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Sulfonal

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Strukturformel
Datei:Sulfonal Structural Formula V.1.svg
Allgemeines
Name Sulfonal
Andere Namen

2,2-Bis(ethylsulfonyl)propan

Summenformel C7H16O4S2
Kurzbeschreibung

farblose, geruchs- und geschmacksfreie Blättchen<ref name="roempp">Eintrag zu Sulfonal. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 204-074-7
ECHA-InfoCard 100.003.704
PubChem 8262
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 228,33 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

124–126 °C<ref name="roempp" />

Siedepunkt

300 °C<ref name="roempp" />

Löslichkeit
  • schwer löslich in kaltem Wasser<ref name="roempp" />
  • löslich in Benzol, Alkohol und Chloroform<ref name="roempp" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Sulfonal ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfone. Sulfonal wurde 1884 von Eugen Baumann hergestellt und 1888 von Alfred Kast als Schlafmittel eingeführt.<ref>Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1960, S. 46.</ref><ref>„Sulfonal-Bayer“: das neue Schlafmittel der Herren Professoren Baumann und Kast; den Mitgliedern und Theilnehmern der 61. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte zu Cöln a. rh. überreicht von den Farbenfabriken, vormals Friedrich Bayer und Co.</ref> Sulfonal wurde auch in der Behandlung von Geisteskranken eingesetzt.<ref>Hans Bangen: Geschichte der medikamentösen Therapie der Schizophrenie. Berlin 1992, ISBN 3-927408-82-4, S. 23.</ref> Durch die Entwicklung der Barbiturate wurden die Sulfonale durch diese abgelöst.<ref name="roempp" />

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Sulfonal wird aus Aceton und Ethanthiol unter Anwesenheit von Chlorwasserstoff sowie anschließender Oxidation dargestellt. Wird Aceton durch Butanon oder 3-Pentanon ersetzt, entstehen die homologen Verbindungen Trional (ebenfalls ein Hypnotikum<ref>Emil Fischer, Josef von Mering: Ueber eine neue Klasse von Schlafmitteln. In: Die Therapie der Gegenwart. Band 44, (März) 1903, S. 97–107.</ref>) und Tetronal.<ref></ref>

Homologe[Bearbeiten]

Sulfonale
Name Sulfonal Trional Tetronal
Grundstruktur Datei:Sulfonals General Structure V.1.svg
Struktur Datei:Sulfonal Structural Formula V.1.svg Datei:Trional Structural Formula V.1.svg Datei:Tetronal Structural Formula V.1.svg
R1 –CH3 –CH3 –C2H5
R2 –CH3 –C2H5 –C2H5
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
PubChem 8262 6433 75197
Summenformel C7H16O4S2 C8H18O4S2 C9H20O4S2
Molare Masse 228,33 g·mol−1 242,35 g·mol−1 256,38 g·mol−1
Schmelzpunkt 124–126 °C 74–76 °C 85 °C

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein