Sternmieren
Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.
| Sternmieren | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Sternmiere.jpg
Große Sternmiere (Stellaria holostea) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Stellaria | ||||||||||||
| L. |
Die Sternmieren (Stellaria) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Die 120 bis 200 Arten sind fast weltweit verbreitet, hauptsächlich gedeihen sie in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel. Im deutschsprachigen Raum sind vor allem die Sternmiere Stellaria media (Vogelmiere) und die Echte Sternmiere (Stellaria holostea) verbreitet. Manche Sternmieren wie die Gewöhnliche Vogelmiere und die Bach-Sternmiere wurden im Mittelalter als „Hühnerdarm“ oder lateinisch Morsus gallinae<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 205 (Morsus galline – huner darm oder myer).</ref> bezeichnet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die Sternmieren-Arten sind einjährige oder ausdauernde, krautige Pflanzen. Oft dient ein Rhizom ohne Wurzelknolle als Überdauerungsorgan. Die Stängel sind bei manchen Arten vierkantig.
Die einfachen Laubblätter sind wie bei den meisten Arten der Familie Caryophyllaceae gegenständig.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blüten stehen in Dichasien, selten allein oder zu zweit. Die Tragblätter sind trockenhäutig oder auch krautig.
Die meist zwittrigen (bei Stellaria dicranoides eingeschlechtigen) Blüten sind radiärsymmetrisch sowie fünfzählig und besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die fünf grünen Kelchblätter sind krautig und liegen bei der Fruchtreife der Kapselfrucht an. Die fünf oder weniger Kronblätter sind tief zweispaltig und weiß, manchmal rötlich, selten grün; selten fehlen sie. Es gibt zwei Kreise mit je fünf fruchtbaren Staubblättern, selten drei bis fünf oder keine. An ihrer Basis haben die Staubblätter meist Nektardrüsen. Der Stempel hat in meist drei (zwei bis fünf) 0,2 bis 7 Millimeter langen Griffel.<ref name="FoNA" />
Die kugeligen bis zylindrischen Kapselfrüchte sind einfächerig und springen meist mit drei oder sechs (manchmal vier, acht oder zehn) Fruchtklappen bis zur Mitte auf und enthalten (ein bis) drei bis über zwanzig Samen.<ref name="FoNA" /> Die Samen sind rundlich bis nierenförmig und am Rand runzlig-papillös.
Ökologie[Bearbeiten]
Die Blüten sind protandrisch, homogam, oder protogyn. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung.
Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt durch den Wind (Anemochorie).
Systematik[Bearbeiten]
Die Gattung Stellaria wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 421 aufgestellt.<ref name="SpPl" /> Ein Synonym für Stellaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. ist Alsine Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="Euro+Med" />
Die Gattung Stellaria gehört zur Tribus Alsineae innerhalb der Familie Caryophyllaceae.<ref name="GRIN" />
Von den weltweit 120 bis 200 Stellaria-Arten (Auswahl) kommen in Europa etwa 18 Arten vor:<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" />
- Bach-Sternmiere (Stellaria alsine Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Grimm, Syn.: Stellaria uliginosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Murray)<ref name="Fischer2005" />
- Stellaria anagalloides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rupr.: Sie kommt in Armenien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Bleiche Vogel-Sternmiere (Stellaria apetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ucria; Syn.: Stellaria pallida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Dumort.) Piré)<ref name="Fischer2005" /><ref name="Hügin2012" />
- Wasserdarm (Stellaria aquatica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Scop., Syn.: Myosoton aquaticum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Moench, Cerastium aquaticum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.): Sie ist im gemäßigten Eurasien verbreitet und in vielen Gebieten der Welt ein Neophyt.<ref name="FoNA" />
- Stellaria borealis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bigelow: Sie kommt in Island, Norwegen, Schweden und Finnland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Stellaria bungeana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Fenzl: Sie kommt in Russland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Stellaria calycantha Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ledeb.) Bong.: Sie kommt in Nordeuropa, Nordamerika und Ostasien vor.<ref name="GRIN" />
- Stellaria chilensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pedersen: Sie ist in Chile beheimatet.<ref name="GRIN" />
- Stellaria ciliatisepala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Trautv.: Sie kommt in Russland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Stellaria cilicica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss. & Balansa: Sie kommt in Zypern und Vorderasien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Dickblättrige Sternmiere (Stellaria crassifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ehrh.): Sie kommt in Mitteleuropa nur in Norddeutschland und Polen<ref name="Schmeil-Fitschen2001/2002" /><ref name="Fischer2005" /> vor.
- Stellaria crassipes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hultén: Sie kommt in Norwegen, Schweden, Russland und Spitzbergen vor.<ref name="Euro+Med" />
- Stellaria cuspidata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd. ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schltdl.: Sie kommt in Nord-, Mittel- und Südamerika vor.<ref name="GRIN" />
- Stellaria dichotoma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.: Sie ist in Ostasien und China beheimatet.<ref name="GRIN" />
- Stellaria fennica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Murb.) Perfil.: Sie kommt in Norwegen, Schweden und Finnland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Gras-Sternmiere (Stellaria graminea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.)<ref name="Euro+Med" />
- Stellaria hebecalyx Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Fenzl: Sie kommt in Russland und in der Ukraine vor.<ref name="Euro+Med" />
- Große Sternmiere (Stellaria holostea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.), auch Echte Sternmiere genannt<ref name="Fischer2005" />
- Stellaria humifusa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rottb.: Sie kommt in Island, Norwegen, Finnland, Russland, Grönland<ref name="FoNA"/>, Nordasien<ref name="FoNA"/> und auf Spitzbergen vor.<ref name="Euro+Med" />
- Stellaria kotschyana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss.: Sie kommt in der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Langblatt-Sternmiere (Stellaria longifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Muhl. ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd.)<ref name="Euro+Med" />
- Stellaria longipes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Goldie: Sie kommt in Nordeuropa und Nordamerika vor.<ref name="GRIN" />
- Vogel-Sternmiere (Stellaria media Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Vill.)<ref name="Euro+Med" />
- Großblütige Vogel-Sternmiere (Stellaria neglecta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Weihe)<ref name="Fischer2005" />
- Stellaria nemorum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.: Mit den Unterarten:<ref name="Euro+Med" />
- Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. subsp. nemorum)<ref name="Euro+Med" />
- Berg-Sternmiere (Stellaria nemorum subsp. montana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pierrat) Berher, Syn.: Stellaria montana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pierrat, Stellaria nemorum subsp. glochidisperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Murb., Stellaria glochidisperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Murb.) Freyn, Stellaria nemorum subsp. circaeoides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.F.Schwarz)<ref name="Euro+Med" />
- Sumpf-Sternmiere (Stellaria palustris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hoffm.)<ref name="Euro+Med" />
- Stellaria persica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss.: Sie kommt in Armenien, Aserbaidschan und in der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Stellaria pubera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Michx.: Sie kommt in den östlichen und zentralen Vereinigten Staaten vor.<ref name="FoNA"/>
- Stellaria pungens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brongn.: Sie kommt in Australien vor.
- Stellaria ruderalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.M. Lepší, Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P. Lepší, Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Z. Kaplan, Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P. Koutecký: Sie kommt in Mitteleuropa vor.<ref name="Preslia91"/> Sie gehört zur Artengruppe von Stellaria media agg.
- Stellaria ruscifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pallas ex Schldl.: Sie kommt in Alaska und im fernöstlichen asiatischen Russland vor.<ref name="FoNA"/>
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
John K. Morton: Stellaria. In: (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Fischer2005"> </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2001/2002"> </ref> <ref name="FoNA"> John K. Morton: Stellaria. In: </ref> <ref name="Euro+Med">
Karol Marhold: Caryophyllaceae. DatenblattStellaria In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity, Berlin 2011.
</ref> <ref name="Hügin2012"> Gerold Hügin: Stellaria pallida – noch immer häufig verkannt. In: Kochia. Band 6, 2012, ISSN 1863-155X, S. 91–117. </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 421 (Digitalisat). </ref> <ref name="Preslia91"> Martin Lepsi, Petr Lepší, Petr Koutecky, Magdalena Lučanová, Eva Koutecká, Zdenek Kaplan: Stellaria ruderalis, a new species in the Stellaria media group from central Europe. In: Preslia, Volume 91, 2019, S. 391–420. doi:10.23855/preslia.2019.391. (PDF). </ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Einträge zu Stellaria bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.