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Spirostachys

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Spirostachys

Habitus von Spirostachys africana

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Unterfamilie: Euphorbioideae
Tribus: Hippomaneae
Gattung: Spirostachys
Wissenschaftlicher Name
Spirostachys
Sond.

Spirostachys ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Die nur zwei Arten sind im tropischen und südlichen Afrika verbreitet. Das Holz wird genutzt und alle Pflanzenteile sind giftig.<ref name="GRIN" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Borke von Spirostachys africana
Datei:Spiafr01.jpg
Früchte von Spirostachys africana

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Spirostachys-Arten wachsen als Bäume oder Sträucher. Es ist ein weißer Milchsaft vorhanden. Alle Pflanzenteile sind kahl.<ref name="FZ" /><ref name="FoZo" />

Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Am oberen Ende des Blattstieles befinden sich ein oder zwei Drüsen. Die einfache Blattspreite ist fiedernervig. Der Blattrand ist gekerbt. Es sind Nebenblätter vorhanden.<ref name="FZ" /><ref name="FoZo" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Spirostachys-Arten sind einhäusig (monözisch) oder zweihäusig (diözisch) getrenntgeschlechtig. Die seitenständigen, sitzenden, ährige und kätzchenförmigen traubigen Blütenstände enthalten entweder nur Blüten eines oder beider Geschlechter; meist hauptsächlich männliche und an ihrer Basis ein bis drei weibliche Blüten. Die Tragblätter können an ihrer Basis Drüsen besitzen und über ihnen steht je eine Blüte.<ref name="FZ" /><ref name="FoZo" />

Den Blüten fehlen immer Diskus und Kronblätter. Die sitzenden, relativ kleinen männlichen Blüten besitzen selten nur zwei, meist fünf sich dachziegelartig überlappende Kelchblätter. Die drei Staubblätter sind frei oder verwachsen und überragen die Kelchblätter. Die kurz gestielten, relativ kleinen weiblichen Blüten besitzen drei bis fünf Kelchblätter, die auch schon in der Blütenknospe geöffnet sind. Zwei bis meist drei Fruchtblätter sind zu einem zwei- oder meist dreifächerigen Fruchtknoten verwachsen. Jedes Fruchtknotenfach enthält nur eine Samenanlage. Die selten zwei, meist drei Griffel sind höchstens an ihrer Basis verwachsen.<ref name="FZ" /><ref name="FoZo" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die selten zwei- oder meist dreilappigen Kapselfrüchte öffnen sich zweifächerig, wobei bei sich die Fruchtklappen nicht vollständig trennen. Sie besitzen ein glattes Exokarp und ein dünnes, hartes Endokarp. Die kugeligen oder eiförmigen Samen besitzen eine spröde, harte Samenschale (Testa) und ein fleischiges Endosperm. Die zwei Keimblätter (Kotyledonen) sind breit und flach.<ref name="FZ" /><ref name="FoZo" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Kladogramm Spirostachys




Spirostachys africana


   

Excoecaria agallocha


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Sebastiania pavoniana


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Excoecaria cochinchinensis


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Colliguaja


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nach Wurdack et al. (2005)<ref name="Wurdack" />

Die Gattung Spirostachys wurde 1850 durch Otto Wilhelm Sonder in Beiträge zur Flora von Südafrika in Linnaea. Ein Journal für die Botanik in ihrem ganzen Umfange. Band 23, S. 106<ref name="Sonder1850" /> aufgestellt. Typusart ist Spirostachys africana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sond. <ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Spirostachys leitet sich von den altgriechischen Wörtern speira für spiralig und stachys für Ähre ab, dies bezieht sich auf die spiralige Anordnung der Blüten im ährigen Blütenstand.<ref name="CRC" /> Ein Synonym für Spirostachys Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sond. ist Excoecariopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pax.<ref name="WCSP" /><ref name="GRIN" />

Die Gattung Spirostachys gehört zur Subtribus Hippomaninae der Tribus Hippomaneae in der Unterfamilie der Euphorbioideae innerhalb der Familie der Euphorbiaceae.<ref name="GRIN" /> Die Gattung Spirostachys bildet innerhalb der Subtribus Hippomaninae mit den Gattungen Excoecaria und Sebastiania eine Verwandtschaftsgruppe, die von Wurdack et al. 2005 durch molekulargenetische Untersuchungen der Plastiden-DNA-Sequenzen rbcL und trnL-F nachgewiesen wurde.<ref name="Wurdack" />

Die nur zwei Spirostachys-Arten sind im tropischen und südlichen Afrika verbreitet:<ref name="CJB" /><ref name="WCSP" /><ref name="GRIN" />

Bei manchen Autoren ist auch eine dritte Art Spirostachys madagascariensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Baill. zu finden, sie ist heute ein Synonym von Excoecaria madagascariensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Baill.) Müll.Arg. Wegen dieser Art werden manchmal auch Fundorte von Spirostachys in Madagaskar genannt.<ref name="WCSP" />

Nutzung[Bearbeiten]

Beide Spirostachys-Arten werden besonders zur Holzgewinnung genutzt (siehe auch Spirostachys africana).

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FoZo"> M. A. Hyde, B. T. Wursten, P. Ballings & M. Coates Palgrave: Spirostachys – Datenblatt bei Flora of Zimbabwe online, 2013. </ref> <ref name="FZ"> A. Radcliffe-Smith: Euphorbiaceae, In: Flora Zambesiaca, Volume 9, 1996: Spirostachys – Volltext-Online. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Spirostachys bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Sonder1850"> Sonder 1850 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="CRC"> Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Plant Names: Common Names, Scientific Names, Eponyms, Synonyms, and Etymology. R–Z. (= IV.). CRC Press LLC, Boca Raton 2000, ISBN 0-8493-2678-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="RedListSA"> Artenliste zu Spirostachys in der Red List of South African Plants. Abgerufen am 9. Januar 2014 </ref> <ref name="CJB"> Datenblatt bei African Plant Database des Conservatoire et Jardin botaniques & South African National Biodiversity Institute. </ref> <ref name="Wurdack"> Kenneth J. Wurdack, Petra Hoffmann, Mark W. Chase: Molecular phylogenetic analysis of uniovulate Euphorbiaceae (Euphorbiaceae sensu stricto) using plastid rbcL and trnL-F DNA sequences. In: American Journal of Botany. Band 92, Nr. 8, 2005, S. 1397–1420, doi:10.3732/ajb.92.8.1397. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Spirostachys – Sammlung von Bildern