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Sodingen (Herne)

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Datei:Akademie Mont-Cenis.jpg
Akademie Mont-Cenis in Sodingen

Sodingen ist ein Stadtteil von Herne, in dem 11.638 Personen wohnen (Dezember 2019). Er zählt zum Stadtbezirk Herne-Sodingen. Zu ihm gehört auch die ehemalige Bauerschaft Gysenberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Sodingen wurde erstmals um 1150 als de Sothinkge im Urbar der Reichsabtei Werden erwähnt.<ref>Willy Timm: Die Ortschaften der Grafschaft Mark in ihren urkundlichen Früherwähnungen und politischen Zuordnung bis zu Gegenwart, Unna 1991, S. 104/105.</ref> 1293 erscheint urkundlich ein Everhardus de Sodinge und 1315 ein Adam dictus de Sodinge. Ihnen gehörte das ehemalige Rittergut Haus Sodingen. Ritter Adam verkaufte 1313 sein Gut Renninckhusen an das Stift Elsey.<ref>Edeltraud Klueting: Das (freiweltliche) adelige Damenstift Elsey. Geschichte, Verfassung und Grundherrschaft in Spätmittelalter und Frühneuzeit. Altenaer Beiträge, Band 14, 1980, S. 210.</ref>

Sodingen gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in eigener Bauerschaft zum Kirchspiel und Gericht Castrop zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die 16 Steuerpflichtigen in der Bauerschaft zwischen 1 und 6 Goldgulden an Abgabe zu leisten. Darunter der Schult van Gysenberg und der Schult van Puppinckhusen.<ref>Aloys Meister: Die Grafschaft Mark, Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 9 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Sodingen).</ref> Im Jahr 1705 waren in der Baurschafft Sodingen 7 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Bochum im Kataster verzeichnet.<ref>Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705, Bearb. von Willy Timm, S. 102.</ref> 1716 war Johann Conrad Freiherr von Strünckede u. a. Gerichtsherr in Sodingen.<ref>Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland AA 0544 / Werden, Urkunden AA 0544, Nr. 3880</ref>

Die Deutung des Ortsnamens kann mit das zu Sötho Gehörende oder Stelle, an der es eine Quelle/einen Brunnen gibt umschrieben werden.<ref>Michael Flöer: Die Ortsnamen des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Stadt Bochum und der Stadt Herne, in: Westfälisches Ortsnamenbuch, Band 14, Bielefeld 2020, S. 221–222.</ref>

Am 30. Mai 1913 wurde die Gemeinde Giesenberg-Sodingen (auch Giesenberg genannt) amtlich in Sodingen umbenannt. Die Eingemeindung nach Herne erfolgte am 1. April 1928.<ref></ref> Das Amt Sodingen gehörte damals zum Landkreis Dortmund.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Zum 31. Dezember 2019 lebten 11.638 Einwohner im Ortsteil Sodingen, davon 5.547 Einwohner im statistischen Bezirk Sodingen-Kern, 4.323 Einwohner im statistischen Bezirk Sodingen-Süd und 1.768 Einwohner im statistischen Bezirk Constantin.<ref>Stadtteilprofile Herne – Statistische Bezirke 2019: Bevölkerung in den statistischen Bezirken insgesamt, Stadt Herne (PDF, 4,9 MB).</ref>

Sodingen-Kern[Bearbeiten]

Struktur der Bevölkerung im statistischen Bezirk Sodingen-Kern im Jahr 2019:

Sodingen-Süd[Bearbeiten]

Struktur der Bevölkerung im statistischen Bezirk Sodingen-Süd im Jahr 2019:

  • Bevölkerungsanteil der unter 18-Jährigen: 18,5 % (Herner Durchschnitt: 16,0 %)<ref name="SH-1" />
  • Bevölkerungsanteil der mindestens 65-Jährigen: 19,6 % (Herner Durchschnitt: 21,8 %)<ref name="SH-2" />
  • Ausländeranteil: 21,1 % (Herner Durchschnitt: 18,7 %)<ref name="SH-3" />
  • Arbeitslosenquote: 5,7 % (Herner Durchschnitt: 7,9 %)<ref name="SH-4" />

Constantin[Bearbeiten]

Struktur der Bevölkerung im statistischen Bezirk Constantin im Jahr 2019:

  • Bevölkerungsanteil der unter 18-Jährigen: 11,8 % (Herner Durchschnitt: 16,0 %)<ref name="SH-1" />
  • Bevölkerungsanteil der mindestens 65-Jährigen: 24,8 % (Herner Durchschnitt: 21,8 %)<ref name="SH-2" />
  • Ausländeranteil: 3,0 % (Herner Durchschnitt: 18,7 %)<ref name="SH-3" />

Kultur[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Die neugotische Kirche St. Peter und Paul wurde 1902 bis 1903 errichtet.

Ebenfalls erwähnenswert ist die Kirche St. Johannis in der Mont-Cenis-Straße, der ein Kindergarten, ein Gemeindezentrum und das Pfarramt angeschlossen sind.<ref>Website der Johanniskirche in Herne-Sodingen mit einigen Ansichten des Gotteshauses; abgerufen am 11. Dezember 2015.</ref>
Das historische Gotteshaus wurde im Jahr 2009 von dem Essener Spezialbaubetrieb Schultheis umfassend saniert.<ref>Website des Spezialbaubetriebs Schultheis mit Bildern von der Sanierung, abgerufen am 11. Dezember 2015.</ref>

Vereine[Bearbeiten]

Zum Vereinsleben von Sodingen zählen unter anderem der Sport-Verein von 1912 Sodingen, Schachklub Herne-Sodingen 1924 und Arminia Sodingen 1926.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hans Schwake (1904–1979), Berghauptmann in Dortmund und Bonn

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Sodingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Koordinaten: 51° 32′ N, 7° 16′ O

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