Stictocardia
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| Stictocardia | ||||||||||||
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| Datei:Stictocardia tiliifolia.jpg | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Stictocardia | ||||||||||||
| Hallier f. |
Stictocardia ist eine Pflanzengattung in der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Sie umfasst etwa zwölf Arten.
Beschreibung[Bearbeiten]
Strictocardia-Arten sind ausdauernde Kletterpflanzen. Die bis zu 4 Meter langen Stängel sind flaumhaarig behaart, verkahlen jedoch später, die älteren Stängel haben eine leicht abblätternde Rinde. Die gestielten Laubblätter sind herzförmig, nach vorne zugespitzt und ganzrandig. Die Blattoberseite ist unbehaart, auf der Unterseite finden sich kurze, schwarze, drüsige Trichome.
Die Blüten stehen einzeln oder bis zu dritt in zymösen Blütenständen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind nahezu gleich geformt, kreisförmig und mit schwarzen, drüsigen Trichomen besetzt. Später werden sie lederig und umfassen die Frucht. Die Krone ist trichterförmig, rot oder scharlachrot bis violett-rot gefärbt. Der Kronsaum ist meist ganzrandig. Die Staubblätter stehen nicht über die Krone hinaus. Die Staubfäden sind an der Basis drüsig behaart, nach oben hin sind sie fadenförmig. Die Staubbeutel sind langgestreckt. Die Pollenkörner sind über die gesamte Oberfläche mit Poren (runden bis ovalen Aperturen) versehen (pantoporate), kugelförmig und stachelig. Der Fruchtknoten ist zweilappig und trägt einen Griffel der länger ist als die Staubblätter. Er endet in einer köpfchenförmigen, in zwei kugelförmige Teile geteilte Narbe.
Die Früchte sind nicht aufspringend, dünnwandig und von den vergrößerten Kelchblättern umgeben.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Stictocardia wurde 1893 durch Hans Gottfried Hallier in Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie Band 18 Heft 1–2 Seite 159 aufgestellt.<ref name="WCSP" />
Phylogenetische Untersuchungen haben ergeben, dass die Stictocardia eine monophyletische Klade bilden, jedoch innerhalb der Prunkwinden (Ipomoea) platziert sind.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Gattung Stictocardia reicht von Afrika bis nach Malaysia. Die verbreitetste Art, Stictocardia tiliifolia, ist auch in der Neuen Welt ein Neophyt.
Es gibt seit 2004 etwa zwölf Stictocardia-Arten:<ref name="WCSP" />
- Stictocardia beraviensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Vatke) Hallier f.: Sie ist im tropischen Afrika und Madagaskar beheimatet.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia cordatosepala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ooststr.: Die Heimat ist die Insel Lombok.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia discolor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ooststr.: Die Heimat ist die Insel Timor.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia incomta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Hallier f.) Hallier f.: Sie kommt in Somalia, Kenia und Tansania vor.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia laxiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Baker) Hallier f.: Sie kommt von Tansania bis KwaZulu-Natal und Madagaskar vor. Es gibt zwei Varietäten:<ref name="WCSP" />
- Stictocardia laxiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Baker) Hallier f. var. laxiflora<ref name="WCSP" />
- Stictocardia laxiflora var. woodii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(N.E.Br.) Verdc.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia lutambensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Schulze-Menz) Verdc.: Die Heimat ist Tansania.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia macalusoi Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Mattei) Verdc.: Die Heimat ist Somalia.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia mojangensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Vatke) D.F.Austin & Eich: Die Heimat ist Madagaskar. Sie wurde erst 2001 in diese Gattung gestellt.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia neglecta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ooststr.: Die Heimat reicht von Sulawesi bis zu den Kleinen Sunda-Inseln.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia queenslandica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Domin) R.W.Johnson: Sie kommt nur in Queensland vor. Sie wurde erst 2004 in diese Gattung gestellt.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia sivarajanii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Biju, Pushp. & P.Mathew: Die Heimat ist der indische Bundesstaat Kerala.<ref name="WCSP" />
- Stictocardia tiliifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Desr.) Hallier f.: Sie ist ursprünglich im tropischen sowie subtropischen Asien und auf Inseln im Pazifik verbreitet, kommt aber als Neophyt in Mittelamerika und in der Karibik vor.<ref name="WCSP" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>
Literatur[Bearbeiten]
- Daniel F. Austin: Flora of Panama, Part IX: Family 164. Convolvulaceae. In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Band 62, Seiten 157–224.
- Paul S. Manos, Richard E. Miller, Paul Willson: Phylogenetic Analysis of Ipomoea, Argyreia, Stictocardia, and Turbina Suggests a Generalized Model of Morphological Evolution in Morning Glories. In: Systematic Botany, Band 26, Heft 3, 2001, Seiten 585–602.
- Daniel F. Austin, E. Eich: Synopsis of Stictocardia with another Madagascan species, S. mojangensis (Convolvulaceae). In: Willdenowia, Volume 31, 2001, S. 79–85. DOI:10.3372/wi.31.31106