Solwodi
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| colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Solwodi Logo with Tagline.jpg | |
| Rechtsform | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (ZVR: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Gründung | 1985 |
| Auflösung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Gründer | Lea Ackermann |
| Sitz | Koblenz<ref name="imp">Solwodi - Impressum. Abgerufen am 13. Juli 2022.</ref> |
| Vorläufer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Nachfolger | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Motto | SOLWODI – Solidarity with women in distress |
| Zweck | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Schwerpunkt | Betreuung und Beratung von Betroffenen von Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsverheiratung, Weiblicher Genitalverstümmelung, "Ehrgewalt" |
| Aktionsraum | Deutschland, Rumänien, Ungarn, Österreich, Kenia |
| Vorsitz | Maria Decker<ref name="imp" /> |
| Geschäftsführung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Eigentümer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Umsatz | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Stiftungskapital | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Beschäftigte | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Freiwillige | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Mitglieder | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Website | solwodi.de |
Solwodi (Abkürzung von „Solidarity with Women in Distress“, dt.: Solidarität mit Frauen in Not) ist eine Frauenrechtsorganisation, die sich für Frauen mit Flucht- und Migrationskontext einsetzt, die von Gewalt betroffen sind<ref>Solwodi - Wir über uns. Abgerufen am 29. Juni 2026.</ref>:
- Menschenhandel
- Zwangsprostitution
- Zwangsverheiratung
- Weibliche Genitalverstümmelung
- sogenannte Ehrgewalt
- sonstige Formen geschlechtsspezifischer Gewalt und Verfolgung
- Sexualisierte Gewalt
Geschichte der Organisation[Bearbeiten]
Die Ordensfrau Lea Ackermann von der Gemeinschaft der Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika (Weiße Schwestern) gründete diese seit 1987 in Deutschland aktive Organisation im Jahr 1985 in Mombasa an der kenianischen Küste.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Katholikentag Mannheim: Solwodi-Gründerin Lea Ackermann im Gespräch ( vom 16. Oktober 2011 im Internet Archive)</ref> Die promovierte Erziehungswissenschaftlerin war von ihrer Ordensleitung für die Ausbildung von Religionslehrern nach Mombasa entsandt worden und sah sich dort mit dem Leid der Prostituierten konfrontiert. Lea Ackermann schlug ihrer Provinzialoberin vor, etwas für die Frauen und Mädchen zu tun, die sich wegen ihrer Armut prostituieren, was diese begrüßte, jedoch dafür kein Geld in Aussicht stellen konnte. Also schrieb Schwester Lea 100 Briefe an Verwandte und Bekannte in Deutschland, in denen sie um zehn Mark pro Spender und Monat für ein Frauenzentrum bat, das in einem verfallenen Lagerhaus, zu einer Bildungs- und Arbeitsstätte für den Ausstieg aus der Prostitution umfunktioniert, errichtet wurde.<ref>Solwodi : Ausstiegshilfe für Prostituierte – Ehrenamt – Leben & Lieben. In: woman.brigitte.de. 30. September 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. September 2009; abgerufen am 3. April 2023.</ref>
SOLWODI Deutschland e.V.[Bearbeiten]
SOLWODI Deutschland e.V. hat seinen Sitz in Koblenz und ist der Dachverein von SOLWODI. Er hat unter sich fünf Landesvereinen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin und Bayern. Der Schwerpunkt liegt auf der Betreuung und Beratung von Frauen und Mädchen mit Migrations- und Fluchthintergrund, die Betroffene von Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsverheiratung, FGM/C, "Ehrgewalt" sowie weiterer Formen geschlechtsspezifischer Gewalt sind<ref>Solwodi - Struktur: SOLWODI in Deutschland. Abgerufen am 29. Juni 2026.</ref>.

SOLWODI hat insgesamt 21 Fachberatungsstellen<ref>Solwodi - Fachberatungsstellen. Abgerufen am 29. Juni 2026.</ref>: in Aachen, Augsburg, Berlin, Bonn, Braunschweig, Duisburg, Fulda, Gemünden am Main, Koblenz, Ludwigshafen am Rhein, Mainz, München, Oberhausen, Osnabrück, Passau, Regensburg, Rehau und Würzburg. Die Mitarbeiterinnen bieten eine umfassende, ganzheitlich ausgerichtete psychosoziale Betreuung und Beratung, sichere Unterbringung in sieben SOLWODI-Schutzunterkünften, Vermittlung juristischer und medizinischer Hilfe sowie Unterstützung bei der Rückkehr in die Heimatländer, wenn Migrantinnen zurückkehren wollen oder es müssen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Provinzialat der Missionsschwestern vom Hlst. Herzen Jesu: Solwodi – Solidarität mit Frauen in Not ( vom 23. Dezember 2010 im Internet Archive)</ref><ref>Lea Ackermann: Mit Mut und Wut. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 3. April 2023]).</ref>
Um effektiv helfen zu können, ist Solwodi Deutschland mit anderen Beratungsstellen und Organisationen im In- und Ausland vernetzt. In Deutschland hat die Organisation 75 feste Mitarbeiterinnen (davon 16 Ordensfrauen), ehrenamtliche Arbeitskreise (AK) sowie 16.000 Freunde und Förderer.<ref>Solwodi feiert 25-jähriges Jubiläum. In: www.emma.de. 11. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Oktober 2010; abgerufen am 3. April 2023.</ref> Solwodi ist Mitglied der Europäischen Bewegung Deutschland<ref>SOLWODI Deutschland e. V. In: www.netzwerk-ebd.de. 6. März 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. März 2021; abgerufen am 3. April 2023.</ref> und wird unter anderem von Zonta International<ref>Solwodi. In: www.zonta-koblenz.de. 6. August 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. August 2013; abgerufen am 3. April 2023.</ref> und der Peter Ustinov Stiftung unterstützt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Peter-Ustinov-Stiftung: Frauenhilfsorganisation Solwodi Deutschland e. V. ( vom 28. Juli 2011 im Internet Archive)</ref> Solwodi setzt sich für ein „Europa ohne Prostitution“ ein<ref>Saarbrücker Zeitung: Kampf gegen Sex-Touristen. In: www.saarbruecker-zeitung.de. 2. Januar 2014, abgerufen am 3. April 2023.</ref> und ist Gründungsmitglied von CAP international (Coalition against Prostitution). 2020 war SOLWODI Deutschland e. V. zudem Gründungsmitglied des Bündnisses Nordisches Modell.
Vom 2. bis 5. April 2019 richtete Solwodi in Mainz zusammen mit CAP INTL und Armut und Gesundheit in Deutschland e. V. in Mainz den 3. Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen aus, an dem 400 internationale NGOs und Privatpersonen teilnahmen. Auf dem Kongress wurde als Abschlussdokument die „Mainzer Erklärung“ verabschiedet,<ref>Mainzer Erklärung gegen Prostitution. In: www.emma.de. 24. April 2019, abgerufen am 2. Januar 2024.</ref> in der u. a. für Deutschland die Einführung des „Nordischen Modells“ (Sexkaufverbot) als gesetzgeberisches Instrument für den Bereich Prostitution gefordert wurde.<ref>Frauenrechtlerinnen fordern strengeres Prostitutionsgesetz. In: www.sn.at. 31. März 2019, abgerufen am 2. Januar 2024.</ref> Bis 28. Februar 2020 hatten sich 1620 Privatpersonen und Organisationen dem Appell zur Einführung des Nordischen Modells angeschlossen. In ihrer Kampagne „Mach den Schluss-STRICH! Keine Frauensklaverei in Deutschland“ generierte Solwodi seit 2013 weitere 33.600 Unterschriften für das Vorhaben. Die insgesamt 35.220 Unterschriften hat Lea Ackermann am 2. März 2020 in Berlin an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben.
Solwodi wird derzeit von einem dreiköpfigen Vorstand geleitet: Maria Decker sowie Christina Krack und Barbara Wellner.<ref>Vorstand des SOLWODI Deutschland e. V. In: www.solwodi.de. Abgerufen am 2. Januar 2024.</ref> Lea Ackermann begleitete als Solwodi-Gründerin den Verein bis zu ihrem Tod Ende Oktober 2023 weiterhin unterstützend und repräsentierte bei Workshops und Vorträgen die Organisation in der Öffentlichkeit.
Literatur[Bearbeiten]
- Michael Albus: Der Kampf geht weiter. Damit Frauen in Würde leben können. Biografie zum 80. Geburtstag von Sr. Dr. Lea Ackermann, Patmos-Verlag, 2017, ISBN 978-3-8436-0884-8.
- Sr. Lea Ackermann, Barbara Koelges, Sr. Annemarie Pitzl: Solwodi Deutschland 1987 bis 2017, 30 Jahre Solidarität mit Frauen in Not in Deutschland, Rhein-Mosel-Verlag, 2017, ISBN 978-3-89801-351-2.
- Lea Ackermann, Mary Kreutzer, Alicia Allgäuer: In Freiheit leben, das war lange nur ein Traum. Kösel-Verlag 2010, ISBN 978-3-466-30878-1.
- Lea Ackermann, Fritz Köster, Cornelia Filter: Über Gott und die Welt – Gespräche am Küchentisch. Kösel-Verlag 2008, ISBN 978-3-466-36737-5.
- Lea Ackermann, Cornelia Filter: Um Gotteswillen, Lea! – Mein Einsatz für Frauen in Not. Verlag Herder 2005, ISBN 3-451-28717-X.
- Lea Ackermann, Inge Bell, Barbara Koelges: Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen – Das große Geschäft mit der Ware Frau. Kösel-Verlag 2005, ISBN 3-466-30691-4.
- Lea Ackermann, Reiner Engelmann: Solidarität mit Frauen in Not. 20 Jahre Solwodi e. V. Horlemann-Verlag 2005, ISBN 3-89502-201-2.
- Barbara Koelges, Birgit Thoma, Gabriele Welter-Kaschub: Probleme der Strafverfolgung und des Zeuginnenschutzes in Menschenhandelsprozessen. Eine Analyse der Gerichtsakten. Solwodi 2003, ISBN 3-8311-4190-8.
- Grenzüberschreitendes Verbrechen – grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Schutz und Betreuung von Gewalt- und Menschenhandelsopfern. Solwodi 2003, ISBN 3-8330-0336-7.
- Criminalité transnationale – coopération transnationale. Protection et prise en charge des victimes de la violence et de la traite des êtres humains. Solwodi 2003, ISBN 3-8330-0491-6.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />