Zum Inhalt springen

Strontiumnitrat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strontiumion   Datei:2.svgNitration
Allgemeines
Name Strontiumnitrat
Andere Namen

Salpetersaures Strontium

Summenformel Sr(NO3)2
Kurzbeschreibung

farblose Kristalle, die sich in der Hitze zersetzen<ref name=roempp>Eintrag zu Strontiumnitrat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
EG-Nummer 233-131-9
ECHA-InfoCard 100.030.107
PubChem 24848
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Eigenschaften
Molare Masse 211,63 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name=roempp />

Dichte

2,986 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Schmelzpunkt

570 °C<ref name="GESTIS"/>

Siedepunkt

Zersetzung<ref name="GESTIS"/>

Löslichkeit

gut in Wasser (660 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 271​‐​318
P: 210​‐​220​‐​280​‐​283​‐​305+351+338​‐​306+360<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−978,2 kJ/mol<ref name="CRC90_5_16">Vorlage:CRC Handbook</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <

Strontiumnitrat, Sr(NO3)2, ist das Strontiumsalz der Salpetersäure. Es wird als Oxidationsmittel in der Pyrotechnik verwendet und gibt dort die strontiumtypische tiefrote Flammenfarbe.

Herstellung[Bearbeiten]

Strontiumnitrat wird hergestellt, indem Strontiumcarbonat in Salpetersäure aufgelöst wird.<ref name="Ullmann">J.P. MacMillan, J.W. Park, R. Gerstenberg, H. Wagner, K. Köhler, P. Wallbrecht: Strontium and Strontium Compounds in Ullmanns Encyclopedia of Industrial Chemistry, 2012 Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..</ref>

<math>\mathrm{SrCO_3 + 2 \ HNO_3 \rightarrow \ Sr(NO_3)_2 + H_2O + CO_2 \uparrow}</math>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Das wasserfreie Strontiumnitrat kristallisiert oberhalb von 31,3 °C, das Tetrahydrat unterhalb dieser Temperatur aus wässriger Lösung aus.<ref name="Gmelin, Strontium">Gmelins Handbuch der Anorganischen Chemie: Strontium, System Nummer 29, Achte Auflage, Verlag Chemie GmbH, Berlin 1931, Seite 96.</ref> Wasserfreies Strontiumnitrat kristallisiert dabei im kubischen Kristallsystem in der Vorlage:Raumgruppe mit dem Gitterparameter a = 778,13 pm. In der Elementarzelle befinden sich vier Formeleinheiten.<ref name="Nowotny">H. Nowotny, G. Heger: Structure refinement of strontium nitrate, Sr(NO3)2, and barium nitrate, Ba(NO3)2 in Acta Cryst. 1983, C39, S. 952–956 Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Kristalle sind isotyp zu Bariumnitrat. Das Tetrahydrat bildet monokline Kristalle mit der Raumgruppe Vorlage:Raumgruppe, den Gitterparametern a = 1112 pm, b = 1417 pm, c = 634 pm, β = 123,75° und vier Formeleinheiten in der Elementarzelle.<ref name="Ribár">B. Ribár, B. Matković und M. šljukić: Die Kristallstruktur von Strontiumnitrat-Tetrahydrat, Sr(NO3)2 · 4 H2O in Zeitschrift für Kristallographie 1972, 135, S. 137–144. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden.</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Strontiumnitrat wird u. a. in der Pyrotechnik verwendet. Zusammen mit Magnesiumpulver wird bei hoher Temperatur, begünstigt durch z. B. 5-Amino-1H-tetrazol oder Hexamethylentetramin, kurzzeitig Strontium(I)-hydroxid (SrOH) erzeugt. Dieser ist ein starker Emitter im roten Spektralbereich und fungiert als alleiniger Farbgeber in lichtstarken und tiefgesättigten roten pyrotechnischen Leuchtsätzen.<ref>Jesse J. Sabatini, Ernst-Christian Koch, Jay C. Poret, Jared D. Moretti, Seth M. Harbol: Rote pyrotechnische Leuchtsätze – ohne Chlor! In: Angewandte Chemie. 127, 2015, S. 11118–11120, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..</ref>

In Kombination mit Glycidylazid-Polymer (GAP) wird es unter dem Namen REACH-solid für den Gasgenerator des Unterwasser-Rettungssystems auf deutschen U-Booten der Klasse 212 A eingesetzt.<ref name="ECHA_EURENCO">ANALYSIS OF ALTERNATIVES & SOCIO-ECONOMIC ANALYSIS</ref><ref name="RTO-MP-091">Development of a Gas-Generator Propellant for a Rescue System for Submarines based on the Energetic Binder GAP</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />