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Stellmacherei

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Datei:Stellmachermeister Gottfried Rösch.jpg
Stellmachermeister beim Bau eines Wagenrads

Die Stellmacherei (auch Wagnerei) ist die Werkstatt eines Stellmachers (oder Wagner) genannten Handwerkers, der Räder, Wagen und andere landwirtschaftliche Geräte aus Holz herstellt.

Berufsbezeichnung[Bearbeiten]

Die Bezeichnung des Berufs ist regional unterschiedlich, wobei Stellmacher, eine Kürzung aus Gestellmacher,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> eher im Norden verwendet wird, im Süden und in der Schweiz dagegen Wagner. Daneben sind auch Benennungen in den Mundarten zu finden, die auf Rad(e)macher (niederdeutsch: Radmaker), Rädermacher, Achsenmacher oder Axmacher zurückgehen. Dabei handelte es sich ursprünglich um unterschiedliche Berufe: Der Stellmacher oder der Wagner fertigt das Gestell des Wagens, der Radmacher die Räder. Heute bezeichnen die Berufsbezeichnungen jedoch vorwiegend dieselbe Tätigkeit.<ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref><ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref><ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref><ref>Des Weiteren die Karte und Erläuterungen in Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Beim Kutschenbau war der Wagner für die Karosserie zuständig, der Radmacher dagegen fertigte die Räder, deren Herstellung allein vergleichbaren Aufwand und Fachwissen benötigte wie die der Karosserien.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 10. Oktober 2011; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.hna.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Stellmacherei Drögemüller um 1930.jpg
Drei Stellmachermeister der Familie Drögemüller in ihrer Stellmacherei (um 1930 in Böddenstedt)

Mit dem Aufkommen der Eisenbahn im späten 19. Jahrhundert waren die Fertigkeiten der Stellmacher als Waggonbauer begehrt. Ihre Kenntnisse benötigte man später auch im Karosseriebau der Autohersteller.

Nachdem in vielen Dörfern ganze Häuserreihen abbrannten, wurden im 18. Jahrhundert unter Pfalzgraf Karl IV. der Verhütung eines Feuerbrandes dienende, strenge Anordnungen erlassen, in denen auch das allabendliche Beseitigen von Spänen in den Werkstätten der Wagner geregelt war.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Mit der Einführung luftbereifter „Gummiwagen“ mit Stahl-Leiterrahmen und Pritsche oder Kippbrücke sowie im Kraftfahrzeugbau punktgeschweißter Ganzstahlkarosserien verlor die Stellmacherei nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Bedeutung.

Heutige Marktnische[Bearbeiten]

Datei:Entstehendes Holzrad.JPG
Entstehendes Holzrad
Datei:Holzrad mit Metallreif und -nabe.jpg
Holzrad mit Metallreif, Metallnabe und Metalllager für die Achse
Datei:Eitzing ehemalige Wagnerei Prinz Schaufelstielfertigung-5184.jpg
Schaufelstiel in Arbeit

Heute gehört der Stellmacher zu den aussterbenden Berufen, führt aber in bestimmten handwerklich ausgerichteten Betrieben noch ein Nischendasein.<ref>Karina Scholz: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Warum Theo Malchus hölzerne Autos bautSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Der Spiegel GmbH & Co. KG, 30. Januar 2012; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.spiegel.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Besonders im bäuerlichen Umfeld war der Stellmacher in der DDR noch bis zur Wende ein üblicher Beruf, dem vor allem in Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) und Volkseigenen Betrieben (VEB) allerlei holzverarbeitende Aufgaben zukamen, z. B. das Anfertigen von großen Holztoren, Gerätschaften oder Holzaufbauten von sonderangefertigten Spezialmaschinen, aber auch Karussellen oder traditionellen Holzwagen für bäuerliche Festlichkeiten.

Museumsstellmacher[Bearbeiten]

In der Museumsstellmacherei Langenrehm wird das traditionelle Stellmacherhandwerk im Museumsbetrieb erhalten: Die Werkstatt ist original im Zustand von 1930 erhalten, alle Maschinen sind voll funktionstüchtig. An den Öffnungstagen führt der Stellmacher das Handwerk vor und fertigt vor Besuchern Räder, Wagen und Karren aus Holz. Die Ausstellung im Wohnhaus zeigt das Familienleben auf dem Stellmacherhof um das Jahr 1930.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hårvard Bergland: Die Kunst des Schmiedens. Das große Lehrbuch der traditionellen Technik. 4., unveränderte Auflage der deutschen Ausgabe. Wieland, Bruckmühl 2013, ISBN 978-3-9808709-4-8, S. 323–342: Kapitel 16: Der Radmacher.
  • Clemens Kieser: Gutes Rad war lieb und teuer. Die Wagnerei Krieg in Gaggenau-Bad Rotenfels. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg. 37. Jg. 2008, Heft 2, S. 115 f. (online).
  • Wilhelm Rausch: Der Stellmacher. Ausführliche Beschreibung in der Stellmacherei und beim Bau von Last-, Handels- und Leichenwagen vorkommenden Arbeiten. Voigt, Leipzig 1899 (Reprint: Ed. Libri Rari Schäfer, Hannover 2003, ISBN 3-87870-671-5).
  • Kurt Günter Heid: Stellmacher Werkzeuge: Eine Sammlung „Guckst Du“, Handwerkzeuge dieses Berufes. BOD Verlag, Norderstedt 2017, ISBN 978-3-7460-2935-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Stellmacher – Sammlung von Bildern

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Wiktionary: Wagner – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Dokumentarfilm Der Wagner Henninger – der letzte seines Standes (1984)
  • Eintrag zu Wagnermeister im Austria-Forum (im Heimatlexikon)
  • [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen, 2016, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 18. August 2016;.
  • [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Michael Finger, 2019, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 30. Oktober 2019;.
  • Vorlage:TIBAV
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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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