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Sisu K-50SS

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Sisu
Sisu K-50SS zieht einen Bucyrus-Erie-Bagger.
Sisu K-50SS zieht einen Bucyrus-Erie-Bagger.
Sisu K-50SS zieht einen Bucyrus-Erie-Bagger.
K-50SS
Hersteller Oy Suomen Autoteollisuus Ab, Karis, Finnland
Produktionszeitraum 1961<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94">Mäkipirtti: Sisu K-50SS 6×6 Lavetinvetäjä. S. 90–94.</ref>
Vorgängermodell keines
Nachfolgemodell keines
Technische Daten
Motoren Rolls-Royce C6-TFL
Leistung 223<ref name="Sisu 75v: s.160-161">Blomberg: Sisun tupla-Ässät – Aikojensa suurimmat Pohjoismaissa valmistetut autot. S. 160–161.</ref> kW

Der Sisu K-50SS ist eine 1961 hergestellte, 6×6-angetriebene Schwerlastzugmaschine des finnischen Fahrzeugherstellers Suomen Autoteollisuus (SAT). Das Fahrzeug entwickelt eine Zugkraft von bis zu 388 kN.<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" />

Von diesem Fahrzeug wurde nur ein Exemplar gefertigt. Es ist das größte straßenzulässige Fahrzeug, berechnet ohne Kipper und anderen Aufbauten – also die größte Automobileinzeleinheit – das jemals in den Nordischen Ländern gebaut wurde.<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" />

Planung[Bearbeiten]

Der Kraftwerksbetreiber Kemijoki Oy bestellte Ende des Jahres 1959 zwei 6×6-angetriebene Schwerlastzugmaschinen bei SAT, um damit Transformatoren von über 1000 Tonnen zu seinen Baustellen transportieren zu können. Die ursprüngliche Idee war, dass zwei Zugmaschinen vom Typ K-50SS zusammen mit einem Tieflader eingesetzt werden sollten, und zwar eine Zugmaschine ziehend, die andere schiebend. Auch war geplant, die einzelnen Fahrzeuge auf Kraftwerksbaustellen im ganzen Land einzusetzen.<ref name="Sisu 75v: s.160-161" />

SAT hatte zuvor sechs schwere Muldenkipper vom Typ Sisu K-36 entwickelt und gebaut. Die Erfahrungen aus dem Projekt K-36 flossen in den neuen Typ mit ein. Die Hauptkonstrukteure, denen das neue Projekt übertragen wurde, waren Pentti E. Lehtinen, Kalevi Kakko und Olavi Karhu. Das erste Fahrzeug wurde nach nur eineinhalb Jahren, im Frühling 1961, abgeliefert. Da Kemijoki Oy die Bestellung der zweiten Zugmaschine stornierte, blieb es bei diesem einen gebauten Fahrzeug.<ref name="Sisu 75v: s.160-161" />

Technische Daten[Bearbeiten]

Datei:Sisu K-50SS without cabin.jpg
Der Sisu K-50SS während des Baus, noch ohne Fahrerhaus

Motor[Bearbeiten]

Der Sechszylinder-Rolls-Royce C6-TFL<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" />-Turbodieselmotor<ref name="TCM: Foden">New 300 b.h.p. Engine in Foden. In: The Commercial Motor. Temple Press, 31. Januar 1958 (commercialmotor.com [abgerufen am 12. Juni 2014]).</ref> leistet 223 kW (300 PS) und erzeugt ein Drehmoment von 1070 Nm. Seine Leistung ist damit um 43 % und sein Drehmoment um 56 % höher als beim Standard-Saugmotor. Die Bohrung beträgt 130,2 mm und der Hub 152,2 mm. Das Kompressionsverhältnis ist 14:1. Gestartet wird der Dieselmotor pneumatisch.<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" />

Getriebe und Fahrwerk[Bearbeiten]

Der hydraulische Drehmomentwandler vom Typ Rolls-Royce BF 11500Ms230 hat drei Stufen. Das Dreigang-Hauptgetriebe stammt von Foden. Zwischen Vorder- und Hinterachse ist ein ZF VG-800-4V1 Verteilergetriebe als Differential eingebaut. Die Vorderachse kann antriebslos geschaltet werden, dann ist auch die hydraulische Kupplung abgeschaltet, aber noch mechanisch verbunden.<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" />

Die von Kirkstall hergestellten Achsen sind mit einem sperrbaren Differential ausgestattet. Das Drehmoment wird zwischen den Hinterachsen mit einem Längsdifferential verteilt.<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" />

Das Fahrgestell ist in gleicher Weise wie bei Lokomotiven konstruiert; die Konstruktion wurde in den 1990er Jahren bei den Erdbewegungsfahrzeugen Sisu Mammut und Bambino, die für das schwedische Bergbauunternehmen LKAB gebaut wurden, wieder aufgegriffen.<ref name="Sisu 75v: s.160-161" />

Fahrerhaus[Bearbeiten]

Das große Fahrerhaus ist mit zwei Betten und einer kleinen Küche ausgestattet.<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" />

Verwendung und Eigenschaften[Bearbeiten]

Der K-50SS wurde für den Transport schwerer Bauteile auf nordfinnischen Wasserkraftwerksbaustellen verwendet.<ref name="Kuukuna: Sisu K 50 1961">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 180 tonnia kulkee suomalaisella Sisulla.] In: Kuukuna Gallery. (ein alter Presseausschnitt), , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Mai 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/gallery.kuukuna.netVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Um die Traktionsleistung zu erhöhen, konnte der Sisu K-50SS mit Betongewichten von bis zu 52.000 kg beladen werden. Das Fahrzeug ist 9000 mm lang, 3200 mm breit und 3570 mm hoch. Der Radstand beträgt 4700 mm + 1575 mm.<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" />

Über ein Untersetzungsgetriebe wird das Drehmoment an die Räder übertragen, wenn das Fahrzeug noch stillsteht. Damit ist ein ruckfreies Anfahren möglich. Die Höchstgeschwindigkeit liegt im höchsten Verhältnis bei 10 km/h, im niedrigsten Verhältnis bei 55 km/h. Eine hydraulische Kupplung kann für eine Verlangsamung verwendet werden.<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" />

Nach Angaben von zeitgenössischen Fahrern und anderen beteiligten Personen war das Fahrzeug leicht zu fahren und hat immer alle Erwartungen erfüllt.<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" /><ref name="Sisu 75v: s.160-161" />

Der Sisu K-50SS hat 21 Millionen finnische Mark gekostet und hatte bis zum Jahr 2010 nur eine Fahrleistung von 43.000 km erreicht.<ref name="AnS4 Sisu: s.90-94" /> Es ist das größte straßenzulässige Fahrzeug ohne Kipper und andere Überbauten, das bisher in den Nordischen Ländern gebaut worden ist. Zwar wurden noch größere Fahrzeuge gebaut, diese haben aber keine Straßenzulassung.<ref name="Sisu 75v: s.160-161" />

Der ursprüngliche Transportplan: Ein K-50SS zieht, während der andere schiebt

Aktueller Stand[Bearbeiten]

Im 21. Jahrhundert wurde das Fahrzeug nicht mehr aktiv eingesetzt, sondern in einer Garage in der Nähe des Pirttikoski-Kraftwerks abgestellt. Es wurde nach und nach restauriert, in seinen ursprünglichen Zustand zurückgesetzt und bei verschiedenen Oldtimertreffen ausgestellt.<ref name="Sisu 75v: s.160-161" /> 2006 wurde es von Kemijoki Oy an das Automuseum in Oulu übergeben.<ref name="Oulun Automuseo: Hyötyajoneuvot">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Hyötyajoneuvot.] Oulun Automuseo, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Juni 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oulunautomuseo.fiVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Mäkipirtti, Markku: Sisu. Hrsg.: Apali Oy (= Ajoneuvot Suomessa. Band 4.). Tampere 2010, ISBN 978-952-5877-05-2.
  • Blomberg, Olli: Suomalaista Sisua vuodesta 1931 – Monialaosaajasta kuorma-autotehtaaksi. 1. Auflage. Oy Sisu Auto Ab, Karis 2006, ISBN 952-91-4918-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />