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Simons Geheimnis

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Simons Geheimnis (Originaltitel: Adoration) ist ein kanadisches Filmdrama von Atom Egoyan aus dem Jahr 2008 mit Rachel Blanchard, Scott Speedman und Devon Bostick. Es war der erste Spielfilm von Egoyan seit Wahre Lügen (2005).

Im Film gibt ein Schüler die Geschichte einer schwangeren Frau, die von ihrem Mann als Selbstmordattentäterin mit einer Bombe in ein Flugzeug gesetzt wird, als seine eigene aus und provoziert damit eine Kettenreaktion.

Die Premiere des Films fand bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2008 statt, wo er um die Goldene Palme konkurrierte<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Atom Egoyan's 'Adoration' to compete at Cannes.] CTV Television Network, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. August 2009.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ctv.caVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und den Preis der Ökumenischen Jury erhielt.

In Deutschland startete der Film am 21. Mai 2009 in den Kinos.<ref>Release Info. Internet Movie Database, abgerufen am 20. November 2014.</ref> Die DVD erschien am 4. Dezember 2009 in Deutschland.<ref name="film-dienst" />

Handlung[Bearbeiten]

Die High-School-Lehrerin Sabine liest ihrer Klasse zur Übersetzung einen französischen Zeitungsartikel über einen Terroristen vor, der eine Bombe im Fluggepäck seiner schwangeren Freundin platziert hatte. Wenn die Bombe explodiert wäre, hätte sie sowohl sie als auch das ungeborene Kind sowie die zahlreichen Passagiere getötet. Das Attentat wurde jedoch durch das israelische Bodenpersonal vereitelt.

Als Simon beginnt, den Artikel zu übersetzen, stellt er sich vor, dass sein palästinensischer Vater Sami der Terrorist war und dessen Freundin seine Mutter Rachel, eine ausgebildete Violinistin. Demnach sei er nur deshalb geboren worden, weil das Attentat vereitelt wurde. In Wirklichkeit lebt Simon bei seinem Onkel Tom, da seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Beeinflusst durch seinen Großvater, der Simons Vater nicht mochte, befürchtet Simon, dass der Unfall vorsätzlich geschah.

Simons Lehrerin ermutigt ihn, seine fiktive Geschichte über seinen Vater, den Terroristen, als dramatische Übung zu entwickeln. Als er die Geschichte vor der Klasse vorträgt, entstehen im Internet lebhafte Diskussion dazu. Sabine wird infolge der Ereignisse entlassen.

Als Simons Onkel Tom, ein Abschleppwagenfahrer, Sabines Auto abschleppt, folgt sie ihm in einem Taxi und lädt ihn anschließend zu einem gemeinsamen Restaurantbesuch ein. Sie offenbart ihm, dass sie fünf Jahre mit Sami verheiratet war, bevor dieser auf Rachel traf.

Kritik[Bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken. Bei Rotten Tomatoes sind 61 % der Bewertungen positiv bei insgesamt 98 Kritiken. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 6,1 von 10.<ref>Adoration. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 20. November 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei Metacritic erhielt der Film eine Bewertung von 64 % basierend auf 20 Kritiken.<ref>Adoration. In: Metacritic. Abgerufen am 20. November 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der film-dienst hob das virtuose Spiel mit den „verschiedenen Zeit- und Realitätsebenen“ hervor und lobte die „Vielfalt der politischen wie philosophischen Bezüge, die sich dabei auftun“. Diese grenze „zwar an Überfrachtung, stets aber bleibt der Film dank seiner suggestiven Bildsprache und überzeugender Darsteller emotional fesselnd und intellektuell anregend“.<ref name="film-dienst">Simons Geheimnis. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 8. Dezember 2014.</ref> Wie in den meisten Filmen Egoyans sei auch hier das zentrale Thema „der Widerspruch zwischen Sein und Schein“.<ref name="cinema" /> kino.de verglich den Film mit Exotica (1994) und Das süße Jenseits (1997), in denen Egoyan ebenfalls „fragmentarisch über mehrere Zeitebenen verschachtelt eine Familientragödie“ erzähle. Hier stelle er sie jedoch „in der Auseinandersetzung mit Intoleranz und Vorurteilen in einen größeren Zusammenhang“.<ref>Simons Geheimnis. Kino.de, abgerufen am 8. Dezember 2014.</ref> In Simons Geheimnis verknüpfe Egoyan laut Cinema „verschiedene Zeit- und Handlungsebenen zu einer komplexen Reflexion über kulturelle Vorurteile, Identitätsverlust und subjektive Wahrheiten“.<ref name="cinema">Simons Geheimnis. In: cinema. Abgerufen am 8. Dezember 2014.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film erhielt bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2008 den Preis der Ökumenischen Jury. Außerdem gewann er beim Toronto International Film Festival den Preis als Best Canadian Feature Film. Bei den Young Artist Awards 2010 war Hauptdarsteller Devon Bostick für eine Auszeichnung nominiert. Des Weiteren erhielt der Film Nominierungen der Directors Guild of Canada (Produktionsdesign, Schnitt) sowie bei den Genie Awards (Bestes Drehbuch, Bester Nebendarsteller für Scott Speedman).<ref>Vorlage:IMDb/1</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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