St. Marien-Hospital Bonn
| St. Marien-Hospital Bonn | |
|---|---|
| Trägerschaft | Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe |
| Ort | Bonn-Venusberg
|
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Staat | Deutschland |
| Ärztliche Direktorin der GFO Kliniken Bonn | Birgit Terjung<ref>https://www.h-brs.de/de/sv/news/chefaerztin-birgit-terjung-neue-honorarprofessorin-im-fachbereich-sozialpolitik</ref><ref>https://kliniken-bonn.gfo-online.de/ueber-uns/leitung</ref> |
| Betten | 329(Stand 2021)<ref>GFO Kliniken Bonn: Cura Krankenhaus Bad Honnef / St. Marienhospital / St. Josefhospital Beuel: Qualitäts- & Risikomanagement. Abgerufen am 28. November 2025.</ref> |
| Mitarbeiter | Ärztliches Personal: 142, Pflegepersonal: 150 (Stand 2021) |
| Zugehörigkeit | GFO Kliniken Bonn |
| Gründung | 1892 |
| Website | www.kliniken-bonn.gfo-online.de |
Das St. Marien-Hospital Bonn ist eine Akutklinik in Bonn-Poppelsdorf. Direkt angegliedert ist das St.-Franziskus-Hospital im Ortsteil Bonn-Kessenich (auch das Klösterchen genannt), in welchem die Psychosomatische Abteilung und die Psychotherapie untergebracht sind. Als Akademisches Lehrkrankenhaus ist das St. Marien-Hospital auch der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn angeschlossen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.hier unter der (falschen) Bezeichnung „Marienkrankenhaus Bonn“ aufgeführt ( vom 31. August 2010 im Internet Archive) (abgerufen am 7. Juli 2014)</ref>
Seit der Fusion mit dem St. Josef-Hospital Beuel (2013<ref>rundschau-online.de: GFO-Kliniken Bonn: Zwei Krankenhäuser fusionieren (abgerufen am 27. Juni 2014)</ref>) bildet es den linksrheinischen Teil der GFO Kliniken Bonn und firmiert seitdem als Betriebsstätte St. Marien. Der rechtsrheinische Teil der GFO Kliniken Bonn besteht in Bad Honnef als CURA Katholisches Krankenhaus im Siebengebirge (ehemals St.-Johannes-Krankenhaus).
Geschichte[Bearbeiten]
Die Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe waren in Poppelsdorf bereits seit 1881 als Kindergärtnerinnen in der Bewahr- und Nähschule für Frauen tätig. Drei Jahre später übernahmen sie auch die Leitung der dortigen Kleinkinderschule, nachdem die Oberin Angela Uthmann mit dem damaligen Bürgermeister Wilhelm Bennauer (1837–1918)<ref>Wolfgang Alt et al.: Die Reihe Archivbilder. Bonn-Poppelsdorf, Sutton Verlag, Erfurt 2005 (S. 127)</ref> dafür einen Vertrag über den jährlichen Betrag von 600 Mark abgeschlossen hatte. Bedürftige Poppelsdorfer Familien wurden von ihnen unentgeltlich gepflegt.<ref>Festschrift Poppelsdorfer Chronik 1904–2004, S. 90</ref> Der davon stark beeindruckte evangelische Rentner Rudolf Jung schenkte dem Orden daraufhin das Grundstück am Venusberghang nebst einem sog. Baupfennig von 6000 Mark. So konnte 1890 mit dem Bau des St. Marien-Hospitals begonnen werden, dessen feierliche Eröffnung am 25. März 1892 stattfand. Die beiden Seitenflügel wurden 1896 angebaut, der große St. Antonius-Flügel kam 1904 hinzu.<ref>Flyer der Krankenhausverwaltung: Geschichte des Marien-Hospitals</ref>
Nach Plänen des Architekten August Scheidgen entstand 1916 die westlich hinter dem Hauptgebäude befindliche neogotische Kapelle des Krankenhauses. Zu diesem Zeitpunkt diente das Marienhospital bereits im zweiten Jahr als Kriegslazarett des Ersten Weltkriegs.<ref>Festschrift Poppelsdorfer Chronik 1904–2004, S. 15 ff.</ref> Als solches wurde es nach Kriegsende ab 1918 von kanadischen und britischen<ref>Horst-Pierre Bothien: Bonn sur-le-Rhin: Die Besatzungszeit 1918–1926 (=StadtMuseum Bonn: Forum Geschichte, Nr. 14). morisel Verlag, München 2018, ISBN 978-3-943915-34-1, S. 34, 94.</ref> sowie ab 1920 von französischen Besatzungstruppen genutzt. Letztere räumten das Krankenhaus im Januar 1926. Bereits im darauffolgenden Februar wurden Umbauten und Erweiterungen des Gebäudekomplexes in Auftrag gegeben, die wiederum Scheidgen ausführte. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde das Krankenhaus am 10. Juni 1927 feierlich wiedereröffnet.<ref name="Scheidgen">Helmut Scheidgen: Eine rheinische Architektenfamilie. Rheinbrohl-Königswinter-Bonn. 1822–1977. Bouvier Verlag, Bonn 2007, ISBN 978-3-416-03129-5, S. 65/66.</ref>
Die heute vorhandenen Kirchenfenster der Kapelle 1900 und 1920er wurden zwischen 1965 und 1973 nach Entwürfen von Franz Pauli ergänzt.<ref>Forschungsstelle Glasmalerei des 20 Jahrhunderts e.V: Bonn-Venusberg, St. Marien-Hospital. In: Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e.V. 12. Mai 2024, abgerufen am 30. November 2025.</ref>
1927 wurde auch eine Lourdes-Grotte aus Eifeler Vulkangestein in die Grünanlagen vor der Klinik versetzt, die bereits 1914 auf dem Gelände angelegt worden war.<ref>entnommen aus dem Text auf der Erklärungstafel vor der Grotte</ref> Seit 1983 werden dort die jährlichen Maiandachten abgehalten.<ref>General-Anzeiger vom 8. Mai 2004: Die Mariengrotte ist ein Ort der Ruhe und Beschaulichkeit (abgerufen am 30. Juni 2014)</ref>
Die Franziskanerinnen resümierten bereits zum hundertjährigen Jubiläum 1984<ref>Wolfgang Alt et al.: Poppelsdorf – Chronik 1904–2004. Festschrift „100 Jahre Ortsteil von Bonn“, herausgegeben vom Förderverein Poppelsdorfer Geschichte e.V.</ref>, dass ihr Orden der größte Träger von Krankenhäusern neben der Universität in Bonn ist. Seitdem das Marienhospital 1990 zu einem modernen Geburtshilfe-Zentrum ausgebaut wurde, war es auch das erste Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen, in dem Geburtshilfe und Neugeborenenheilkunde unter einem Dach zusammengefasst sind.
Medizinische Schwerpunkte[Bearbeiten]
In den Fachabteilungen des Krankenhauses wurden im Jahr 2021 über 17.500 Patienten stationär behandelt, die Zahl der ambulanten Patientenkontakte liegt bei knapp 39.000.<ref>GFO Kliniken Bonn: Cura Krankenhaus Bad Honnef / St. Marienhospital / St. Josefhospital Beuel: Qualitäts- & Risikomanagement. Abgerufen am 28. November 2025.</ref>
Fachabteilungen[Bearbeiten]
Quelle: (<ref>GFO Kliniken Bonn. Abgerufen am 28. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
- Allgemein- & Viszeralchirurgie
- Anästhesie
- Gastroenterologie/Innere Medizin
- Geburtshilfe
- Gefäß- & Endovaskulärchirurgie
- Gynäkologie
- Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
- Innere Medizin
- Intensivmedizin
- Kardiologie
- Kinder- und Jugendmedizin
- Lungenklinik
- Radiologie
- Schmerzmedizin
- Zentrale Notaufnahme
Zentren[Bearbeiten]
- Brustzentrum
- Darmzentrum: Marien Hospital
- Gynäkologisches Krebszentrum
- Hernienchirurgie
- Lungenkrebszentrum
- Minimalinvasive Chirurgie
- Perinatalzentrum
- Schilddrüsenzentrum
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Bernhard Berzheim: Venusberg – Der Balkon von Bonn. Geschichte eines Stadtteils, Stadt Bonn Stadtarchiv, 2001, ISBN 3-922832-31-8
- marie|mag, das Magazin des St. Marien-Hospitals Bonn
- marie|fant, die Zeitschrift des Vereins zur Förderung des St. Marien-Hospitals e.V.
- Wolfgang Alt et al.: Die Reihe Archivbilder: Bonn-Poppelsdorf, Sutton Verlag, Erfurt 2005, ISBN 3-89702-880-8 (S. 57–90)
Weblinks[Bearbeiten]
- Medizinische Fachabteilungen der GFO Kliniken Bonn
- Informationen zum Krankenhaus im Deutschen Krankenhaus Verzeichnis
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Koordinaten: 50° 43′ 1,2″ N, 7° 5′ 37,4″ O
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