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Strontiumchromat

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Kristallstruktur
Elementarzelle von Strontiumchromat
Vorlage:Farbe Sr2+ 0 Vorlage:Farbe Cr6+0 Vorlage:Farbe O2−
Kristallsystem

monoklin

Raumgruppe

P21/n (Nr. 14, Stellung 2)Vorlage:Raumgruppe/14.2

Gitterparameter

a = 706,5 pm, b = 737,5 pm, c  = 674,1 pm, β = 103,08°

Allgemeines
Name Strontiumchromat
Andere Namen

C. I. Pigment Yellow 32

Verhältnisformel SrCrO4
Kurzbeschreibung

zitronengelber Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Strontiumchromat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 232-142-6
ECHA-InfoCard 100.029.220
PubChem 24599
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 203,61 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

3,89 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

ca. 500 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser (1,2 g·l−1 bei 15 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.029.220">Eintrag zu Strontium chromate in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​330​‐​317​‐​335​‐​340​‐​350​‐​361​‐​410
P: 301+330+331​‐​304+340​‐​310​‐​302+352​‐​333+313​‐​280<ref name="GESTIS" />
Zulassungs­verfahren unter REACH

besonders besorgnis­erregend: krebs­erzeugend (CMR)<ref name="SVHC_100.029.220">Eintrag in der SVHC-Liste der Europäischen ChemikalienagenturVorlage:Abrufdatum</ref>; zulassungs­pflichtig<ref name="Zulassungspflicht_100.029.220">Eintrag im Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe der Europäischen ChemikalienagenturVorlage:Abrufdatum</ref>

MAK
Toxikologische Daten

3120 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Strontiumchromat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Strontiumverbindungen und Chromate.

Darstellung[Bearbeiten]

Strontiumchromat kann aus wässriger Lösung von Strontiumchlorid und Kaliumchromat ausgefällt werden.

<chem>SrCl2 + K2CrO4 -> 2KCl + SrCrO4 v </chem>

Die Synthese aus Strontiumcarbonat und Chromsäure wird ebenfalls beschrieben.<ref name="Wyrouboff">G. Wyrouboff: Ueber die Krystallform einiger Dichromate. In: Zeitschrift für Krystallographie und Mineralogie. 1894, 22, S. 207. Volltext</ref>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Strontiumchromat ist ein zitronengelber nicht brennbarer Feststoff, welcher wenig löslich in Wasser ist. Er zersetzt sich ab einer Temperatur von etwa 500 °C.<ref name="GESTIS" /> Strontiumchromat bildet mit Sulfationen Strontiumsulfat.<ref>Thomas Brock, Michael Groteklaes, Peter Mischke: Lehrbuch der Lacktechnologie. Vincentz, Hannover 2000, ISBN 3-87870-569-7, S. 155.</ref>

Beim Erhitzen mit Strontiumcarbonat wird das sechswertige Chrom zum fünfwertigen reduziert, es bildet sich Strontiumchromat(V) Sr3(CrO4)2.<ref name="Wilhelmi">K. A. Wilhelmi, O. Jonsson: X-Ray Studies on Some Alkali and Alkaline-Earth Chromates(V). In: Acta Chem. Scand. 1965, 19, S. 177–184, doi:10.3891/acta.chem.scand.19-0177.</ref>

<math>\mathrm{4 \ SrCrO_4 + 2 \ SrCO_3 \xrightarrow{800 \ ^\circ C}}</math> <math>\mathrm{ 2 \ Sr_3(CrO_4)_2 + 2 \ CO_2 + O_2}</math>

Mit Chromsäure bildet sich Strontiumdichromat.<ref name="Wyrouboff" />

<chem>2SrCrO4 + H2CrO4 -> Sr2Cr2O7 + H2O</chem>

Strontiumchromat kristallisiert in der Monazit-Struktur, also im monoklinen Kristallsystem in der Raumgruppe P21/n (Raumgruppen-Nr. 14, Stellung 2)Vorlage:Raumgruppe/14.2 mit den Gitterparametern a = 706,5 pm, b = 737,5 pm, c = 674,1 pm und β = 103,08°. In der Elementarzelle befinden sich 4 Formeleinheiten.<ref name="Effenberger">H. Effenberger, F. Pertlik: Four monazite type structures: comparison of SrCrO4, SrSeO4, PbCrO4 (crocoite), and PbSe04. In: Zeitschrift für Kristallographie 1986, 176, S. 75 - 83. Volltext (PDF-Datei; 718 kB)</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Strontiumchromat wird ähnlich wie Zinkchromat als korrosionsverhindernder Primer für Zink-, Magnesium-, Aluminium- und Legierungen in der Flugzeugindustrie verwendet. Es wird auch zur Herstellung von Chrom-Pigmenten verwendet.<ref name="GESTIS" /> Da es wie alle Chromate als krebserzeugend eingestuft wird, ist die Verwendung heute beschränkt.

Sicherheitshinweise und gesetzliche Regelungen[Bearbeiten]

Strontiumchromat wurde im Juni 2011 aufgrund seiner Einstufung als krebserzeugend (Carc. 1B) in die Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (Substance of very high concern, SVHC) aufgenommen.<ref name="SVHC_100.029.220" /> Im August 2014 wurde Strontiumchromat danach in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe mit dem Ablauftermin für die Verwendung in der EU zum 22. Juni 2019 aufgenommen.<ref name="Zulassungspflicht_100.029.220" /><ref name="Verordnung (EU) Nr. 895/2014">Verordnung (EU) Nr. 895/2014Vorlage:Abrufdatum</ref> Als Chrom(VI)-Verbindung unterliegt Strontiumchromat außerdem den Beschränkungen im Anhang XVII, Nummer 47 und 72 der REACH-Verordnung (in Deutschland umgesetzt durch die Chemikalien-Verbotsverordnung).<ref name="beschränkte_stoffe">ECHA: Liste der beschränkten Stoffe – Anhang XVII der REACH-Verordnung, abgerufen am 5. September 2020.</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein