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Steinsamen

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Steinsamen
Datei:Lithospermum officinale (plant).jpg

Echter Steinsame (Lithospermum officinale)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Unterfamilie: Boraginoideae
Tribus: Lithospermeae
Gattung: Steinsamen
Wissenschaftlicher Name
Lithospermum
L.

Steinsamen (Lithospermum) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).<ref name="Thomas2008" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Lithospermum officinale Sturm13.jpg
Illustration aus Sturm des Echten Steinsamens (Lithospermum officinale)
Datei:Lithospermum officinale.jpeg
Echter Steinsame (Lithospermum officinale), fruchtend

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Steinsamen-Arten sind selten ein- bis zweijährige oder meist ausdauernde krautige Pflanzen oder selten Halbsträucher bis Sträucher.<ref name="Thomas2008" /> Alle oberirdischen Pflanzenteile sind dicht anliegend behaart, wobei die Haare an der Basis verdickt sind.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter besitzen keinen Blattstiel. Die einfachen, ganzrandigen Blattspreiten sind an der Unterseite deutlich fiedernervig. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten in den unteren Bereichen stehen häufig einzeln in Blattachseln, die oberen stehen in beblätterten Wickeln.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen, wobei der Kelch bis fast zum Grund geteilt ist und die Kelchzipfel stumpf sind. Die fünf weißen, weißlichgrünen bis -gelben oder blauen Kronblätter sind stielteller- bis trichterförmig verwachsen. Die Kronröhre enthält fünf Schuppen.<ref name="Thomas2008" /> Die Krone endet in fünf ausgebreiteten Kronzipfeln. Der Schlund ist durch fünf mehr oder weniger stark behaarte Falten verengt. Staubblätter und Griffel überragen die Krone nicht. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind sehr kurz.<ref name="FoC1995" /> Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen, der durch eine falsche Scheidewand in vier Teile geteilt ist.

Die vier Teilfrüchte (Klausen) der Klausenfrucht sind meist eiförmig sowie meist vollständig glatt oder glatt mit mehr oder weniger vielen punktförmigen Vertiefungen oder selten grubig-warzig oder runzelig und besitzen keine Stacheln.<ref name="Thomas2008" />

Datei:Lithospermum incisum.jpg
Lithospermum incisum
Datei:Lithospermumruderale.jpg
Lithospermum ruderale
Datei:Lithospermum virginianum - Wild Job's Tears.jpg
Lithospermum virginianum

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Lithospermum wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 132 aufgestellt. Der Gattungsname Lithospermum leitet sich aus dem Griechischen und bedeutet „Steinsame“.

Die Gattung Lithospermum gehört zur Tribus Lithospermeae in der Unterfamilie Boraginoideae innerhalb der Familie Boraginaceae.<ref name="Thomas2008" />

Die Gattung Lithospermum ist fast weltweit verbreitet mit Ausnahme Australiens,<ref name="FoC1995" /> wobei nur eine Art (Lithospermum officinale) auch in Europa vorkommt.

Die Gattung Lithospermum umfasst etwa 59 Arten (Auswahl):

Die vielfach früher in die Gattung Lithospermum gestellten Arten Blauroter Steinsame und Acker-Steinsame werden meist in die Gattung Buglossoides gestellt. Wieder andere Arten werden zur im Jahr 2008 erstbeschriebenen Gattung Glandora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.D.C.Thomas, Weigend & Hilger oder zur Gattung Lithodora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griseb. gestellt.<ref name="Thomas2008" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FoC1995"> Gelin Zhu, Harald Riedl, Rudolf V. Kamelin: Boraginaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 16: Gentianaceae through Boraginaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9. Lithospermum, S. 342–344 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Thomas2008">

Daniel Thomas, Maximilian Weigend, Hartmut Hilger: Phylogeny and systematics of Lithodora (Boraginaceae—Lithospermeae) and its affinities to the monotypic genera Mairetis, Halacsya and Paramoltkia based on ITS1 and trnLUAA-sequence data and morphology. In: Taxon, Volume 57, 2008, S. 79–97. doi:10.2307/25065950

</ref> </references>

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.
  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Steinsamen (Lithospermum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien