Sue Austin
Sue Austin (ursprünglich: Susan Felicity Austin; geb. 7. September 1965 in Birmingham, England) ist eine britische Multimedia-, Performance- und Installationskünstlerin. Bekannt wurde sie durch ihr Werk „Creating the Spectacle!“, bei dem sie mit einem selbst konstruierten Unterwassermodell eines Rollstuhls mit Düsenantrieb zu sehen ist.<ref>Bericht und Filmausschnitte auf Die Welt online vom 6. September 2012. Abgerufen am 18. Juni 2016</ref><ref>Creating the Spectacle!, Teil 1: Finding Freedom bei Youtube. Abgerufen am 18. Juni 2016</ref>
Leben[Bearbeiten]
Sue Austin studierte Psychologie an der Universität von Plymouth und absolvierte 2009 ihren Bachelor an der University of Wales und 2014 den Master of Fine Arts.<ref name="More about Sue">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig More about Sue.] In: We Are Freewheeling. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 18. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Von 2000 bis 2003 besuchte sie außerdem Kunstkurse am North Devon College in Barnstaple. In ihrer psychologischen Abschlussarbeit setzte sie sich theoretisch mit dem Thema auseinander, welches auch das Zentrum ihres künstlerischen Schaffens kennzeichnet: „Self-Narration as a means of restoring the body: An Investigation into the power of Discourses on Disability and Ontological Theories to reposition the Embodiment and Art-Practice of the Disabled Artist.“ (Zur Bedeutung der Selbsterzählung zur Wiederherstellung des entfremdeten Körpers. Untersuchung zum Veränderungsprozess von Verkörperung und künstlerischer Praxis von behinderten Künstlern durch die Kraft des Diskurses über Behinderung und ontologischen Theorien.)<ref name="More about Sue" />
Sie nutzt ihre Bekanntheit, um in Vorträgen und Videobeiträgen über die psychologische Situation von Rollstuhlfahrern zu informieren. So erzählt sie z. B. davon, wie sie für andere wie unsichtbar zu werden schien, als sie 1996 nach einer langwierigen Krankheit zur Rollstuhlfahrerin wurde, und wie der Rollstuhl den Blick auf die Person zu verstellen droht. Sie betont die Bedeutung der künstlerischen Transformation der Behinderung.<ref>Vortrag und Filmausschnitte bei Youtube</ref>
Werk[Bearbeiten]
Sue Austin geht es in ihrem Werk darum, der negativen Konnotation des Rollstuhls als Hilfsmittel für behinderte Menschen ein Bild entgegenzustellen, welches durch die Kombination mit einem Tauchgerät und der Faszination der Unterwasserfotografie mit Abenteuer, Lebendigkeit und Spaß verbunden ist. So ist einerseits das Rollstuhltauchgerät selbst ein Kunstobjekt, zum anderen besteht das Kunstwerk in den von ihr im Rahmen von Performances in offener See und in Schwimmbädern aufgeführten Unterwasser-Choreografien, in die sie oft auch weitere Personen einbezieht. Auf einer dritten Ebene sind es die so entstandenen Fotografien und Filme, die in sich als künstlerisches Werk zu verstehen sind und als Installationen auf Ausstellungen und im Internet zu sehen sind. „Durch das Zusammenführen scheinbar nicht zusammengehöriger Elemente (Rollstuhl, Wasser, Tauchgerät) gelingt es ihr, das vorgefasstes Verständnis der Dinge aufzubrechen und den Denkraum zu Behinderung und Hilfsmittel zu erweitern.“<ref>Denkansätze auf Rollstuhlcheck vom 23. März 2014. Abgerufen am 18. Juni 2016</ref> 2012 präsentierte sie ihre Performance bei der Kulturolympiade der Sommer-Paralympics in London.<ref>Richard Hartley-Parkinson auf Mail Online News vom 30. August 2012. Abgerufen am 18. Juni 2016</ref>
Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]
- „Big Screens and site-specific work“, BBC Plymouth City Centre, Juli bis August 2009<ref name="More about Sue" />
- Swan Song Group Exhibition. Interviewed by Sue Perkins for „The Art on Your Walls“ on BBC Two in der Empire Gallery, London vom 6. bis 17. August 2009<ref name="More about Sue" />
- Finding Freedom (Screening), Islington Exhibits, London vom 20. bis 31. Juli 2013<ref name="More about Sue" />
- Rights of Way: Mobility & the City, Boston Society of Architects Space Gallery in Boston, USA vom 5. Dezember 2013 bis 26. Mai 2014<ref name="More about Sue" />
- Finding Freedom (Screening) Tate Gallery of Modern Art vom 13. bis 14. Juni 2014<ref name="More about Sue" />
- „Grenzenlos“, Kultur-Theater-Festival, Mainz 2014<ref>Kulturfestival Mainz 2014. Abgerufen am 18. Juni 2016</ref>
- Finding Freedom (Screening) InShadow Festival: Lissabon, Portugal vom 26. November bis 7. Dezember 2014<ref name="More about Sue" />
- Exhibition of images for International Day of Disabled Persons, Europäisches Parlament Brüssel vom 3. bis 12. Dezember 2014, Brüssel<ref name="More about Sue" />
Weblinks[Bearbeiten]
- Website Sue Austin (englisch)
- Bericht und Fotos bei GIGA
- Bericht und Filmausschnitte auf Die Welt online vom 6. September 2012
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Austin, Sue |
| ALTERNATIVNAMEN | Austin, Susan Felicity |
| KURZBESCHREIBUNG | britische Multimedia-, Performance- und Installations-Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 7. September 1965 |
| GEBURTSORT | Birmingham, England |