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Skabiosen

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Skabiosen
Datei:Skabiose01.jpg

Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Kardengewächse (Dipsacoideae)
Gattung: Skabiosen
Wissenschaftlicher Name
Scabiosa
L.

Die Skabiosen (Scabiosa) bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Scabiosa columbaria — Flora Batava — Volume v3.jpg
Illustration der Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) aus Flora Batava Volume 3
Datei:Scabiosa africana 2.jpg
Blütenstand von Scabiosa africana
Datei:Scabiosa ochroleuca sl1.jpg
Fruchtstand und Früchte der Gelben Skabiose (Scabiosa ochroleuca)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Skabiosen sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Selten verholzen sie am Grund. Die Stängel sind nicht kantig und besitzen keine Stacheln.

Die gegenständigen Laubblätter sind ungeteilt bis gefiedert. Häufig stehen sie in nicht blühenden Rosetten.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen in breiten, lang gestielten köpfchenförmigen Blütenständen, die von ein bis drei Reihen Hüllblättern umgeben sind. Der Außenkelch ist bis zu 3 Millimeter hoch, häutig und undeutlich gezähnt. Am Köpfchenboden sitzen Spreublätter.

Die Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch endet in meist vier bis fünf Borsten oder Zähnen. Die Krone ist ungleichmäßig fünfzipfelig. Die Randblüten sind strahlig. Jede Blüte besitzt 4 Staubblätter, die mit den Kronzipfeln alternieren. Der Griffel trägt eine ungeteilte, schiefe Narbe. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Die Früchte sind nussartige, zylindrische, einsamige Schließfrüchte mit acht Furchen.

Etymologie[Bearbeiten]

Mit dem Namen wurden vor Linné mehrere Gattungen mit blauen, kopfigen Blütenständen bezeichnet. Die Herkunft und Bedeutung dieses Namens ist unklar. Sie wird vielfach von lateinisch scabies = Krätze, Hautausschlag, Ekzem, von scabere = ‚kratzen‘,<ref name="Genaust1976"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. Birkhäuser, Basel/Stuttgart 1976, ISBN 3-7643-0755-2, S. 331.</ref> abgeleitet. Auch die Trivialnamen Grindkraut, Krätzkraut kommen von dieser Verwendung, die sich jedoch lediglich auf Knautia arvensis bezog.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Scabiosa canescens sl6.jpg
Duft-Skabiose (Scabiosa canescens)
Datei:Scabiosa japonica var. alpina 1.JPG
Scabiosa japonica
Datei:Scabiosa lucida a5.jpg
Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida)
Datei:Scabiosa-ochroleuca 7284.jpg
Blütenstand der Gelben Skabiose (Scabiosa ochroleuca)
Datei:Scabiosa silenifolia PID1783-4.jpg
Leimkrautblättrige Skabiose (Scabiosa silenifolia)
Datei:Scabiosa turolensis subsp. turolensis Habitus 2010-7-03 ParqueNaturalLagunasdelaMata.jpg
Scabiosa turolensis
Datei:Scabiosa vestina0.jpg
Scabiosa vestina
Datei:Pseudoscabiosa fiore.jpg
Pseudoscabiosa limonifolia
Datei:Scabiosa atropurpurea 'Sweet scabious' (Dipsacaceae) plant.JPG
Samt-Skabiose (Sixalix atropurpurea)

Die Gattung Scabiosa wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, Seite 98, erstveröffentlicht<ref name="SpPla" />. Ein Synonym für Scabiosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. ist Asterocephalus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Zinn.<ref name="Euro+Med" /> Einige Arten wurden in andere Gattungen ausgegliedert.<ref name="Carlson2009" />

Die über 30 Arten der Gattung Scabiosa kommen ursprünglich im gemäßigten Eurasien, von Makaronesien bis Nordafrika und von Eritrea bis zum südlichen Afrika vor. In einigen Staaten der Vereinigte USA und in einigen Ländern Südamerikas kommen Arten der Gattung Scabiosa als Neophyten vor.<ref name="POWO" /> Etwa 20 Arten kommen in Europa vor. In Mitteleuropa kommen folgende Arten vor: Graue oder Duft-Skabiose (Scabiosa canescens), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), Krainer Skabiose (Scabiosa cinerea subsp. hladnikiana), Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida), Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca) und Südliche Skabiose (Scabiosa triandra).

Die Gattung Scabiosa s. str. enthält etwa 30<ref name="Carlson2009" /> (Scabiosa s. l. bis zu 100) Arten.<ref name="GRIN" />:<ref name="Euro+Med" />

Nicht mehr zu Scabiosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., sondern zur Gattung Lomelosia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf. gerechnet werden u. a. die folgenden Arten:<ref name="Euro+Med" /><ref name="Carlson2009" />

Nicht mehr zu Scabiosa sondern zu Pseudoscabiosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Devesa gerechnet werden die Arten:<ref name="Carlson2009" />

Nicht mehr zu Scabiosa sondern zur Gattung Sixalix Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf. gerechnet werden die Arten (Auswahl):<ref name="Euro+Med" /><ref name="Carlson2009" />

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="SpPla"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1. Stockholm 1753, S. 98 (Online – Erstveröffentlichung von Scabiosa eingescannt bei Biodiversity Heritage Library). </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Euro+Med"> G. Domina (2017): Dipsacaceae.: Datenblatt Scabiosa, In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Carlson2009"> Sara E. Carlson, Veronika Mayer, Michael J. Donoghue: Phylogenetic relationships, taxonomy, and morphological evolution in Dipsacaceae (Dipsacales) inferred by DNA sequence data. In: Taxon, Volume 58, Issue 4, 2009, S. 1075–1091. PDF. </ref> <ref name="POWO">Datenblatt Scabiosa bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Skabiosen (Scabiosa) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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