Zum Inhalt springen

Steenodde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Steenodde
Gemeinde Nebel
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(70)&title=Steenodde 54° 38′ N, 8° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(70) 54° 38′ 17″ N, 8° 22′ 40″ O
 {{#coordinates:54,638055555556|8,3777777777778|primary
dim=10000 globe= name=Steenodde region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 4 m
Einwohner: ca. 70<ref name="google" />
Postleitzahl: 25946
Vorwahl: 04682
Steenodde (Schleswig-Holstein)
Steenodde (Schleswig-Holstein)
Lage von Steenodde in Schleswig-Holstein
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!
Datei:Christian Johansen Amrum Karte 1861.jpg
Stinaad auf der Karte von 1861

Steenodde (friesisch Stianood, dänisch Stenodde; deutsch „Steinspitze“) ist ein Ortsteil der Gemeinde Nebel auf der Nordseeinsel Amrum, der seinen Namen von der gleichnamigen Odde erhielt.

Geographie[Bearbeiten]

Steenodde liegt an der Ostküste der Insel, rund 1,5 Kilometer östlich von Süddorf, zwei Kilometer südöstlich von Nebel und zwei Kilometer nordwestlich von Wittdün. Der Ort erstreckt sich von der Küste bis auf die rund zehn Meter hohe Geest und hat etwa 70 Einwohner.<ref name="google">Eva Missler: Sylt, Amrum, Föhr. Baedeker, 2005, ISBN 978-3-8297-1049-7 (google.de [abgerufen am 5. September 2024]).</ref> Zum Stichtag der Volkszählung am 25. Mai 1987 wurden in der Häusergruppe Steenodde nur 8 Einwohner in drei Haushalten nachgewiesen.<ref>Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein: Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987, Kiel 1992, S. 38</ref> Südwestlich liegt das Guskölk, ein Mischwald mit Dünen- und Moorgebieten.

Geschichte[Bearbeiten]

Steenodde war bereits in prä- und frühhistorischen Zeiten besiedelt. Davon zeugen der Dolmen Steenodde und der 4,7 Meter hohe Esenhugh, der größte bronzezeitliche Grabhügel auf Amrum.<ref name="google" /> Nahe dem Esenhugh liegt ein wikingerzeitliches Gräberfeld mit zahlreichen Kuppen. Aus der Eisen- bzw. Wikingerzeit stammt der 1,8 Kilometer lange Krümwal, ein Erdwall, der von Westen her auf Steenodde zuläuft. 1721 wurde das erste Haus in Steenodde gebaut. Es gehörte anfangs einem Hamburger Austernfischer, wurde später zur Gaststätte „Lustiger Seehund“ und ist heute das älteste Amrumer Wohnhaus. Das zweite Haus des Ortes wurde erst 1852 gebaut.<ref name="quedens">Georg Quedens: Amrum. Breklumer Verlag, Breklum 1971, ohne ISBN, S. 58</ref> 1810 spielte der Hafen von Steenodde eine bedeutende Rolle im Amrumer Kaffeekrieg.

Kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Steenodde die erste Amrumer Landebrücke für den Fracht- und Personenverkehr errichtet.<ref name="google" /> Eine Zeitlang existierte eine kleine Schiffswerft auf dem Sandwall nahe der Brücke.<ref name="quedens" /> 1960 bis 1971 war Steenodde Sitz der Amrumer Schiffahrts AG<ref name="quedens" /> und Heimathafen der Fähre Amrum bzw. – ab 1968 – einer gleichnamigen Autofähre, die den Hafen bis etwa 1985 auf der Linie Schlüttsiel–Hooge–Langeneß–Wittdün–Steenodde anfuhr.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Der Haupterwerbszweig in Steenodde ist der Tourismus. Der Hafen dient heute vor allem dem Umschlag von Brenn- und Baustoffen sowie als Sporthafen. Gelegentlich werden dort Krabben verkauft.

Von Steenodde führt eine Landesstraße nach Süddorf. Der Ort war während der 1990er Jahre wenige Jahre von der Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum im Busverkehr bedient worden, bis der Betrieb mangels Rentabilität eingestellt wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karsten Kjer Michaelsen: Politikens bog om Danmarks oldtid (= Politikens håndbøger). Politikens Forlag, Kopenhagen 2002, ISBN 87-567-6458-8, S. 141–142.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Steenodde (Amrum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Nebel | Steenodde | Süddorf Vorlage:Klappleiste/Ende