Stadtkirche Hohenleuben
Die evangelisch-lutherische Stadtkirche Hohenleuben steht in Hohenleuben im Landkreis Greiz in Thüringen. Die zugehörige Kirchengemeinde bildet mit den Gemeinden Langenwetzendorf, Naitschau, Triebes, Göhren-Döhlen und Staitz das Regionalpfarramt Langenwetzendorf-Naitschau/Triebes/Hohenleuben im Kirchenkreis Greiz der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref>Pfarrstellen im Kirchenkreis Greiz mit ihren Gemeinden. Abgerufen am 7. Juli 2022.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Als Ersatz für eine mittelalterliche Kapelle wurde 1605 die erste Kirche erbaut, die schon 1670 renovierungsbedürftig war. Der Kirchturm musste 1783 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Seitdem stand der Glockenturm auf dem Markt von Hohenleuben.
Neubau[Bearbeiten]
Die evangelische Stadtkirche ist ein einschiffiger klassizistischer Kirchenbau. Sie wurde 1786 um die alte Kirche herum aufgebaut, die danach abgerissen wurde. Nach langer Unterbrechung wurde sie erst 1851 mit dem Turmbau vollendet und am 8. Februar 1852 eingeweiht.<ref name="kirche">Die Kirche zu Hohenleuben. Abgerufen am 7. Juli 2022.</ref>
Renovierung[Bearbeiten]
Nach Sanierungen in den Jahren 1977 und einer umfangreichen Gebäudesanierung ab 1991 begann 2016 eine umfassende Außensanierung, die 2019 abgeschlossen wurde. Sie umfasste den Einbau neuer Türen und Ziffernblätter, eine Sanierung des Außenputzes, die Erneuerung von Dachkasten und Schallluken, eine Anpassung und Sanierung des Gebäudesockels sowie eine Trockenlegung des gesamten Gebäudes.<ref name="kirche" />
Ausstattung[Bearbeiten]
Das Altargemälde Kalvarienberg kam 1998 in die Kirche. Das Monumentalgemälde des Gothaer Hofmalers Paul Emil Jacobs hatte dieser 1844 für die dortige Augustinerkirche geschaffen. Es war seit einem Kirchenumbau 1938/39 dort nahezu in Vergessenheit geraten, bevor es wiederentdeckt und nach Hohenleuben verschenkt und bis 2007 restauriert wurde. Mit 5,20 m Breite und 8,70 m Höhe ist es das größte erhaltene Gemälde des Künstlers.<ref name="orgel">Geschichtliches zu Kirche und Orgel sowie Klangbeispiele auf YouTube. Abgerufen am 7. Juli 2022.</ref>
Orgel[Bearbeiten]
Die fast original erhaltene Orgel von 1852 stammt von Christoph Opitz aus Dobra und verfügt über Schleifladen mit mechanischer Spiel- und Registertraktur. Sie besitzt insgesamt 25 Register auf zwei Manualen sowie Pedal und wurde 2005–2008 von Orgelbau Olaf Schreiber, Zeulenroda, renoviert.<ref>Angaben zu Orgelbauer und Orgel in OTZ. Abgerufen am 19. Dezember 2024.</ref><ref name="orgel" /> Die Disposition des bis zu jenem Zeitpunkt größten und insgesamt zweitgrößten Instruments Opitz’ lautet:<ref>Orgel Hohenleuben, Deutschland (Thüringen) – Dorfkirche [sic!]. Abgerufen am 7. Juli 2022.</ref>
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- Koppeln: Manualcoppel (II/I), Pedalcoppel (I/P)
- Spielhilfen: Sperrventil Hauptwerk, Sperrventil Oberwerk, Calcant
Gruft[Bearbeiten]
Unter der Kirche befindet sich die Gruft des Hauses Reuß-Köstritz.<ref name="orgel" /> Sie wurde von Graf Heinrich XXIV. 1741 für sich und seine Familie erbaut. Bis 1850 wurden hier 23 Familienmitglieder beigesetzt.
Weblinks[Bearbeiten]
- Internetauftritt von Hohenleuben auf dem Portal Thüringen.info
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ehemaliger Internetauftritt der Gemeinde auf der Website des Kirchenkreises Greiz. ( vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Kirchengebäude im Kirchenkreis Greiz
Koordinaten: 50° 42′ 41,9″ N, 12° 3′ 13″ O
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- Kirchengebäude im Landkreis Greiz
- Kirchengebäude des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Greiz
- Kulturdenkmal in Hohenleuben
- Klassizistische Kirche
- Klassizistisches Bauwerk in Thüringen
- Erbaut in den 1780er Jahren
- Disposition einer Orgel
- Kirchengebäude in Europa