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Steven M. Stanley

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Steven Mitchell Stanley (* 2. November 1941 in Detroit<ref>Lebens- und Karrieredaten nach American Men and Women of Science, Thomson Gale 2004</ref>) ist ein US-amerikanischer Paläontologe.

Stanley studierte an der Princeton University (Bachelor 1963) und wurde 1968 an der Yale University promoviert. Von 1967 bis 1969 war er als Assistant Professor für Geologie an der University of Rochester tätig. 1969 wechselte er an die Johns Hopkins University, wo er zunächst als Assistant Professor, ab 1971 als Associate Professor und ab 1974 als Professor für Paläobiologie lehrte. Ab 1972 war er zudem Research Associate der Smithsonian Institution.<ref>Steven Mitchell Stanley. In: milestones.marquiswhoswho.com. Abgerufen am 7. August 2026.</ref> 2005 ging er bezogen auf seine Position an der Johns Hopkins University in den Ruhestand, forschte danach aber noch als Research Professor an der University of Hawaiʻi at Mānoa (2005–2019) und an der Florida State University.<ref>Marquis Who's Who Honors Steven M. Stanley, PhD, for Expertise in Higher Education and Paleontology. In: 24-7pressrelease.com. 17. September 2025. Abgerufen am 7. August 2026.</ref>

Stanley befasste sich mit Paläoökologie und Paläoklimatologie, Mustern und Raten der Evolution und Massenaussterben. 1972 entwickelte er die Hypothese, dass die Kambrische Explosion durch Evolutionsdruck von Räubern erklärt werden konnte, worauf die Beutetiere zum Beispiel mit der Entwicklung von Schalen, schnelleres Schwimmen oder der Fähigkeit sich Einzugraben reagierten, was diesen teilweise neue Lebensräume eröffnete.

Er ist Mitglied der National Academy of Sciences und der American Academy of Arts and Sciences sowie der Geological Society of America. 1977 erhielt er den Charles Schuchert Award der Paleontological Society und 2007 die Paleontological Society Medal. 2008 erhielt er den William H. Twenhofel Award der Society for Sedimentary Geology und 2006 die Mary Clark Thompson Medal der National Academy of Sciences<ref>Zum Erhalt der Medaille der NAS</ref>. 2013 wurde er mit der Penrose-Medaille ausgezeichnet. 1980 war er Guggenheim Fellow.

Schriften[Bearbeiten]

  • Historische Geologie. 2. Auflage. Spektrum, Heidelberg 2001, ISBN 3-8274-0569-6.
  • mit David M. Raup Principles of Paleontology, Freeman 1971
  • Earth and Life through time, Freeman 1986, 1989
  • Earth System History, Freeman 1999, 3. Auflage 2009
  • Children of the ice age : how a global catastrophe allowed humans to evolve, Harmony Books 1996
  • Exploring earth and life through time, Freeman 1993
  • Macroevolution - patterns and processes, Johns Hopkins University Press 1998
  • Extinction, Scientific American Library, Freeman 1987, deutsche Übersetzung: Krisen der Evolution. Artensterben in der Erdgeschichte, Spektrum Verlag 1988 und Wendemarken des Lebens, Spektrum Verlag 1998
  • The new evolutionary timetable : fossils, genes, and the origin of species, New York, Basic Books 1981
  • mit Niles Eldredge (Herausgeber) Living fossils, Springer Verlag 1984

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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