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Stefan Streich

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Stefan Streich (* 15. September 1961 in Schwäbisch Hall) ist ein deutscher Komponist.<ref name=":1">Neue Künstler im neuen Jahr. In: rheinpfalz.de. RHEINPFALZ Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, 12. Februar 2014, abgerufen am 13. Januar 2026.</ref>

Leben[Bearbeiten]

Stefan Streich studierte 1982–1990 an der Städtischen Akademie für Tonkunst Darmstadt Gitarre bei Wilfried Senger und Komposition bei Toni Völker.<ref>Stefan Streich: Biografie. In: www.stefan-streich.de. Abgerufen am 31. Januar 2025 (deutsch, englisch).</ref>

1990–1994 folgte ein Kompositionsstudium bei Helmut Lachenmann an der Musikhochschule Stuttgart.<ref>Begegnungen mit Helmut Lachenmann (3/4) - Meine Musik ist nie unverständlich. In: deutschlandfunkkultur.de. Deutschlandradio, 11. November 2015, abgerufen am 13. Januar 2026.</ref><ref name=":1" /> Er besuchte Kompositionskurse bei Boguslav Schäffer, Isang Yun und Gottfried Michael Koenig.

1994 Übersiedlung nach Berlin und Zusammenarbeit mit vielen Künstlern aus den Bereichen Theater, Literatur und bildender Kunst, was 1997 zur Gründung der interdisziplinären Künstlergruppe WEISS Kunstbewegung führte. Dort war er bis 2002 einer der künstlerischen Leiter und organisierte medienübergreifende Gruppenprojekte.

Seit 2009 ist Stefan Streich künstlerischer Leiter der Klangwerkstatt Berlin - Festival für Neue Musik<ref>Pressemitteilung 2017: Drohendes Aus für die Klangwerkstatt Berlin. In: klangwerkstatt-berlin.de. 2017, abgerufen am 13. Januar 2026.</ref><ref>Klangwerkstatt Berlin - Deutsches Musikinformationszentrum. In: miz.org. Deutscher Musikrat gGmbH, 23. Januar 2024, abgerufen am 13. Januar 2026.</ref> und 2016 kuratierte er in der Akademie der Künste Berlin die dreiwöchige Aktion Dezentrale Musik zum Thema musikalische Praxis im öffentlichen Raum.<ref>DEMO:POLIS – Dezentrale Musik. In: adk.de. Akademie der Künste Berlin, März 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. August 2016; abgerufen am 13. Januar 2026.</ref>

Seine Musik wird von namhaften Ensembles aufgeführt, wie z. B. ensemble mosaik Berlin, Minguet Quartett Köln, KNM Kammerensemble Neue Musik Berlin, Trio Accanto Freiburg, RSO Stuttgart, ensemble recherche Freiburg, Ensemble Ars Ludi Rom, Deutsches Streichtrio München, Ensemble Phorminx Frankfurt/M., elole-Klaviertrio Dresden, Ensemble LUX_NM Berlin, Ensemble Apparat Berlin, MAM-Manufaktur für aktuelle Musik.<ref>jeu de chiffres 2 trio 1 (Version Berlin 10/1999). In: ensemble-mosaik.de. ensemble mosaik GbR, abgerufen am 13. Januar 2026.</ref>

Als Lehrer hielt er Vorträge und Seminare u. a. an der Columbia University, Department of Music N.Y.C., Humboldt-Universität zu Berlin, Universität Potsdam und an der Musikhochschule Karlsruhe.

Musik[Bearbeiten]

Das wohl auffälligste Merkmal der Musik von Stefan Streich ist ihre Unmittelbarkeit und Intensität im Umgang mit Klang und Zeit. Fragile Einzelklänge, Unisonomixturen und Melodiepartikel verbinden sich mit konturierten Figuren und stilisierten, musiksprachlichen Piktogrammen. Dabei bevorzugt Streich keine bestimmten Themen oder Materialien. Musiksprachliche Assoziationsfelder und die reine Physik von Klang und Zeit ergänzen sich.<ref name=":0">Ulrike Klobes: Klangwerkstatt Berlin - Zwischen Tradition und Experiment. In: deutschlandfunkkultur.de. Deutschlandradio, 26. März 2020, abgerufen am 13. Januar 2026.</ref>

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Dramatische Studien (1997–2000) Serie für verschiedene Besetzungen
  • AUS (1997) für Orchester (3.3.3.3 - 4.3.3.1 - Klavier, Harfe, 4 Schlgz - 12.12.10.8.8)
  • Sextett (1998) für Altflöte, Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Violoncello
  • 5 Strophen Bassflöte (2001–2004) für Bassflöte
  • 16 Strophen Klavier (2004) für Klavier
  • Sog (2006) für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier
  • Ritorno (2006/07) für Bassflöte und Viola
  • Lokalmetamorphose (2008) Klangdramatische, ortsbezogene Inszenierung
  • Vier Bagatellen (2008) für Klaviertrio
  • move (2001–2011) für Tubax (Kontrabasssax) oder Baritonsax, Klavier und Schlagzeug
  • Clouds (2012 – ...) für verschiedene Instrumente, Serie
  • Tag (2004–2013) 6-teiliger Zyklus für Klavier
  • Pracht und Ärger (2013) für Orchester (2.2.2.2.-2.2.0.0.- Klavier, Schlgz - 6.4.4.4.2)
  • Dunkelschwarz (2014) für Violoncello und vier Holzbläser (Fl, Ob, Klar, Sax)
  • Kontur Rot (2014/15) für 2 Klarinetten und 2 Violoncelli
  • Gehen (2015/16) für Streichquartett<ref name=":0" />

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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