Zum Inhalt springen

Sulamith

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Franz Pforr 004.jpg
Franz Pforr, Maria und Sulamith (1811), Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt

Sulamith ist ein weiblicher Vorname hebräischen Ursprungs. Er geht auf die in Vorlage:Bibel/Link genannte Sulamith zurück. Prominent griff Paul Celan sie in seiner Todesfuge auf, was Anselm Kiefer in mehreren Gemälden bearbeitet.

Herkunft und Bedeutung[Bearbeiten]

Die Etymologie des Namens Sulamith, hebräisch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., lässt sich nicht mit Sicherheit klären. Folgende Möglichkeiten werden in der Forschung diskutiert:<ref>Anselm Hagedorn: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Deutsche Bibelgesellschaft, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

  • Gentilname „die Frau aus Schulem“. Dafür spricht der Gebrauch des Artikels, jedoch ist dem Alten Testament kein Ort namens Schulem bekannt, dafür jedoch Shunem (Variante: Sulem), somit vielleicht "Sunamitin", Frau aus Shunem.
  • feminines Appellativum von Salomo: „Die Salomonin“. Problematisch jedoch ist die Vokalisation – zu erwarten ist שְׁלֹמִית šǝlōmît.
  • Epitheton von Salem, einem vielleicht mythischen Namen für Jerusalem: „Die Jerusalemiterin“. Diese Deutung passt zum urbanen Setting des Hoheliedes, jedoch wirft sie die Frage auf, weshalb Sulamit die Stadt als Bedrohung wahrnimmt und weshalb sie mit Jerusalem verglichen wird.
  • Ableitung von שׁלם šlm: „die Wohlbehaltene, die Vollkommene, die Makellose“. Diese Deutung steht im Einklang mit Beschreibungen des Geliebten der Sulamit als „makellos“ und „schönste der Frauen“ (Hld 1,8 EU u. ö.).
  • Qual Passiv von שׁלם šlm - vom Frauennamen Mĕšullemet unter Wegfall des Präformativs מ m: „Die Friedfertige“

Varianten[Bearbeiten]

Vom Namen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. existieren verschiedene Varianten in lateinischer Schrift:

  • Sulamith
  • Sulamit
  • Schulammit
  • Shulamit
  • Shulamith

Die Vulgata schreibt den Namen Sulamitis, in der Septuaginta lautet der Name Σουμανεῖτις Sumaneitis (Codex Vaticanus) oder Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (Codex Alexandrinus).

Bekannte Namensträgerinnen[Bearbeiten]

Vorname[Bearbeiten]

Kunstfiguren[Bearbeiten]

  • Sulamith, die Geliebte im Hohelied des Salomon
  • Sulamith, in Paul Celans Todesfuge die Repräsentantin für die jüdischen Opfer
  • Abraham Goldfadens Melodram Sulamith oder Tochter Jerusalems (1889)
  • Sulamith, Name eines jüdischen Mädchens, das im Gedicht „Über die verbrannte Jüdin“ der polnischen Dichterin Halina Poświatowskas angesprochen wird
  • Sulamith, Hauptfigur in dem gleichnamigen deutschen Spielfilm (1917) von Eugen Illés mit Ica von Lenkeffy in der Rolle der Sulamith

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />