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Sumpf-Greiskraut

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Sumpf-Greiskraut
Datei:Senecio paludosus, 2006-07-22.JPG

Sumpf-Greiskraut (Jacobaea paludosa)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Jacobaea
Art: Sumpf-Greiskraut
Wissenschaftlicher Name
Jacobaea paludosa
(L.) G.Gaertn., B.Mey. & Scherb.

Das Sumpf-Greiskraut (Jacobaea paludosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) G.Gaertn. & al., Syn.: Senecio paludosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Jacobaea innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Jacobaea paludosa.jpg
Illustration
Datei:20140607Jacobaea paludosa1.jpg
Blütenstand
Datei:Senecio paludosus kz1.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Das Sumpf-Greiskraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 200 Zentimetern. Sogar die Wuchshöhe von 272 Zentimeter wurde einmal beobachtet.<ref name="Hegi1987" /> Es werden kriechende Rhizome gebildet. Die Stängel sind steif aufrecht, hohl, furchig gestreift, meist zerstreut spinnwebig behaart, oben sehr dicht beblättert aber unten zur Blütezeit ohne Laubblätter.<ref name="Hegi1987" /> Die Stängelblätter sind ungeteilt, ei- bis lineallanzettlich, lang zugespitzt, unregelmäßig scharf gezähnt und sitzend bis halbstängelumfassend geöhrt, etwa 7- bis 15-mal so lang wie breit. Die Blattzähne sind nach vorn gerichtet.<ref name="InfoFlora" /> Die Blattunterseite ist graufilzig.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Blütezeit ist Juni bis August.<ref name="Hegi1987" /> Der Gesamtblütenstand enthält viele ebensträußige Blütenkörbchen. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von drei, bis selten vier Zentimetern auf. Die Hülle ist glockig, 10 bis 12 Millimeter lang und von schmal lanzettlichen, etwa halb so langen Außenhüllblättern umgeben.<ref name="Hegi1987" /> Die 13 Hüllblätter sind eilanzettlich bis lanzettlich, kurz zugespitzt, kahl, nur manchmal am Grund wollig und an der Spitze bräunlich.<ref name="Hegi1987" /> Ein Blütenkörbchen enthält 9 bis 18, selten bis zu 20 hellgelbe Zungenblüten. Die Zungenblüten sind etwa 2 Millimeter breit.<ref name="Hegi1987" /> Es werden 3–4 mm lange Achänen mit Pappus gebildet. Der Pappus ist zur Blütezeit so lang wie die Kronröhre der Scheibenblüten, zur Fruchtzeit ist er dreimal so lang wie die Achäne.<ref name="Hegi1987" /> Er ist gelblich.<ref name="InfoFlora" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Hauptverbreitungsgebiet des Sumpf-Greiskrautes liegt im subkontinentalen Europa. Es gibt weit vorgeschobenen Vorposten im östlichen Spanien und im Rhonedelta. Das Areal reicht im Süden von Mittelfrankreich über die Westalpen und die Poebene bis Thrakien am Schwarzen Meer, im Norden von England über Südschweden und Estland bis Nordrussland. Im Osten nur den europäischen Teil Russlands mit einschließend.

Das Sumpf-Greiskraut gedeiht am besten auf nassen, humosen, stickstoffreichen Tonböden. Es erträgt zeitweilige Überflutung. Es besiedelt das Röhricht stehender oder langsam fließender Gewässer, Gräben und Bruchwälder. Am Mittel- und Unterlauf der großen Ströme und im Alpenvorland kommt es selten, aber oft in lockeren Beständen vor. Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Caricetum elatae, kommt seltener aber auch in anderen Gesellschaften des Verbands Magnocaricion oder der Ordnungen Alnetalia oder Convolvuletalia vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 5w (überschwemmt aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Senecio paludosus durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 870. Die Neukombination zu Jacobaea paludosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) G.Gaertn. & al. wurde 1801 durch Gottfried Gaertner, Bernhard Meyer und Johannes Scherbius in der Oekonomischen Flora der Wetterau, Band 3, Teil 1, Seite 211 veröffentlicht. Weitere Synonyme für Jacobaea paludosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) G.Gaertn. & al. sind: Senecio bohemicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tausch, Senecio riparius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wallr., Senecio paludosus subsp. bohemicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Tausch) Čelak., Senecio paludosus subsp. tomentosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Čelak. non Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.D.J.Koch.<ref name="Euro+Med" /> Das Artepitheton "paludosa" bedeutet "in Sümpfen".

Die formenreiche Art Jacobaea paludosa wird von einigen Autoren in mehrere, allerdings schwer unterscheidbare Unterarten gegliedert:<ref name="Euro+Med" />

  • Jacobaea paludosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) G.Gaertn. & al. subsp. paludosa: Sie kommt in Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Slowakei, Weißrussland, Russland, Moldawien, Estland, Lettland, Litauen und Schweden vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Jacobaea paludosa subsp. angustifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Holub) B.Nord. & Greuter (Syn.: Senecio paludosus subsp. angustifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Holub): Sie kommt in West-, Mittel- und Südosteuropa vor in Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien, Italien, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Serbien, Slowakei und Rumänien.<ref name="Euro+Med" /> In Deutschland kommt die Unterart nur in Rheinhessen in der Umgebung von Mainz vor.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />
  • Jacobaea paludosa subsp. lanata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Holub) B.Nord. & Greuter (Syn.: Senecio paludosus subsp. lanatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Holub, Cineraria aurea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. non Senecio aureus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Senecio auratus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC., Senecio sadleri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sadler, Senecio tataricus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Less.): Sie kommt in Europa in Tschechien, Ungarn und Osteuropa vor.<ref name="Euro+Med" />

Geschichte[Bearbeiten]

Die Art wurde schon von Hieronymus Harder (1523–1607) gesammelt mit der Bemerkung: Jacobaea foliis laciniatis. Die Gros Jacobsblume; wext eines manns hoch in den Riedern.<ref name="Hegi1987" />

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Jacobaea paludosa In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="Hegi1987">Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band VI, Teil 3, Seite 753–755. Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987. ISBN 3-489-86020-9</ref> <ref name="InfoFlora"> Senecio paludosus L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>

<ref name="Schmeil-Fitschen2024">Gerald Parolly: Asteraceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 822.</ref>

</references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Sumpf-Greiskraut (Jacobaea paludosa) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien