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Sof pasuq

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(Weitergeleitet von Sof Pasuk)

Vorlage:Infobox Teamim24

Silluq und Sof pasuq ◌ֽ׃ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), auch Siluk und Sof pasuk<ref>Akzente, hebräische – Sof passuk. In: Georg Herlitz, Ismar Elbogen: Jüdisches Lexikon : ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden. Jüdischer Verlag, Berlin, S. 477–478 (sammlungen.ub.uni-frankfurt.de).</ref> ist eine Trope in der jüdischen Liturgie und zählt zu den biblischen Satz-, Betonungs- und Kantillationszeichen Teamim, die im Tanach erscheinen.<ref>Solomon Rosowsky: The Cantillation of the Bible. The Five Books of Moses. The Reconstructionist Press, New York 1957.: „Cantillation proceeds according to the special graphic signs–tropes or accents–attached to every word in the Bible.“ in Verbindung mit einer Fußnote zu tropes: „In this work we use the term trope (Greek tropos – turn) long accepted in Jewish practice.“</ref>

Begriffe[Bearbeiten]

Vorlage:Hinweis Etymologie Trope Übersetzt bedeutet Sof pasuq ‚Ende des Verses‘. In der aschkenasischen Tradition wird das Zeichenpaar Sof pasuq oder Silluq genannt. In der sephardischen und italienischen Tradition wird es Sof pasuq genannt. Die Tabula accentuum schreibt {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).

Symbol[Bearbeiten]

Das Symbol besteht aus einer Kombination von zwei Zeichen: dem eigentlichen Silluq-Zeichen, einem kleinen senkrechten Strich unter der betonten Silbe und dem eigentlichen Sof-pasuq-Zeichen, einem Doppelpunkt hinter demselben Wort. Silluq ֽund Meteg {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) haben das gleiche Symbol. Sie werden nur durch ihre Stellung unterschieden.

Silluq und Meteg[Bearbeiten]

Meteg wird benutzt bei besonders langen Wörtern oder bei Wortgruppen, die mit Maqqef verbunden sind, um eine Nebenbetonung anzuzeigen.<ref name="Jacobson">Jacobson (2005), S. 41–42.</ref> Wenn Silluq und Meteg zusammen auf einem Wort vorkommen, dann steht Meteg vor Silluq. Jacobson illustriert dies mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) an einem akademischen Beispiel.<ref name="Jacobson" /> (Das Wort kommt in der BHS nicht mit Meteg und Silluq vor.) Silluq und Sof Pasuq kommen stets zusammen vor, und Sof Pasuq niemals alleine mit Meteg.

Sof parascha[Bearbeiten]

Sof parascha ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine besondere Form des Sof pasuq. Damit wird das Ende einer Parascha, also einer einzelnen Toravorlesung gekennzeichnet. Sof parascha wird in einer anderen Melodie gesungen, um damit das Ende der Lesung anzudeuten.<ref>Theodore Karp: Aspects of orality and formularity in Gregorian chant. S. 25.</ref> Sof parascha kann bei verschiedenen Versen eingesetzt werden, die auf verschiedenen Leseplänen basieren, so bei der vollständigen Parascha am Schabbat Schacharit, oder auch bei einer teilweisen Toravorlesung, wie Werktags, am Schabbat Mincha, bei ausgewählten Feiertagen oder im Dreijahreszyklus.

Ein Sof parascha kommt in zwei verschiedenen Formen vor. Mit Vorlage:Judaistik/singleChar wird eine Petucha ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) – ein Oberabschnitt) abgeschlossen. Diese kann bei Bedarf in Unterabschnitte gegliedert sein. Ein solcher Unterabschnitt wird als Setuma (zu {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bezeichnet und mit Vorlage:Judaistik/singleChar abgeschlossen. Diese Markierungen finden sich so in der BHS. Sie dürfen nicht mit der Randmasora {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) verwechselt werden, mit der wöchentliche Leseabschnitte („Paraschen“ und „Sedarim“) markiert sind.<ref>Das Studium des Alten Testaments: Eine Einführung in die Methoden der Exegese. In: Manfred Dreytza, Walter Hilbrands, Hartmut Schmid (Hrsg.): Bibelwissenschaftliche Monographien (BWM) (= TVG-Monographien). 2. Auflage. Band 10. SCM R. Brockhaus, Wuppertal 2007, ISBN 978-3-417-29471-2, 2.2.2.3.b Leseabschnitte, S. 44.</ref>

Sof sefer[Bearbeiten]

Eine weitere Version des Sof pasuq stellt das Betonungszeichen als Sof sefer ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) dar. Am Ende eines jeden der fünf Bücher der Tora wird eine besondere Melodie eingesetzt. Damit sollen die Worte {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) betont werden. Ein Analogon findet sich in Vorlage:Bibel/Link. Die Aufforderung bezieht sich jedoch auf Vorlage:Bibel/Link ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Dem traditionellen Verständnis nach hält Josua die Rollen der Tora in der Hand, während er den Segen empfängt. Die Worte werden nach dem Schlusswort zunächst von der Gemeinde vorgetragen und dann durch den Vorsänger wiederholt.<ref>mattrutta.blogspot.com</ref><ref>rabbinicalassembly.org (PDF)</ref>

Grammatik[Bearbeiten]

Sof pasuq ist ein Trennungszeichen der obersten Ebene, das stärkste aller Trennungzeichen, und ist in der Hierarchie der Zeichen zusammen mit Etnachta ein Kaiser. Es entspricht einem Punkt und schließt einen Satz ab. Nach Sof pasuq folgt bei der Lesung immer eine Atempause, manche Worte erscheinen daher bei Sof pasuq in Pausalformen.

Kombinationsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Sof pasuq/Silluq Mercha Tipcha Mercha
׃ ֽ ֥ ֖ ֥

Sof pasuq/Silluq tritt auch mit einem vorhergehenden Mercha, Tipcha und Mercha auf, und zwar in dieser Reihenfolge, dabei entweder alle oder einige von ihnen.<ref name="Jacobson" /> Allerdings unterscheiden sich die Gebetsmelodien der Tropen Mercha und Tipcha in der Sof-Pasuq-Gruppe von der in der Etnachta-Tropengruppe.<ref>The Sof pasuq can be preceded by the marks Mercha, Tipcha, and Mercha in that order, including either all or some of these. However, these Merchas and Tipchas do not have the same melody as those in the Etnachta Group. Marshall Portnoy, Josée Wolff: The Art of Cantillation. Band 2: A Step-By-Step Guide to Chanting Haftarot. S. 15.</ref> Insgesamt gibt es fünf Alternativen.<ref>Altogether, there are five possible arrangements how these can appear. Marshall Portnoy, Josée Wolff: The Art of Cantillation, Band 2: A Step-By-Step Guide to Chanting Haftarot. S. 16.</ref>

Jacobson illustriert die Kombination bestehend aus Silluq und Mercha an den Beispielen Lev 16,13 BHS וְלֹ֥א יָמֽוּת׃, Lev 17,1 BHS אֶל־מֹשֶׁ֥ה לֵּאמֹֽר׃, Gen 12,6 BHSאָ֥ז בָּאָֽרֶץ׃, Gen 13,6 BHS לָשֶׁ֥בֶת יַחְדָּֽו׃, Gen 20,13 BHS אָחִ֥י הֽוּא׃, Gen 9,26 BHS (עֶ֥בֶד לָֽמֹו׃).<ref name="Jacobson" /><ref>Jacobson (2002), S. 547 f.</ref>

Vorkommen[Bearbeiten]

Sof pasuq ist das häufigste aller Zeichen und kommt in jedem Satz vor. Die Tabelle zeigt das Vorkommen von Sof pasuq in den 21 Büchern.<ref name="Price5">James D. Price: Concordance of the Hebrew accents in the Hebrew Bible: Concordance …. 1. Band, S. 5.</ref>

Teil des Tanach Sof pasuq
Tora 5852
Vordere Propheten 4318
Hintere Propheten 4975
Ketuvim 3599
Gesamt 18744

In den poetischen Büchern[Bearbeiten]

Sof pasuq/Silluq zählt zu den Ta’amei Sifrei Emet, den Zeichen der drei poetischen Bücher Ijob {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) = Aleph, Sprichwörter {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Mischle) = Mem und Psalmen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Tehilim) = Taw, dazu kommen noch Vokale, um den Begriff aussprechen zu können.

Die Funktion von Sof pasuq/Silluq ist ähnlich wie in den 21 Büchern, Silluq ist jedoch der einzige Trenner der obersten Ebene (Kaiser). Ein Vers kann in ein, zwei oder drei Abschnitte oder Stichen unterteilt werden. Es gibt Verse, die kein Etnachta haben, Verse mit zwei Abschnitten werden mit Etnachta unterteilt und Verse mit drei Abschnitten beenden den ersten Teil mit Ole we-Jored, den zweiten mit Etnachta und den letzten mit Sof pasuq. Die Trennung durch Ole we-Jored hat dabei ein stärkeres Gewicht als eine Trennung durch Etnachta.

Sof pasuq kann ohne Konjunktionen sein oder kann mehrere vorangehende konjunktive Zeichen haben. Häufig ist es ein Mercha oder Munach und seltener ein Illuj. Falls zwei Konjunktionen auftauchen, ist es meistens Munach mit einem vorhergehenden Tarcha. Mehr als zwei konjunktive Zeichen sind selten und in solchen Fällen ist ein anderer vorangehender Trenner aus musikalischen Gründen ausgefallen, sodass stattdessen nur dessen Konjunktionen stehen bleiben.<ref>Price, Bd. 5, S. 1105–1107.</ref>

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt das Vorkommen von Sof pasuq/Silluq in den drei poetischen Büchern.<ref name="Price1095">James D. Price: Concordance of the Hebrew accents in the Hebrew Bible. Band V, S. 1095.</ref>

Teil des Tanach Sof pasuq/Silluq
Psalmen 2527
Ijob 1023
Sprüche 915
Gesamt 4465

Literatur[Bearbeiten]

  • William Wickes: A treatise on the accentuation of the three so-called poetical books on the Old Testament, Psalms, Proverbs, and Job. 1881 (archive.org).
  • William Wickes: A treatise on the accentuation of the twenty-one so-called prose books of the Old Testament. 1887 (archive.org).
  • Arthur Davis: The Hebrew accents of the twenty-one Books of the Bible (K"A Sefarim) with a new introduction. 1900 (archive.org)
  • Francis L. Cohen: Cantillation. In: Isidore Singer (Hrsg.): The Jewish Encyclopedia. Band III. KTAV Publishing House, New York, S. 542–548 (1901–1906).
  • Joseph Telushkin: Jewish literacy. The most important things to know about the Jewish religion, its people, and its history. W. Morrow, New York City 1991, OCLC 22703384.
  • James D. Price: Concordance of the Hebrew accents in the Hebrew Bible. Band I: Concordance of the Hebrew Accents used in the Pentateuch. Edwin Mellon Press, Lewiston, New York 1996, ISBN 0-7734-2395-8.
  • Marshall Portnoy, Josée Wolff: Art of Torah Cantillation. A Step-by-step Guide to Chanting Torah. Uahc, New York 2000, OCLC 609566565.
  • Joshua R. Jacobson: Chanting the Hebrew Bible. The art of cantillation. 1. Auflage. Jewish Publication Society, Philadelphia 2002, ISBN 0-8276-0693-1.
  • Joshua R. Jacobson: Chanting the Hebrew Bible. Student Edition. The Jewish Publication Society, Philadelphia 2005, ISBN 0-8276-0816-0.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />