988 wurde eine weitere Deponie namens „Deponie Simondys“, in welcher Abfall und Bauschutt eingelagert wurde, mit Müllkomposterde abgedeckt und geschlossen.<ref>Bau-Planung der Gemeinde Handewitt, S. 15, vom: 21. April 2011; abgerufen am: 10. August 2018</ref> Im zur Gemeinde Ellund gehörigen Teil von Simondys wurden 1970 in einer amtlichen Statistik lediglich fünf Bewohner gezählt.<ref>Ellund im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum sowie Simondys im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Offenbar wurden erst in der Zeit danach die weiteren heutigen Einfamilienhäuser von Simondys errichtet. 2012 wurde auf dem Gelände der „Deponie Simondys“<ref>Bau-Planung der Gemeinde Handewitt, S. 15, vom: 21. April 2011; abgerufen am: 10. August 2018</ref><ref>Vgl. Göbel. Deponiegasbehandlungstechnik, Deponie Simondys. HTX 0.1 Deponieschwachgasverbrennungsanlage, S. 9; abgerufen am: 10. August 2018</ref> der „Solarpark Simondys“ aufgebaut.<ref>Flensburger Tageblatt: Handewitt will noch stärker auf Photovoltaik setzen, vom: 8. Mai 2012; abgerufen am: 10. August 2018</ref>
Das Schleswig-Holsteinische Umweltministerium unter Robert Habeck prüft den Deponie-Standort bei Harrislee-Simondys seit 2015 für die Entsorgung von belastetem (gering verstrahlten, sogenannten freigemessenen) Atomschutt aus den Gebäudekomplexen rund um das Kernkraftwerk Brunsbüttel und das Kernkraftwerk Krümmel. Der Deponiebetreiber erklärte dazu, dass er gegen das Votum der Gemeinde keine Atomabfälle dort lagern wolle.<ref>Flensburger Tageblatt: An der Grenze: Ruhestätte für schwach belastete Böden, vom: 15. April 2015 und Beton von Atomkraftwerken: AKW-Müll in Harrislee – die Atomdebatte beginnt von vorn, vom: 21. Juli 2017 sowie Harrislee: Landet verstrahlter Bauschutt an der dänischen Grenze?, vom: 25. Juli 2018; jeweils abgerufen am: 10. August 2018</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Koordinaten: 54° 47′ 50″ N, 9° 20′ 16,3″ O
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