Skaup
Skaup Große Kreisstadt Großenhain
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(108)&title=Skaup 51° 20′ N, 13° 33′ O
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dim=10000 | globe= | name=Skaup | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 121 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 3 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Skaup, Stadt Großenhain. In: GEOindex. Abgerufen im Mai 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | 108 (Jan. 2026)<ref>Skaup - Stadt Grossenhain. Abgerufen im Mai 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 36 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1960 | |||||
| Eingemeindet nach: | Skäßchen | |||||
| Postleitzahl: | 01561 | |||||
| Vorwahl: | 03522 | |||||
Lage von Skaup in Sachsen
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Skaup ist ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Großenhain im sächsischen Landkreis Meißen. Der Ortsteil bildet mit den Ortsteilen Krauschütz, Uebigau und Skäßchen eine Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung, die damit gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher hat.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 4,74 MB) § 19. In: Webauftritt. Stadt Großenhain, abgerufen im Mai 2026.</ref>
Skaup liegt etwa fünf Kilometer nördlich der Kernstadt Großenhain. Durch den in der Niederung der Großen Röder gelegenen Ort führt die Kreisstraße 8510, von welcher in Höhe der Ortslage die Kreisstraße 8511 in Richtung Skäßchen abzweigt und die nur wenige hundert Meter westlich des Ortes in die Bundesstraße 101 mündet. Naturräumlich befindet sich Skaup in der Großenhainer Pflege.
Geschichte[Bearbeiten]
| Einwohnerentwicklung in Skaup ab 1834<ref name="HOV" /> | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | ||||
| 1834 | 93 | 1925 | 132 | 2014 | 109<ref name="Homepage GRH" /> | ||||
| 1871 | 134 | 1939 | 103 | ||||||
| 1890 | 143 | 1946 | 227 | ||||||
| 1910 | 124 | 1950 | 173 | ||||||
Ursprung und erste urkundliche Erwähnung[Bearbeiten]
Erste Funde menschlicher Besiedlung in der Gemarkung stammen aus der mittleren Bronzezeit. Skaup selbst ist ursprünglich eine slawische Gründung. Eine erste urkundliche Erwähnung des Straßenangerdorfes erfolgte im Jahre 1263 als Skup. Weitere Ortsnamensformen im Laufe der Zeit waren Schaupp (1540), Scaupa (1551), Schauppau (1555) und Skaupe (1824). Der Name bedeutet so viel wie ‚nasses Gelände‘.<ref name="Hanspach 91" /><ref name="HOV" />
Der heutige Ort ist überwiegend von Dreiseitenhöfen geprägt, welche sich um den alten Dorfanger reihen. Entstanden war er im Jahre 1322 auf einer wüst gefallenen Dorfstätte. Skaup gehörte zu jener Zeit zur sogenannten Pflege Hayn, dem späteren Amt Großenhain. Seine Größe wurde 1406 mit 14 Hufen und einen wüsten Garten angegeben. Im Jahre 1551 soll er 15 besessene Mann gehabt haben. Die Ortsgröße änderte sich im Laufe der Zeit wohl kaum, denn auch 1557 wurde diese noch mit 14 Hufen angegeben. Eingepfarrt waren die Dorfbewohner von Skaup in die Kirchgemeinde des benachbarten Dorfes Skäßchen.<ref name="Hanspach 91" /><ref name="HOV" />
Schwer in Mitleidenschaft wurde der Ort während des Dreißigjährigen Krieges. Die Folgen waren in Skaup noch lange Zeit zu spüren. Sechs im Jahre 1668 als brach liegend erwähnte Hufen, lagen der Überlieferung nach noch mehrere Jahrzehnte wüst. Sie wurden zwischenzeitlich zur Gemeindehutung genutzt. Außerdem galten die Skauper Dorfbewohner als sehr arm.<ref name="Hanspach 91" />
Jüngere Vergangenheit[Bearbeiten]
Im Zweiten Weltkrieg hatte der etwas nördlich des Großenhainer Flugplatzes gelegene Ort, wie auch andere umliegende Dörfer von Großenhain, schwere Zerstörungen zu beklagen, als man hier unter Beschuss geriet.<ref name="FFW" /> Die Stadt Großenhain selbst wurde dann letztlich Ende April 1945 kampflos an die Rote Armee übergeben.<ref name="Hanspach 107" />
Unter anderem als Folge der schweren Brandschäden des Krieges wurde Anfang 1948 in Skaup die Freiwillige Feuerwehr Skaup gegründet, dessen Mitglieder sich nicht nur für die Belange der Feuerwehr, sondern auch bei weiteren Projekten im Ort engagierten. So entstand 1963 am Dorfteich ein Feuerwehrhaus. Man beteiligte sich am Bau der örtlichen Abwasser- und Trinkwasserleitung und Ende der 1970er Jahre am Abriss des alten Gemeindehauses. Dem folgte anschließend ein Neubau, in welchem ein Versammlungsraum und eine Konsum-Verkaufsstelle integriert wurden, wieder unter Beteiligung von Mitgliedern der Feuerwehr.<ref name="FFW" />
1960 kam es im landwirtschaftlich geprägten Skaup zur Gründung einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) des Typs I, wozu von den Bauern der gesamte Boden eingebracht werden musste. Zunächst hatte die örtliche LPG, die den Namen Goldene Ähre erhielt, 17 Mitglieder. Zwanzig Jahre später schloss diese sich dann 1980, ebenso wie die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften in Strauch (Typ I) und Uebigau (Typ III), mit der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Freies Leben in Skäßchen zusammen. In diese LPG des Typs III musste von den Bauern nun der gesamte landwirtschaftliche Betrieb mit Boden, Vieh, Maschinen und Gebäuden eingebracht werden.<ref name="Hanspach 87" />
Als unmittelbar nach der Wende in der ehemaligen DDR am 20. Juli 1990 das Landwirtschaftsanpassungsgesetz in Kraft trat, wurde in der Folgezeit auch die LPG Freies Leben aufgelöst. Die Nachfolgegenossenschaft firmiert in der Gegenwart als Agrargenossenschaft Skäßchen.<ref name="Hanspach 91" />
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Eine erste Eingemeindung erfuhr der Ort im Jahre 1960, als man sich mit der nur wenig größeren Nachbargemeinde Skäßchen sowie den beiden Nachbardörfern Krauschütz und Uebigau zusammenschloss.<ref name="Hanspach 87" /> 1994 wurde Skaup dann gemeinsam mit den anderen Ortsteilen der Gemeinde nach Zabeltitz eingemeindet. Gemeinsam mit Zabeltitz und dessen anderen Ortsteilen folgte schließlich 2010 nach einem Bürgerentscheid die Eingemeindung ins benachbarte Großenhain.<ref name="Homepage GRH" /><ref name="Hanspach 91" /><ref name="HOV" /><ref>Jörg Mosch: Die große Mehrheit der Zabeltitzer will nach Großenhain in Sächsische Zeitung, 8. Juni 2009</ref>
Verkehr[Bearbeiten]
Die Bundesstraße 101 führt an Skaup vorbei. Zwei Buslinien verbinden Skaup unter anderem mit Blochwitz, Zabeltitz und Großenhain.<ref>Tarifzonenplan mit Liniennetz 2022</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen. Band 2. Leipziger Universitätsverlag, 2006, ISBN 3-937209-15-8, S. 705.
- Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2012: Vollständiges Ortslexikon. Walter de Gruyter-Verlag, 2012, ISBN 978-3-11-027806-4, S. 1294.
Weblinks[Bearbeiten]
- Skaup im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum
- Ortsteil Skaup In: Webauftritt der Stadt Großenhain
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Homepage GRH"> Skaup auf der städtischen Homepage von Großenhain, abgerufen am 30. Januar 2016 </ref> <ref name="HOV"> Skaup im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Hanspach 87"> Dietrich Hanspach, Haik Thomas Porada: Großenhainer Pflege. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Großenhain und Radeburg. Hrsg.: Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2008, ISBN 978-3-412-09706-6, S. 87. </ref> <ref name="Hanspach 91"> Dietrich Hanspach, Haik Thomas Porada: Großenhainer Pflege. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Großenhain und Radeburg. Hrsg.: Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2008, ISBN 978-3-412-09706-6, S. 91/92. </ref> <ref name="Hanspach 107"> Dietrich Hanspach, Haik Thomas Porada: Großenhainer Pflege. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Großenhain und Radeburg. Hrsg.: Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2008, ISBN 978-3-412-09706-6, S. 107. </ref> <ref name="FFW"> Internetauftritt der Ortsfeuerwehr Skaup auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Großenhain, abgerufen am 30. Januar 2016 </ref> </references>
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