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German Beach Tour

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(Weitergeleitet von Smart Beach Tour)
German Beach Tour
Aktuelle Saison German Beach Tour 2026
Sportart Beachvolleyball
Abkürzung GBT
Verband Deutscher Volleyball-Verband
Ligagründung 1992
Land/Länder Deutschland Deutschland
Website germanbeachtour.de

Die German Beach Tour ist die ranghöchste und seit 2006 einzige nationale Turnierserie des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) im Beachvolleyball. In früheren Jahren trug die Turnierserie wegen diverser Sponsoren verschiedene Namen (Vodafone Masters, Renault Beach Tour, Zürich Masters, Nokia Beach Cup, Smart Beach Tour, Techniker Beach Tour, Comdirect Beach Tour).

Das Abschlussturnier bildet jedes Jahr die Deutsche Meisterschaft. Die Qualifikation dafür erfolgt über die Rangliste, in welche die Ergebnisse der vorangegangenen Turniere einfließen. Die Deutsche Meisterschaft wurde 2026 erstmals in Dortmund ausgetragen.

Modus und Ausrichtung[Bearbeiten]

Austragungsorte 2026

Die jährlich von etwa Mai bis August ausgetragene Turnierserie besteht in der Regel aus acht Turnieren. Die Turniere werden in Städten oder an den Stränden von Nordsee und Ostsee veranstaltet. Jedes Turnier beginnt mit der Qualifikation am Donnerstag, bevor von Freitag bis Sonntag die Spiele der Hauptrunde ausgetragen werden. Manche Städte tragen zwei Turniere in aufeinanderfolgenden Wochen aus.

Der Modus ist für Frauen und Männer gleich. In der Qualifikation am Donnerstag spielen jeweils sechs Duos im einfachen K.-o.-System um zwei weitere Plätze im Hauptfeld. Die Hauptrunde wird ab Freitag beginnend mit dem Achtelfinale im Doppel-K.-o.-System gespielt. Am Sonntag finden jeweils die Halbfinals und Endspielen statt. Die Siegerehrung erfolgt direkt nach dem jeweiligen Finale.

Rangliste[Bearbeiten]

In die Rangliste, welche wöchentlich am Montag um 12:00 Uhr aktualisiert wird, fließen die besten 8 Ergebnisse pro Spieler aus Turnieren der letzten 52 Wochen ein. Dabei werden individuelle Spielerranglisten (sog. Einzelrangliste) und Teamranglisten geführt. Je nach Turnierkategorie und Platzierung werden unterschiedliche Anzahl von Ranglistenpunkten vergeben. Dabei fließen sowohl internationale Turniere, nationale Turniere als auch Turniere auf Landesverbandsebene in die Ranglisten ein.<ref>Anhang 2 zur BVO Deutsche Beach-Volleyball Ranglisten. In: Beachvolleyball Ordnung. 1. November 2025, abgerufen am 9. September 2026.</ref>

Zulassung und Teilnehmerfelder[Bearbeiten]

Die Teilnehmerfelder bei den Turnieren der German Beach Tour setzen sich aus einer bestimmten Anzahl an Teams aus der DVV-Rangliste, Teams aus der Qualifikation sowie vom DVV vergebenen Wildcards zusammen. Pro Geschlecht sind sechs Teams für das Hauptfeld gesetzt, die restlichen Startplätze werden in der Qualifikation ausgespielt. Die Vergabe von Wildcards erfolgt nach gewissen Kriterien und richtet sich an internationale Teams oder Perspektivteams.<ref>Anlage A zur BVO Durchführungsbestimmungen 2026 Deutsche Beach-Volleyball Tour und Deutsche Beach-Volleyball Meisterschaften. In: Beachvolleyball Ordnung. 30. April 2026, abgerufen am 10. September 2026.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste nationale Turnierserie im deutschen Beachvolleyball fand 1992 statt, vier Jahre vor der olympischen Premiere der Sportart.<ref>Geschichte der Sportart Beach-Volleyball. beach-volleyball.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. Juli 2018; abgerufen am 1. Juli 2018.</ref> Die erste deutsche Meisterschaft wurde im selben Jahr in Damp ausgetragen.<ref>Verzückt erstarrt. TAZ, 21. August 2000, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref>

1993 übernahm Frank Mackerodt mit seiner Agentur MNP die Organisation und richtete eine Masters-Serie ein.<ref name="Meilenstein">Ein Meilenstein. Volleyball Magazin, September 2012, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref> Timmendorfer Strand wurde zum Austragungsort der deutschen Meisterschaft und blieb es bis einschließlich 2025. Jörg Ahmann und Axel Hager gewannen dort den Titel.<ref name="Meilenstein" /> Mit ihrer Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2000 sorgten sie später für ein verstärktes Interesse in Deutschland. Seit 2004 ist die Spielstätte in Timmendorfer Strand nach ihnen als Ahmann-Hager-Arena benannt.<ref name="Meilenstein" /> Die deutsche Tour entwickelte sich zur zweitgrößten nationalen Turnierserie hinter der US-amerikanischen AVP-Tour.<ref name="Meilenstein" /> In den Jahren rund um die Jahrtausendwende wurden auch die größten Preisgelder gezahlt. Nach den anfänglichen 25.000 € im Jahr 1992 stiegen die Zahlen und zwischen 1996 und 2005 wurden jeweils Preisgelder zwischen 300.000 und 400.000 € gezahlt.<ref name="Ist">Ist-Situation Beach-Volleyball in Deutschland. (PDF) DVV, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref>

2003 musste Mackerodt jedoch Insolvenz anmelden und die Tour wurde mit Renault als neuem Hauptsponsor neu gestaltet.<ref name="Meilenstein" /><ref>Der Konkurrenzkampf der Serien und Veranstalter. FAZ, 13. August 2002, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref> Die Tour 2003 bestand aus acht Masters und zwölf Cup-Turnieren. In den folgenden beiden Jahren wurde die Anzahl der Masters auf fünf Turniere reduziert.<ref name="Ist" /> Drei Jahre später begann die Zeit der Smart Beach Tour. Die Masters wurden abgeschafft und stattdessen wurden von 2008 bis 2017 einige der Turniere als Supercups ausgetragen.<ref name="Ist" /> Insgesamt gab es pro Jahr acht Turniere, zuerst in der Verteilung drei Supercup- und fünf Cup-Turniere und ab 2011 jeweils vier Turniere von beiden Kategorien.<ref name="Ist" /> Die Preisgelder betrugen in dieser Zeit zwischen 140.000 und 250.000 € und zusätzlich gab es für die Turniersieger ab 2013 noch zwei Autos des Hauptsponsors.<ref name="Ist" /> Nach einem Rechtsstreit um die TV- und Marketingrechte trennten sich im Dezember 2012 die Wege des DVV und der Münchner Agentur Sportsandevents, die über zehn Jahre die deutsche Beachvolleyball-Tour organisiert hatte.<ref>Beach-Volleyball Vermarktungsrechte rechtswidrig vergeben. OpenPR, 21. Mai 2014, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref> Ab 2013 war Sky Deutschland Medienpartner und Vermarkter der Tour und Mackerodt kehrte als Organisator zurück. Der Sender übertrug die Endspiele der Supercups sowie Halbfinale und Finale der deutschen Meisterschaft.<ref>Beach: Sky löst sae ab – Frank Mackerodt wird Tourorganisator. Volleyball Magazin, 18. Dezember 2012, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref> Die Partnerschaft mit Sky endete mit der Tour 2017.<ref>DVV und SKY beenden Partnerschaft nach 2017. DVV, 14. Juli 2017, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref> 2018 wurde die Tour wieder neu organisiert und nach dem Hauptsponsor in Techniker Beach Tour umbenannt. Der Spielmodus wurde vom Doppel-KO-System auf eine Gruppenphase umgestellt. Liveübertragungen gab es nun in Livestreams und teilweise beim TV-Sender ProSieben Maxx.<ref>Die Techniker Beach Tour 2018 mit neuem Turniermodus. DVV, 25. April 2018, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref> Wegen der COVID-19-Pandemie in Deutschland fiel die geplante Tour 2020 aus. Als Ersatz fand die Comdirect Beach Tour 2020 statt, eine verkürzte Turnierserie zur Qualifikation und Vorbereitung für die deutsche Meisterschaft. Als Medienpartner dabei waren Sport1, Sportdeutschland.TV sowie das Team von Trops4 (heute Spontent), das parallel auch einige Turnierformate wie die German Beach Trophy organisierte.<ref>Aus Road To Timmendorfer Strand wird comdirect beach tour. DVV, 17. Juli 2020, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref> 2021 fand die Tour nach einigen Planänderungen mit sieben Turnieren statt, wobei in Hamburg im System King of the Court gespielt wurde.<ref>Qualifiers Timmendorfer Strand komplett. DVV, 16. Juni 2021, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref>

2022 sollte es sechs Turniere in den drei Städten Düsseldorf, Hamburg und Münster geben.<ref>Aufschlag für den nationalen Beach-Volleyball Sommer 2022. DVV, 24. März 2022, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref> Durch die Insolvenz der DVV-Tochterfirma Deutsche Volleyball Sport GmbH (DVS) wurde die Serie als German Beach Tour neu aufgestellt. Seitdem ist Spontent mit seiner Tochterfirma NBO Event GmbH Ausrichter und Medienpartner der Tour.<ref>German Beach Tour - Weichen für die nächsten Jahre gestellt. DVV, 4. September 2022, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref> Sportlich wurde das Teilnehmerfeld reduziert und das Doppel-KO-System wieder eingeführt. Außerdem gibt es seit 2022 eine zweite Turnierserie, die in den ersten beiden Jahren unter dem Namen Rock the Beach stattfand und Beachvolleyball mit Musikfestivals verbinden soll.<ref>Die neue nationale ROCK the BEACH Serie startet Ende Juni. DVV, 26. April 2022, abgerufen am 16. Mai 2024.</ref>

2026 wurde die Deutsche Meisterschaft erstmals nicht in Timmendorfer Strand, sondern in Dortmund ausgespielt.<ref>Beachvolleyball DM: Dortmund baut Riesen-Strand. WDR, 19. August 2026, abgerufen am 2. September 2026.</ref>

Übersicht der Turniere[Bearbeiten]

2003 bis 2009[Bearbeiten]

2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
München München Bonn Bonn Dresden Norderney Essen
Leipzig Hamburg Norderney Leipzig Erfurt Leipzig Norderney
Hamburg Norderney Erfurt Essen Essen Essen Dresden
Tegernsee Leipzig Hamburg Dresden Kühlungsborn Fehmarn München
Norderney Hannover München Binz Sankt Peter-Ording Binz Usedom
Essen Dresden Essen Sankt Peter-Ording Fehmarn Sankt Peter-Ording Sankt Peter-Ording
Berlin Zinnowitz Leipzig Fehmarn München München Fehmarn
Mannheim Burg Bremen Köln Norderney Bonn Bonn
Warnemünde Binz Dresden München Bonn
Dresden Sankt Peter-Ording Binz
Binz Konstanz Sankt Peter-Ording
Zinnowitz Kühlungsborn Köln
Dortmund Essen Konstanz
Kühlungsborn Wangerooge Wyk
Konstanz Wyk Wangerooge
Sankt Peter-Ording Frankfurt Frankfurt
Frankfurt Bonn Burg
Wangerooge
Burg
Bonn
Masters – Supercup

2010 bis 2019[Bearbeiten]

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Frankfurt Münster Münster Norderney Münster Münster Münster Münster Münster Münster
Norderney Hamburg Norderney Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg Nürnberg Dresden Düsseldorf
Hamburg Norderney Frankfurt Münster Binz Jena Dresden Dresden Düsseldorf Nürnberg
Münster Heidelberg Hamburg Mannheim Köln Dresden Jena Kühlungsborn Nürnberg Dresden
Fehmarn Leipzig Heidelberg Köln Sankt Peter-Ording Binz Duisburg Duisburg Kühlungsborn Sankt Peter-Ording
Bonn Sankt Peter-Ording Leipzig Binz Dresden Sankt Peter-Ording Binz Binz Sankt Peter-Ording Fehmarn
Leipzig Köln Sankt Peter-Ording Sankt Peter-Ording Kühlungsborn Nürnberg Sankt Peter-Ording Sankt Peter-Ording Leipzig Zinnowitz
Sankt Peter-Ording Essen Bonn Kühlungsborn Nürnberg Kühlungsborn Kühlungsborn Hamburg Zinnowitz Kühlungsborn
Supercup

Seit 2020[Bearbeiten]

2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027
Düsseldorf (F) Düsseldorf Düsseldorf Bremen Düsseldorf Düsseldorf Düsseldorf Düsseldorf
Düsseldorf (M) Düsseldorf Düsseldorf Bremen Düsseldorf Düsseldorf Düsseldorf Berlin
Düsseldorf (F) Stuttgart München Hamburg Bremen Hamburg Berlin Berlin
Düsseldorf (M) Stuttgart Hamburg Düsseldorf Heidelberg Bremen Berlin Esslingen
Hamburg (F) Königs Wusterhausen Bremen Düsseldorf München München München München
Hamburg (M) Berlin Münster München München München München München
Hamburg München Kühlungsborn Berlin Hamburg Hamburg
Berlin Kühlungsborn Berlin Hamburg

Medien und Organisation[Bearbeiten]

Alle Spiele werden im kostenlosen Livestream von Spontent auf der Plattform Twitch übertragen. Außer der ersten Qualifikationsrunde werden die Spiele kommentiert und die Chat-Funktion ermöglicht eine direkte Interaktion mit den Zuschauern. Seit 2024 laufen die Partien der Hauptrunde zusätzlich beim Streamingdienst Dyn.<ref>German Beach Tour feiert Auftakt in Düsseldorf. DVV, 7. Mai 2024, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref> Außerdem gibt es einen unkommentierten Livestream bei YouTube.

Das Turniergelände ist für die Zuschauer während des gesamten Turniers kostenlos zugänglich. Für die Spiele am Samstag und Sonntag können sich die Besucher Tickets kaufen und sich damit einen festen Sitzplatz auf der Tribüne reservieren.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: German Beach Tour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references /> Vorlage:Navigationsleiste German Beach Tour