Startpistole
Eine Startpistole ist ein akustischer Signalgeber zum Start von sportlichen Wettkämpfen. Sie wird vor allem in der Leichtathletik, beim Bahnradrennen, Segeln und Triathlon eingesetzt.
Signale[Bearbeiten]
Der Startschuss erfolgt, nachdem der Schiedsrichter ein Vorbereitungskommando, zum Beispiel „Auf die Plätze – Fertig“, gegeben hat. Falls ein Fehlstart erfolgt ist, wird ein zweiter Schuss abgegeben, um den Abbruch des Laufes zu signalisieren.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>
Aufbau[Bearbeiten]
Startpistolen sind in der Regel speziell gefertigte Signalgeräte, die ihren Ursprung oft bei realen Waffen haben. Ihr Lauf ist an den Seiten perforiert, damit das entstehende Gas entweichen kann und vorne versperrt, was einen Umbau der Startpistole in eine Feuerwaffe unmöglich macht.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( vom 9. Mai 2006 im Internet Archive)</ref> Dadurch soll dauerhaft sichergestellt werden, dass es sich nicht um eine Schusswaffe handelt. Es werden nur heiße Gase durch den Lauf geleitet, während die Schusswaffeneigenschaft erst gegeben ist, wenn ein Projektil durch ein Rohr getrieben wird.<ref>WaffG Anlage 1 (zu § 1 Abs. 4) „Schusswaffen sind Gegenstände, die zum Angriff oder zur Verteidigung, zur Signalgebung, zur Jagd, zur Distanzinjektion, zur Markierung, zum Sport oder zum Spiel bestimmt sind und bei denen Geschosse durch einen Lauf getrieben werden.“ </ref>
Als Munition dienen Platzpatronen.<ref>Klaus Schneider: Startpistole in der Leichtathletik. In: DLV Bundesausschuss Wettkampforganisation – Kampfrichterwesen. 1. April 2003, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Juli 2012; abgerufen am 6. Januar 2015.</ref>
Auf die Pistole ist meist noch eine Elektronik aufgesetzt, die das Abfeuern registriert und ein elektronisches Signal gibt. Mit diesem werden automatisch die Stoppuhren gestartet und die Lautsprecher an den einzelnen Bahnen ertönen, damit das Signal bei jedem Sportler zur gleichen Zeit ankommt.
Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver kam erstmals keine Pistole im herkömmlichen Sinne mehr zum Einsatz, sondern ein Gerät, das ein akustisches, elektronisches und optisches Signal gibt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Futuristische Startpistole für Vancouver 2010 ( vom 2. Februar 2010 im Internet Archive)</ref>
Rechtliches[Bearbeiten]
Eine Startpistole ist nach § 12 III Waffengesetz nicht waffenscheinpflichtig. Allerdings kann eine Genehmigung von behördlicher Seite, vor allem wegen Lärmschutz, vonnöten sein. Dies betrifft vor allem Wettkämpfe in Turnhallen und außerhalb von Stadien.<ref>Kurzeinführung in das Waffenrecht. Abgerufen am 9. August 2026.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>